Als "Schadenersatz":Trump fordert eine Milliarde Dollar von Harvard University
US-Präsident Trump hat einen "Schadenersatz" in Milliardenhöhe von der Elite-Uni Harvard gefordert. Hintergrund ist der Rechtsstreit um eingefrorene Fördergelder.
Eine Milliarde Dollar soll die Elite-Universität Harvard an die US-Regierung zahlen. Das hat US-Präsident Trump gefordert. Harvard missbrauche staatliche Fördermittel, behauptete Trump.
03.02.2026 | 0:37 minUS-Präsident Donald Trump legt im Streit mit der Elite-Universität Harvard nach. Seine Regierung verlange eine Milliarde US-Dollar (846 Millionen Euro) Schadenersatz von der Hochschule und wolle künftig keinerlei Beziehungen mehr zu ihr unterhalten, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der US-Regierung und der Hochschule um eingefrorene Bundeszuschüsse. Trump warf Harvard schweres Fehlverhalten und Antisemitismus vor.
Konkrete Belege für angebliche strafbare Handlungen nannte Trump nicht. Zugleich griff er den Universitätspräsidenten Alan Garber persönlich an und machte ihn für den Umgang mit dem Konflikt verantwortlich.
Andauernder Konflikt zwischen Hochschulen und US-Regierung
Der Konflikt ist Teil einer größeren Auseinandersetzung zwischen der Trump-Regierung und mehreren Spitzenuniversitäten. Das Weiße Haus wirft Teilen der Hochschullandschaft eine linksliberale Ausrichtung sowie unzureichende Maßnahmen gegen Antisemitismus vor und versucht zugleich, über Fördermittel politischen Einfluss auszuüben.
Die Harvard-Uni solle degradiert werden, damit sie nicht mehr leisten könne, was sie für die amerikanische Gesellschaft tue, so die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook.
23.05.2025 | 15:42 minWährend sich manche Universitäten wie die Columbia University dem Druck der US-Regierung beugten, wehren sich andere Hochschulen mit juristischen Mitteln.
Harvard wehrt sich vor Gericht
Harvard war dabei besonders unter Druck geraten. Der Universität waren zeitweise staatliche Forschungsgelder in Höhe von zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) entzogen worden, ein Bundesgericht erklärte dies jedoch für rechtswidrig und ordnete die Freigabe der Mittel an.
- Elite-Uni verklagt US-Regierung: Harvard bietet Trump die Stirn
Ein US-Bundesgericht hat Trumps Streichung von Forschungsgeldern für die Harvard-Universität gekippt. Die Richterin bezeichnete den Vorgang als gezielt ideologisch.
04.09.2025 | 0:23 minAnlass der neuen Eskalation ist ein Bericht der "New York Times" über den Streit zwischen Regierung und Universität, den Trump als "völlig falsch" bezeichnete.
Demnach hat die Regierung in laufenden Gesprächen ihre ursprüngliche Forderung nach einer Zahlung von 200 Millionen US-Dollar (knapp 170 Millionen Euro) fallen gelassen. Ziel der Verhandlungen sei weiterhin, Änderungen an der Hochschulpolitik durchzusetzen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
Trump kündigt rechtliche Schritte gegen "New York Times" an
Trump erklärte dagegen, ursprünglich sei es um deutlich höhere Summen gegangen, und sprach von mehr als 500 Millionen Dollar. Zugleich kündigte er rechtliche Schritte gegen die "New York Times" an.
Wir werden bald sehen, wie ich in meiner Klage gegen diese Betrüger abschneide.
Donald Trump, US-Präsident
Harvard äußerte sich zunächst nicht zu Trumps jüngsten Vorwürfen. Im April 2025 hatte die Universität über Anwälte entsprechende Anschuldigungen zurückgewiesen.
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