US-Staatsanwalt: Schütze von Minneapolis handelte aus Hass

Tödliche Schüsse in Minnesota:US-Staatsanwalt: Schütze handelte aus Hass

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Zwei Kinder sterben durch Schüsse in Minneapolis, viele weitere werden verletzt. Die US-Behörden gehen von einem Hassverbrechen aus - und sehen den Terrorverdacht erhärtet.

Menschen gedenken der Opfer des Schussangriffes auf einen Schulgottesdienst in Minneapolis.

FBI-Ermittlungen weisen auf einen von Hass motivierten Akt von Inlandsterrorismus hin.

Quelle: AFP

Die Staatsanwaltschaft geht nach den tödlichen Schüssen auf Kinder im Umfeld einer katholischen Schule in der US-Stadt Minneapolis davon aus, dass die tatverdächtige Person Kinder leiden sehen wollte.

Sie sei von der Idee besessen gewesen, Kinder zu töten, sagte der zuständige Staatsanwalt. Man werte derzeit zahlreiche Notizen aus, die man sichergestellt habe.

Eine Mutter und ihr Kind gedenken der Opfer eines Schulattentats in Minneapolis

In Minneapolis ist der Opfer des Attentats gedacht worden. Während eines Gottesdienstes waren am Mittwoch zwei Kinder getötet und 17 weitere Menschen verletzt worden.

28.08.2025 | 0:21 min

FBI: Terrorverdacht erhärtet

Die US-Bundespolizei FBI sieht unterdessen den Terrorverdacht erhärtet. Bei den Ermittlungen gesammelte Beweise wiesen auf einen von Hass motivierten Akt von Inlandsterrorismus hin, schrieb FBI-Chef Kash Patel auf der Online-Plattform X.

So habe sich der Schütze in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geäußert. Auch habe er Hass gegen Juden geäußert und zu Gewalt gegen sie aufgerufen, unter anderem mit Verweis auf den Holocaust.

Patel bestätigte auch frühere Angaben, wonach auf einem der Gewehrmagazine ein Aufruf zu Gewalt gegen US-Präsident Donald Trump gestanden habe.

X-Post des FBI-Direktors

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Staatsanwalt: geballter Hass auf viele Gruppen

Die Staatsanwaltschaft sieht bei der tatverdächtigen Person auch einen geballten Hass auf viele Gruppen: Schwarze, Mexikaner, Christen und Juden. Ihr Herz sei voller Hass gewesen.

Nur für eine Gruppe habe sie wohl Bewunderung gehabt: Massenmörder und Amokläufer an Schulen. Ermittler stellten laut Polizei 116 Patronen am Tatort sicher.

Nationalgarde in Washington

US-Präsident Trump will das Land nach seinen Vorstellungen umbauen. Mit der unabhängigen Notenbank FED liegt er wegen der Zinspolitik über Kreuz – und gleichzeitig plant er, die Nationalgarde in immer mehr Städte zu entsenden.

27.08.2025 | 2:37 min

Angriff während Schulgottesdienst

Während eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota im Norden der Vereinigten Staaten hatte die tatverdächtige Person am Mittwochmorgen durch die Fenster einer Kirche auf Kinder geschossen.

Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Darüber hinaus wurden nach neusten Angaben der Stadt 15 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren und 3 Erwachsene über 80 Jahren verletzt.

Laut US-Heimatschutzministerin soll sich die tatverdächtige Person als Transperson bezeichnet haben. Transpersonen sind Menschen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen.

Der Polizeichef bestätigte auf der Pressekonferenz am Nachmittag (Ortszeit), dass die tatverdächtige Person vor ein paar Jahren ihren Namen geändert habe. US-Medien berichteten, dass der Person bei Geburt das männliche Geschlecht zugeschrieben wurde, sie sich aber als weiblich identifiziert habe.

Quelle: dpa, AP
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