AfD-Jugendorganisation NRW ist rechtsextremer Verdachtsfall

"Hohes Maß an personeller Kontinuität":AfD-Jugendorganisation NRW ist rechtsextremer Verdachtsfall

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Die AfD-Jugendorganisation in NRW ist als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden. Laut Verfassungsschutz setzt sie die Linie der früheren Jungen Alternative fort.

Symbolbild: Auf einem Smartphone wurde der Instagram-Account der "Generation Deutschland" Nordrhein-Westfalen (GD NRW) aufgerufen. Dahinter wurde die Website vom Bundesamt für Verfassungsschutz aufgerufen.

Die im Januar gegründete Generation Deutschland NRW folge nach Bekundungen von Führungspersonen der Agenda der früheren Jungen Alternative NRW (Symbolbild).

Quelle: imago

Die neu gegründete AfD-Jugendorganisation in Nordrhein-Westfalen ist vom NRW-Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden. Das teilte das Landesinnenministerium mit. Im Kern handele es sich beim NRW-Verband der Generation Deutschland (GD NRW) um die Vorgängerorganisation - nur mit neuem Namen, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU).

Es bestünden "gewichtige Anhaltspunkte" dafür, dass es sich bei der Generation Deutschland NRW de facto um eine Fortführung des Personenzusammenschlusses Junge Alternative NRW (JA NRW) handele, der sich im März 2025 formell aufgelöst hatte. Auch die Junge Alternative NRW war vom Landesverfassungsschutz 2023 als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden.

ARCHIV - 04.02.2014, Nordrhein-Westfalen, Köln: Das Bundesamt für Verfassungsschutz.

Vom Verdachtsfall zur gesichert rechtsextremistischen Bestrebung - diese Hochstufung der AfD ist vorerst unzulässig. Bis zum endgültigen Beschluss wird es wohl noch dauern.

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Reul: Neues Label hält nicht vom Inhalt ab

Die im Januar gegründete Generation Deutschland NRW folge nach Bekundungen von Führungspersonen der Agenda der früheren Jungen Alternative NRW, so das Innenministerium. "Darüber hinaus gibt es ein hohes Maß an personeller Kontinuität in den Führungspositionen der JA NRW und der GD NRW."

Wer glaubt, mit der Generation Deutschland hätte sich was geändert, täuscht sich.

Herbert Reul (CDU), Innenminister Nordrhein-Westfalen

"Unsere Sicherheitsbehörden wissen sehr genau, mit wem sie es zu tun haben, und lassen sich durch ein neues Label nicht vom Inhalt ablenken", erklärt Reul weiter.

Warum der Verfassungsschutz die Gruppe beobachtet

Laut dem NRW-Verfassungsschutzgesetz besteht bei Vorliegen von tatsächlichen Anhaltspunkten für den Verdacht auf verfassungsfeindliche Bestrebungen die gesetzliche Pflicht zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Diese Voraussetzungen seien wie bei der Vorgängerorganisation auch bei der Generation Deutschland NRW gegeben.

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Die Einstufung der Jungen Alternative als rechtsextremistischer Verdachtsfall hatte der NRW-Verfassungsschutz seinerzeit damit begründet, dass der Landesverband ideologisch auf einen Kurs eingeschwenkt sei, der durch ein "völkisch-ethnisches Volksverständnis und Fremdenfeindlichkeit" geprägt gewesen sei. Insbesondere sei es darum gegangen, Menschen mit Migrationsbiografie und Muslime auszugrenzen und verächtlich zu machen.

JA-Auflösung erfolgte im Frühjahr 2025

Die Junge Alternative hatte sich im Frühjahr 2025 bundesweit aufgelöst, die Nachfolgeorganisation Generation Deutschland ist sehr viel enger an die AfD angebunden.

Die Junge Alternative war ein eigenständiger Verein. Das gilt nicht für die Generation Deutschland. Weil die Parteijugend nun Teil der Partei ist - nur AfD-Mitglieder können in der GD sein - gibt es vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) keine eigene Einstufung der Nachwuchsorganisation mehr. Sie wird somit als Teil der Gesamtpartei vom BfV als rechtsextremistischer Verdachtsfall bearbeitet.

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 06.03.2026 um 14:00 Uhr.

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