"Das wird nicht kommen":Zuckersteuer auf Zero-Getränke: Klingbeil sagt "Nein"
Finanzminister Klingbeil will keine Extrasteuer auf zuckerfreie Getränke erheben. Das ergebe keinen Sinn. Zuvor hatte es Streit um ein Papier aus seinem Ministerium gegeben.
Bei der Ausgestaltung der geplanten Zuckersteuer ist sich die Koalition offenbar uneinig. Laut Berichten kritisiert das Agrarministerium ein "Eckpunktepapier" aus dem Finanzministerium.
25.08.2026 | 0:46 minFinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will keine Extrasteuer auf zuckerfreie Getränke erheben. "Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen", erklärte der SPD-Chef auf Instagram.
Was keinen Sinn ergibt, ist eine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke.
Lars Klingbeil, SPD-Co-Vorsitzender auf Instagram
Es sei aber richtig, über die negativen Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums zu diskutieren.
2028 wird eine Abgabe süße Softdrinks verteuern. Diese soll die Hersteller zu zuckerarmen Rezepten bewegen, Diabetes vorbeugen und Krankenkassen entlasten.
04.05.2026 | 27:27 minMinisterien streiten um Eckpunkte
"Gerade Kinder müssen wir besser schützen. Wir haben hier ein gesundheitliches Problem, dessen Folgen längst auch unser Gesundheitssystem belasten." Deshalb werde die Regierung handeln. Die Details würden derzeit vorbereitet.
Lars Klingbeil auf Instagram
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Am Dienstag waren mehrere interne Papiere aus der Regierung bekannt geworden. Darin lehnte das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium mögliche Eckpunkte des Finanzministeriums ab.
Das Landwirtschaftsministerium störte sich daran, dass deutlich mehr Getränke erfasst werden sollten als von der Finanzkommission Gesundheit empfohlen, einem unabhängigen Expertengremium.
Fettleibigkeit, Diabetes, Milliardenkosten: Brauchen wir eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke - oder sind Aufklärung und Eigenverantwortung der bessere Weg?
27.03.2026 | 2:48 minKlingbeil: Arbeitsstand weder geeint noch beschlossen
Konkret wurde beanstandet, dass demnach auch Fruchtsäfte, Mischgetränke mit Milch sowie alkoholfreie Biere und Wein einbezogen werden sollten. Klingbeil betonte, hier diskutierten Fachleute der beteiligten Ministerien unterschiedliche Ideen und Argumente. "Natürlich auch kontrovers. Sie schreiben Papiere, verwerfen Vorschläge und entwickeln andere weiter."
Der in den Medien aufgetauchte Arbeitsstand sei aber weder politisch geeint noch in der schwarz-roten Koalition beschlossen. Solche Debatten seien sinnvoll und notwendig.
Seine Mitarbeiter müssten aber intern offen diskutieren und auch Vorschläge machen können, die am Ende nicht umgesetzt würden. "Wenn jede interne Überlegung behandelt wird wie eine politische Entscheidung, wird diese Offenheit schwieriger. Und Politik am Ende nicht besser", betonte Klingbeil.
Kann eine Zuckerabgabe den Konsum von Softdrinks senken und so Folgeerkrankungen verhindern? Außerdem: Wie ist der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff vor den Kapverden einzuordnen?
06.05.2026 | 10:10 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
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- Interview
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