Ex-Präsident Obama äußert sich zu Trumps umstrittenem Affen-Video

"Keinerlei Scham":Obama äußert sich zu Trumps umstrittenem Affen-Video

|

Ex-US-Präsident Obama hat sich erstmals zu einem von Trump verbreiteten Video geäußert, in dem er als Affe dargestellt wurde. Obama warnte vor Folgen für die Republikaner.

US-Präsident Donald Trump hört bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu.

Eine rassistische Abbildung von Barack und Michelle Obama auf seinem "Truth Social"-Profil hat Kritik an US-Präsident Trump ausgelöst. Dieser weist die Schuld einem Mitarbeiter zu.

07.02.2026 | 0:18 min

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals über ein von Amtsinhaber Donald Trump veröffentlichtes Video geäußert, das ihn und seine Ehefrau Michelle als Affen verunglimpfte.

Obama beklagte dabei am Samstag in einem Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen fehlende "Scham" und fehlenden "Anstand" in der Politik. Die meisten US-Bürger würden ein solches Verhalten als "zutiefst verstörend" empfinden.

Donald Trump spricht mit Barack Obama während einer staatlichen Trauerfeier für den ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter

Auf Trumps "Truth Social"-Account war eine rassistische Abbildung von Barack und Michelle Obama gepostet worden.

Quelle: AFP

Obama: Politische Folgen für Republikaner

"Es gibt so eine Art Clown-Show auf den sozialen Netzwerken und im Fernsehen", sagte Obama, ohne Trump beim Namen zu nennen.

Es scheint keinerlei Scham mehr darüber bei Menschen zu geben, die einst dachten, dass es Anstand, einen Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt geben sollte, richtig?

Barack Obama, Ex-US-Präsident

Das sei verloren gegangen, sagte der US-Präsident der Jahre 2009 bis 2017.

Der Demokrat sagte voraus, dass ein solches Verhalten Trumps Republikanern bei den Kongress-Zwischenwahlen im November schaden werde.

Letztlich wird die Antwort vom amerikanischen Volk kommen.

Barack Obama, Ex-US-Präsident

Donald Trump und Jeffrey Epstein.

Der Fall Epstein wird zum Problem für Donald Trump. Welche Konsequenzen der US-Präsident fürchtet, analysiert US-Journalist Erik Kirschbaum bei ZDFheute live.

19.07.2025 | 12:52 min

Rassismus-Vorwurf gegen Trump

Das fragliche Video war am 5. Februar auf Trumps Nutzerkonto bei seiner Onlineplattform Truth Social veröffentlicht worden. In dem Video ging es um vermeintliche Beweise für Manipulation bei der Präsidentschaftswahl 2020, die Trump gegen den Demokraten Joe Biden verloren hatte.

Am Ende des Videos sind kurz die lachenden Köpfe von Michelle und Barack Obama auf Affenkörpern zu sehen. Der erste afroamerikanische Präsident der US-Geschichte und seine Ehefrau tanzten darin vor einer Dschungel-Kulisse.

Trump

Nach dem Einsatz der Einwanderungspolizei ICE wird Trump Machtmissbrauch vorgeworfen und seine Umfragewerte sinken. Mit neuen Vorstößen wie zur Wahlrechtsänderung sorgt er erneut für Kritik.

07.02.2026 | 1:36 min

Das Video sorgte für einen Aufschrei der Empörung, Trump wurde Rassismus vorgeworfen. Auch Parteifreunde des rechtspopulistischen Präsidenten kritisierten das Video scharf. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach zunächst von "gespielter Empörung", bevor das Weiße Haus das Video entfernte und erklärte, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht". Trump beteuerte später, er habe "nur den ersten Teil angesehen und nicht das ganze Video".

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete die Xpress im Beitrag "Obama-Post: Trump verweigert Entschudligung" am 07.02.2016 um 10:02 Uhr.

Mehr zu Barack Obama

  1. US-Präsident Donald Trump

    Ablenkung von Epstein-Akten?:Trump teilt Fakevideo von Obama-Festnahme

    mit Video12:52

  2. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama spricht, während er am 10. Oktober 2024 in Pittsburgh, Pennsylvania, für die US-Vizepräsidentin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris wirbt.

  3. Barack Obama

    Früherer US-Präsident:Obama ruft zu Widerstand gegen Trump auf

    mit Video2:26

  4. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen an einem Buchgespräch im The Anthem in Washington, DC teil.

    Obama bei Buch-Tour von Merkel:"Sie war immer besorgt, dass ich wütend bin"