Windows 10: Sicherheitsupdates bis 2027 - Das ist jetzt wichtig

Microsoft verlängert Support bis 2027:Wie Sie weiterhin Sicherheitsupdates für Windows 10 bekommen

von Sabine Meuter und Nicole Wehr

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Ursprünglich sollte mit den Sicherheits-Updates schon Ende 2025 Schluss sein. Doch der Bezug von kostenlosen Sicherheits-Updates ist nun weiter möglich - bis zum 12. Oktober 2027.

Windows 10: Microsoft verlängert Updates

Microsoft verlängert den Support für Windows 10 um ein weiteres Jahr: Sicherheitsupdates gibt es nun länger als geplant. Fachleute raten dennoch zum Wechsel auf Windows 11.

09.07.2026 | 0:42 min

Millionen Menschen nutzen es: Windows 10, das Betriebssystem des US-Softwareherstellers Microsoft. Den Support dafür hat das Unternehmen eigentlich schon zum 14. Oktober 2025 eingestellt, die Sicherheitsupdates dann um ein Jahr verlängert. Doch nun hat Microsoft in einer Fußnote erwähnt, dass Sicherheits- und Funktions-Updates für den privaten Gebrauch ein weiteres Mal verlängert werden, und zwar bis zum 12. Oktober 2027.

Privatkunden sollen so mehr Zeit bekommen, um den Wechsel auf einen Windows-11-PC vorzubereiten. Denn immerhin war das System im Juni 2026 noch auf mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) aller vom Statistik-Tool Statcounter registrierten Windows-Computer installiert. Der Anteil von Windows 11 lag demnach zeitgleich bei 69,9 Prozent.


Windows 10: Sicherheitsupdates bis Oktober 2027

Private Nutzer aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die ihren Rechner bereits für das sogenannte "Extended Security Updates"-Programm (ESU) registriert haben, müssen nichts unternehmen. Diese erweiterten, sicherheitsrelevanten Aktualisierungen laufen monatlich automatisch und gratis bis zum Stichtag weiter. Der Computer muss lediglich mit einem Microsoft-Konto verknüpft sein. Eine Registrierung ist jederzeit bis zum Ende des Programms möglich.

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Welche Risiken ohne Support drohen

Durch ausbleibende Sicherheits-Updates kann es etwa zu Problemen bei der Kompatibilität mit neuer Hardware und Software kommen. Ohne Updates werden auch keine Fehler mehr behoben. Zudem sind neue Funktionen nicht mehr verfügbar.

Darüber muss man auf technischen Support verzichten: Bei Problemen oder Fehlern erhalten Nutzer von Microsoft keine Hilfe. Sie müssen sich dann auf Online-Foren oder über Drittanbieter-Support Unterstützung suchen.

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Fehlende Windows-10-Updates führen zu Sicherheitslücken

Des Weiteren ist mit Sicherheitslücken zu rechnen, die wegen fehlender Updates nicht mehr geschlossen werden können. "Damit ist der PC anfällig für Cyberangriffe, beispielsweise durch Viren oder Schadsoftware", erklärt Sebastian Klöß, Leiter Märkte & Technologien beim Digitalverband Bitkom.

Windows 10 ohne Updates weiter zu nutzen, ist keine gute Idee. Vor allem nicht, wenn der PC mit dem Internet verbunden ist.

Sebastian Klöß, Digitalverband Bitkom

Nicht nur der Anwender oder die Anwenderin selbst kann von Viren oder Schadsoftware betroffen sein. Ein nicht upgedateter PC kann laut Klöß zum Beispiel unbemerkt Teil eines Bot-Netzwerkes werden, das Spam-Nachrichten versendet oder Internetseiten lahmlegt.

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Wechsel zu Windows 11: Welche Geräte geeignet sind

Wer die Übergangsphase als Gelegenheit zu einem Upgrade nutzen möchte, kann über eine Umstellung des Betriebssystems auf Windows 11 nachdenken. Doch woher weiß man, ob der eigene Computer überhaupt das neue Windows unterstützt? "Neuere Geräte sollten mit einem Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 kein Problem haben", sagt Klöß. Aus einer Bitkom-Studie von Ende 2024 geht hervor, dass nur jeder Zehnte ab 16 Jahren in Deutschland einen PC nutzt, der älter als fünf Jahre ist. Bei Notebooks ist es nicht einmal jeder Hundertste.

"Die kritische Altersschwelle von Geräten für die Umstellung auf Windows 11 liegt bei etwa acht bis neun Jahren", so Klöß. Die meisten Geräte sollten daher kompatibel mit der neuen Windows-Version sein. Alternativ kann man sich nach einem anderen Betriebssystem umschauen.

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Windows-10-Nutzern wird eine Umstellung auf das Betriebssystem Windows 11 empfohlen. Aber welche Optionen gibt es allgemein? Jan Schüßler, Redakteur für IT-Themen, im Gespräch.

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Wer ein älteres Gerät nutzt, kann mit der Anwendung "Windows PC Health Check" einfach herausfinden, ob das eigene Gerät für Windows 11 geeignet ist. Diese Anwendung ist inzwischen bei allen Rechnern, die noch mit Windows 10 laufen, automatisch installiert.


Windows 11 installieren: So funktioniert das Upgrade

Ist der PC mit Windows 11 kompatibel, können Nutzer mit einer gültigen "Windows 10"-Lizenz das kostenlose Upgrade auf Windows 11 vornehmen.

Das Upgrade wird in den meisten Fällen automatisch angestoßen: Der Rechner fragt in einer Meldung, ob das Upgrade auf Windows 11 durchgeführt werden soll. Erscheint diese Meldung nicht von selbst, kann das Update über folgende Schritte manuell gestartet werden: Den Button "Start", dann "Einstellungen", dann "Update & Security" und schließlich "Windows Update" anklicken.

Vor dem Update empfiehlt es sich, wichtige Daten zu sichern, entweder über eine Cloud-Lösung oder auf einem externen Datenträger wie einer Festplatte oder einem USB-Stick.

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Dieser Beitrag wurde erstmals am 28. Juli 2025 publiziert und am 16. Juli 2026 aktualisiert.

Quelle: dpa-Custom Content
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 09.07.2026, ab 09:05 Uhr.

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