Reformpläne :Nach Spitzentreffen: Weitere Gespräche geplant
Nach Beratungen im Kanzleramt sind weitere Gespräche mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über Reformen vereinbart worden. Die Gesprächsatmosphäre sei "konstruktiv" gewesen.
Bei einem Treffen kommen Regierung, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände zusammen, um über geplante Reformen zu sprechen. Angesichts der schwierigen Lage wächst der Druck auf schnelle Lösungen.
10.06.2026 | 1:41 minDas Spitzentreffen der schwarz-roten Koalition mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ist beendet. Die Gespräche im Kanzleramt dauerten am Mittwochabend rund dreieinhalb Stunden. Wie Regierungssprecher Stefan Kornelius im Anschluss mitteilte, tauschten sich die Teilnehmer "über notwendige Reformschritte für Wachstum und Beschäftigung" aus.
Die Vertreter der Regierungskoalition begrüßten die Bereitschaft der Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertreter, den Reformprozess konstruktiv zu begleiten.
Stefan Kornelius, Regierungssprecher
Im Anschluss seien "weitere Gespräche vereinbart" worden.
Konstruktive Gespräche und große Herausforderungen für den Standort Deutschland – das war die vorläufige Bilanz des Spitzentreffens, sagt ZDF-Hauptstadtkorrespondent Wulf Schmiese.
11.06.2026 | 2:14 minDiskussionen in "konzentrierter Atmosphäre"
Diskutiert wurde laut Kornelius "in konstruktiver und konzentrierter Atmosphäre". Union und SPD wollen bis zur Sommerpause grundlegende Reformen auf den Weg bringen. Bei den Beratungen im Kanzleramt ging es laut Kornelius um die Situation am Arbeitsmarkt, die Stabilität und Sicherung der Sozialversicherungen, Bürokratieabbau und Steuerpolitik.
Einigkeit habe unter den Gesprächsteilnehmern geherrscht, "dass der Wirtschaftsstandort Deutschland vor großen Herausforderungen steht", teilte Kornelius weiter mit.
Der technologische Wandel, die Veränderung in der Demografie und die vielfältigen Krisen in der Welt zwingen zu entschlossenen Schritten für mehr Wachstum und neue Wertschöpfung.
Stefan Kornelius, Regierungssprecher
Gleichzeitig hätten alle Seiten anerkannt, "dass die Sozialsysteme reformiert und die Bürokratielast verringert werden müssen".
Die Bundesregierung und Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern sind zu Gesprächen über Reformen im Kanzleramt zusammengekommen. Felix Hinterleitner mit einer Einschätzung.
10.06.2026 | 1:13 minBemühungen, Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu verbessern
Einigkeit habe auch darüber bestanden, "dass weitere Schritte zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Verbesserung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes zügig und entschlossen angegangen werden müssen", erklärte der Regierungssprecher weiter. Dazu gehörten auch die Bemühungen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu verbessern, "etwa durch die Senkung von Energiekosten und die steuerliche Entlastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern".
Die IG-Metall-Chefin Christiane Brenner sagte der Deutschen Presse-Agentur nach dem Treffen: "Sie sehen mich gut gelaunt." Näher wollte sie sich direkt nach den Beratungen nicht äußern. Die teilnehmenden Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften hatten im Vorfeld angekündigt, sich voraussichtlich erst am Donnerstag zu äußern.
Die deutsche Wirtschaft steckt in einer langen Schwächephase. Ziel von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken. Entscheidungen zu den geplanten Reformen wollen CDU, CSU und SPD nach dem bisherigen Zeitplan bei einem Koalitionsausschuss am 1. Juli treffen.
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