Serbien-Wahl 2026: Vucic gesteht Niederlage bei Parlamentswahl ein

Hohe Wahlbeteiligung:Parlamentswahl in Serbien: Vucic gesteht Niederlage ein

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Aleksandar Vucic hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Serbien seine Niederlage eingeräumt. Die oppositionelle Studentenliste habe die Wahl gewonnen, sagte Vucic.

Der ehemalige serbische Präsident Aleksandar Vučić steht bei den serbischen Parlamentswahlen 2026 in einem Wahllokal in der Schlange.

Räumt seine Niederlage bei der Parlamentswahl in Serbien ein: Aleksandar Vucic.

Quelle: action press / Alexander Ryumin

Nach der Parlamentswahl in Serbien hat der langjährige Präsident Aleksandar Vucic die Niederlage seiner seit vielen Jahren herrschenden Fortschrittspartei eingeräumt. Zwar lägen noch keine endgültigen Ergebnisse vor, auf Basis von Hochrechnungen sei jedoch klar, dass seine Partei die Wahl verloren habe, sagte Vucic. Die oppositionelle Studentenliste habe die Wahl gewonnen, sagte Vucic in einer Ansprache vor seinem Wahlkampfstab in Belgrad unter Berufung auf eine Projektion der Ergebnisse.

In den Straßen der serbischen Hauptstadt Belgrad brach Jubel aus. Autokorsos rasten hupend durch die Stadt. Vor einem Kaufhaus im Zentrum von Belgrad feierten hauptsächlich junge Menschen ausgelassen.

Ein Cut-Out von Aleksandar Vučić, dahinter Protestierende mit Pyrotechnik und Serbien-Flaggen.

Serbien wählt ein neues Parlament. Nach fast zwei Jahren Protest fordert die Studentenbewegung Vučić erstmals ernsthaft heraus. Wie groß ist ihre Chance? ZDFheute live analysiert.

25.10.2026 | 28:06 min

Parlamentswahl in Serbien: Millionen zur Stimmabgabe aufgerufen

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Serbien zeichnete sich bereits früh eine ausgesprochen hohe Wahlbeteiligung ab. Bis 13:00 Uhr gaben bereits 41,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, berichtete die unabhängige Wahlforschergruppe CRTA. Bei der letzten Parlamentswahl im Dezember 2023 waren es zum selben Zeitpunkt 26,6 Prozent der Wahlberechtigten gewesen.

Rund 6,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren offiziellen Angaben zufolge dazu aufgerufen, die 250 Abgeordneten der Volksversammlung (Skupstina) zu wählen. Umfragen sagten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) des Langzeitherrschers Aleksandar Vucic und der Liste "Die Studenten siegen" der neuen Studentenbewegung voraus.

Nach Protesten: Vucic rief Neuwahlen aus

Vucic hatte die Neuwahlen im September ausgerufen. Dem Urnengang waren fast zweijährige Proteste gegen mutmaßliche Korruption und zunehmenden Autoritarismus vorausgegangen.


Auslöser der Demonstrationen war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad im Jahr 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Die Studentenbewegung hatte seitdem massiv an Rückhalt in der Bevölkerung gewonnen und sich zur größten Bedrohung für Vucic entwickelt, der 2014 zunächst Ministerpräsident und 2017 Präsident des Landes wurde.

Der ehemalige serbische Präsident Aleksandar Vučić, Kandidat der Serbischen Fortschrittspartei (SNS) für das Amt des Ministerpräsidenten, gibt am 25. Oktober 2026 in einem Wahllokal in Belgrad seine Stimme bei den vorgezogenen Parlamentswahlen des Landes ab.

Heute ist die Parlamentswahl in Serbien. Die Beteiligung ist in den ersten Stunden mehr als doppelt so hoch wie 2023. Auch Vučić stand fast zwei Stunden mit seiner Frau an.

25.10.2026 | 1:00 min

Quelle: Reuters, AFP, dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa das heute journal am 25.10.2026 ab 21:45 und ZDFheute live am 25.10.2026 ab 12:30 Uhr.

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