Rund um Gasfeld im Schwarzen Meer:Rumänien meldet Zerstörung einer Sprengstoff-Drohne
Rumäniens Verteidigungsminister erklärt, dass die Marine des Nato-Landes eine mit Sprengstoff beladene Drohne zerstört habe. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.
Kampfjets des Typs F-16: Flugzeuge dieser Art sollen eine Marine-Drohne in Rumänien abgeschossen haben.
Quelle: APEin rumänisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 hat nach Angaben der Regierung in Bukarest am Donnerstag eine mit Sprengstoff beladene Marine-Drohne zerstört. Die Drohne sei mehrere hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt getroffen worden, teilte Verteidigungsminister Radu Miruta bei Facebook mit.
Sie sei "mit Sprengstoff beladen" gewesen und stamme nicht aus der Ukraine.
Die Bedrohung durch Drohnen bleibt nach wie vor hoch, so Sicherheitsexperte Wiegold. In ihrer Bekämpfung sei die Detektion der Flugkörper der erste und wichtigste Schritt.
18.08.2026 | 4:41 minPräsident macht Russland verantwortlich
Der rumänische Präsident Nicosur Dan machte Russland verantwortlich und verurteilte im Onlinedienst X die "Eskalation solcher verantwortungslosen Zwischenfälle durch die Russische Föderation aufs Schärfste".
Der Einsatz des rumänischen Kampffliegers sei ein "Rennen gegen die Zeit" gewesen, um das Leben der Arbeiter auf der Offshore-Plattform zu schützen, fügte er hinzu. Nach Angaben der Regierung in Bukarest arbeiten derzeit hunderte Menschen auf dem Gasfeld, dessen Inbetriebnahme für 2027 vorgesehen ist.
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig fordern die Grünen einen Drohnen-Gipfel im Kanzleramt. Innenminister Dobrindt werfen sie Symbolpolitik vor.
20.08.2026 | 0:25 minDrohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern
In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Ländern der Nato gegeben. Rumänien registrierte seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast viereinhalb Jahren mehrfach Drohnenüberflüge und auch Abstürze auf seinem Staatsgebiet.
Auch Polen und die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle. Zuletzt hatte außerdem der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen Besorgnis ausgelöst.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen prangerte eine "eskalierende Drohkampagne" gegen die Mitgliedstaaten der Nato an. Die "hybride Kriegsführung" verunsichere die Bürgerinnen und Bürger der EU und ziele darauf ab, "unsere Union zu spalten", schrieb von der Leyen in Onlinediensten. Wen sie für den jüngsten Vorfall in Rumänien verantwortlich macht, erläuterte sie dabei nicht.
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff und Zünder präparierten Drohne auf dem Leipziger Flughafen läuft die Suche nach Tätern und Drahtziehern. Die fliegende Bombe wurde eher zufällig entdeckt.
18.08.2026 | 9:34 minNachbarländer der Ukraine alarmiert
Angesichts des heftigen Beschusses von Kiew durch Russland sind aktuell mehrere Nachbarländer der Ukraine alarmiert. Die polnische Nachrichtenagentur Pap berichtete, polnische und andere Nato-Militärflugzeuge seien entsandt worden, um den polnischen Luftraum zu bewachen.
Schon vor dem aktuellen Vorfall teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit, dass eine nicht näher identifizierte Drohne in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine abgestürzt sei und Feuer gefangen habe.
In der Nacht zum Donnerstag seien zwei spanische Kampfjets, die sich ohnehin zu einem Einsatz in Rumänien befunden hätten, losgeschickt worden, um mehrere "Luftziele" im Grenzgebiet zu beobachten, teilte das rumänische Ministerium mit.
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