Trump droht Iran mit "wirtschaftlichem D-Day"

Teheran zeigt sich unbeeindruckt:Trump droht Iran mit "wirtschaftlichem D-Day"

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US-Präsident Donald Trump steht wegen ausbleibender Erfolge im Iran-Krieg innenpolitisch unter Druck. Nun droht er Teheran mit einer verheerenden Wirtschaftsoperation.

US-Präsident Donald Trump spricht

US-Präsident Donald Trump will Iran wirtschaftlich unter Druck setzen.

Quelle: AP

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump Iran mit einem beispiellosen "Wirtschaftskrieg" gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social.

Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die von Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.

Thomas Münten | ZDF-Reporter in Istanbul

"Sowohl Donald Trump als auch Iran sagen, es gibt keine Verhandlungen", berichtet ZDF-Reporter Thomas Münten. Während Trump mit einem Angriff droht, bleibt die Straße von Hormus geschlossen.

19.08.2026 | 3:24 min

Iran unbeeindruckt von Trumps Drohungen

Medien in Iran reagierten unbeeindruckt auf Trumps neue Drohung. Der Republikaner habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloß als übliche "psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne" zu verstehen.

Die Nachrichtenagentur Tasnim schrieb ebenfalls, dies sei "keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Iran zu unterbinden". Iran habe jedoch "gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert".

Zweieinhalb Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA steht Trump innenpolitisch stark unter Druck - auch weil er in seinem Krieg gegen Iran seit Wochen keine offensichtlichen Erfolge für sich verbuchen kann. Weder auf diplomatischer noch auf militärischer Ebene scheint es in seinem Sinne voranzugehen. Nicht nur bei den Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Handelsschiffe vor Kriegsbeginn noch ungehindert passieren konnten, zeigte sich Teheran unbeeindruckt von den regelmäßigen Drohgebärden des Republikaners.

US-Präsident verspricht "Maßnahmen historischen Ausmaßes"

Immer wieder legt Trump mit Drohungen gegen die Führung der Islamischen Republik nach - und auch dieses Mal wählte er scharfe Worte. So sprach er von "Maßnahmen historischen Ausmaßes" und der "verheerendsten Wirtschaftsoperation", die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. Sein mit Superlativen gespicktes Vorhaben verglich er mit einem "wirtschaftlichen D-Day" für Iran.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft im Zweiten Weltkrieg.

David Sauer | ZDF-Korrespondent in Washington

"Soweit wir wissen, wird aktuell nicht verhandelt", berichtet David Sauer über die Lage zwischen Iran und den USA. Trump habe sogar wissen lassen, dass nicht einmal mehr gesprochen werde.

19.08.2026 | 3:09 min

Umsetzung der Maßnahmen unklar

Schon seit längerem gelten Sanktionen der USA gegen Iran. Nun scheint Trump diese noch mal ausweiten zu wollen. "Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen - all das muss sofort gestoppt werden", schrieb Trump weiter.

Wie genau der US-Präsident die Führung in Teheran in die Knie zwingen will, blieb zunächst aber offen. Ebenso die Frage, welche Konsequenzen Ländern drohen, die den Iran "unterstützen". Damit könnten vor allem Staaten wie China gemeint sein, die weiterhin iranisches Öl beziehen. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle des islamistischen Machtapparats in Iran.

US-Präsident Donald Trump vor einer Karte der Straße von Hormus

Trump behauptet, im Krieg gegen Iran sei die Straße von Hormus offen und will sie zu US-Territorium machen. Iran widerspricht. ZDFheute live zur aktuellen Lage und wie es weitergeht.

19.08.2026 | 40:23 min

Unterdessen berichtete das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei US-Beamte, das amerikanische Militär habe einen Schifffahrtskorridor für die Ein- und Ausfahrt aus der Straße von Hormus eingerichtet, um den Transport von täglich mehreren Millionen Barrel Öl zu ermöglichen. Seit einigen Wochen passierten jede Nacht 15 bis 20 Tanker die Meerenge über eine südliche Route entlang der Küste des Omans, hieß es. Jeden Tag gelangten so rund zehn Millionen Barrel Öl - etwa die Hälfte des Volumens aus der Zeit vor dem Krieg - auf den globalen Energiemarkt.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem die ZDFheute live vom 19.08.2026 ab 19:30 Uhr und das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 19.08.2026 ab 05:30 Uhr.

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