Vorfall in der Nähe des Weißen Hauses:Washington D.C.: Schüsse auf zwei Nationalgardisten
von Katharina Schuster, Washington D.C.
In der Nähe des Weißen Hauses in Washington sind Schüsse auf Nationalgardisten gefallen. Sie befinden sich "in kritischem Zustand", so FBI-Chef Patel. Was bislang bekannt ist.
Vor dem Weißen Haus schießt ein Mann gezielt auf zwei Nationalgardisten. Das FBI ermittelt, Trump reagiert mit einem erhöhten Einsatz von Nationalgardisten in der Hauptstadt.
27.11.2025 | 1:15 minIn Washington D.C. ist am Mittwochnachmittag (Ortszeit) auf zwei Soldaten der Nationalgarde geschossen worden. Es handelt sich um Personen aus West Virginia, wie Patrick Morrisey, Gouverneur des US-Bundesstaates, auf X bekannt gab.
Am Nachmittag äußerte sich FBI-Direktor Kash Patel gegenüber Reportern. Er sprach von einem "schrecklichen Gewaltakt" und erklärte, beide Opfer befänden sich weiterhin "in kritischem Zustand" und würden mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus behandelt.
Zuvor hatte Gouverneur Morrisey erklärt, dass die beiden Nationalgardisten vermutlich tot seien, teilte dann jedoch auf X mit, dass es "widersprüchliche Berichte" über ihren Gesundheitszustand gebe.
X-Post von Patrick Morrisey
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Der mutmaßliche Täter wurde in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei der US-Hauptstadt mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP wurde die Person ebenfalls angeschossen, schwebte aber nicht in Lebensgefahr.
X-Post der Metropolitan Police
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Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Nach dem Angriff auf zwei Nationalgardisten in Washington schwindet in den USA die Vorfreude auf Thanksgiving. Viele befürchten Einschränkungen beim Festtagsreiseverkehr.
27.11.2025 | 0:16 minFBI-Direktor: "Angelegenheit der nationalen Sicherheit"
Das FBI übernahm die Ermittlungen, wie FBI-Chef Patel auf X bekannt gab.
X-Post von FBI-Chef Kash Patel
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Bei der Pressekonferenz in Washington D.C. betonte Patel, dass man "alle Kräfte der Strafverfolgungsbehörden auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene mobilisiert" habe, um die Verantwortlichen aufzuspüren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Da es sich um einen Angriff auf Bundesbedienstete handle, werde der Fall "als Angriff auf einen Bundesbeamten" auf Bundesebene geführt, so Patel weiter.
Dies ist eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit.
Kash Patel, FBI-Direktor
Was über den Vorfall bekannt ist
Ort der Schüsse: Die Schüsse fielen nur wenige Häuserblocks vom Weißen Haus entfernt. US-Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls nicht dort auf. Wegen des US-Feiertags Thanksgiving am Donnerstag befand er sich auf seinem Golfplatz in Florida.
Statement des US-Präsidenten: Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: "Gott segne unsere großartige Nationalgarde und alle unsere Militär- und Strafverfolgungsbehörden."
ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen sagte zu den Äußerungen Trumps im Zusammenhang mit dem Vorfall: "Er hat klar gemacht, auch wenn der Täter jetzt schwer verletzt ist, wird er noch einen sehr, sehr hohen Preis bezahlen. Er hat ihn als "Animal", als Tier bezeichnet."
Hintergrund der Tat:
Aber wir wissen eben noch nicht, ob es politische Hintergründe bei dieser Tat gibt.
Elmar Theveßen, ZDF-Studioleiter in Washington D.C.
Die Einschätzung von ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.
26.11.2025 | 3:45 minHegseth: 500 weitere Nationalgardisten für Washington
Als Reaktion auf die Schüsse beorderte die Trump-Regierung weitere 500 Nationalgardisten nach Washington. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Mittwochabend (Ortszeit), Trump habe ihn angewiesen, die zusätzlichen Kräfte zu entsenden.
Derzeit sind laut der jüngsten Regierungsmitteilung 2.188 Soldaten der gemeinsamen Einsatztruppe in der Stadt stationiert. Trump hatte sie im August in die Hauptstadt beordert und begründete dies mit einer angeblich ausufernden Kriminalität.
Kriminalitätsstatistiken stützen diese Darstellung nicht. Zwar stellen Gewaltverbrechen, häufig im Zusammenhang mit Drogenhandel weiterhin ein Problem dar. Dennoch: Die Gewaltverbrechen sind 2025 deutlich zurückgegangen. Die Mordrate befindet sich auf einem 30-Jahres-Tief.
ZDFheute Infografik
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Eine Bundesrichterin erklärte den Einsatz der Nationalgarde jüngst für nicht rechtens und ordnete an, diesen zu beenden. Sie setzte ihre Entscheidung jedoch für drei Wochen aus, damit die Trump-Regierung in Berufung gehen kann.
Die militärische Präsenz in der US-Hauptstadt ist illegal – so die Entscheidung einer Richterin. Präsident Trump hatte die Truppen im August nach Washington D.C. beordert.
21.11.2025 | 0:22 minNationalgarden sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt.
In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Für Washington D.C. bestehen Sonderregeln.
Katharina Schuster ist Reporterin im ZDF-Studio in Washington D.C.
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