Trump droht Musk: Keine Subventionen mehr für Tesla und Co.?

Retourkutsche aus Washington:Trump droht Musk: Keine Subventionen mehr?

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Im Streit um das geplante Haushaltsgesetz der Republikaner schießt Donald Trump gegen Elon Musk zurück. Man solle mal die Subventionen für dessen Unternehmen prüfen, fordert Trump.

Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Tech-Milliardär Elon Musk nimmt wieder an Schärfe zu. Trump drohte am Dienstag damit, die staatlichen Subventionen für den E-Auto-Hersteller Tesla und andere Musk-Unternehmen überprüfen zu lassen.

Er reagierte damit auf erneut scharfe Kritik Musks an dem vom Präsidenten vorgelegten neuen Steuer- und Ausgabengesetz, das derzeit im US-Senat festhängt.

Trump: Ohne Unterstützung müsste "Musk seinen Laden dichtmachen"

"Vielleicht sollte die Effizienzbehörde Doge einmal die staatliche Unterstützung für Musks Konzerne genau unter die Lupe nehmen", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Elon bekommt möglicherweise mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte, bei Weitem.

Donald Trump, US-Präsident

Ohne diese Unterstützung müsste Musk "wahrscheinlich seinen Laden dichtmachen" und nach Südafrika zurückkehren. "Keine Raketenstarts, Satelliten oder Elektroauto-Produktion mehr, und unser Land würde ein Vermögen sparen."

Zum Firmenimperium des aus Südafrika stammenden Musk gehören neben Tesla auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX und der Konzern hinter dem Satelliten-System Starlink.

Bildcollage von Donald Trump und Elon Musk

Musk und Trump - erst Verbündete, nun Rivalen? War ihr Streit nur die erste Runde in einem Machtkampf um Einfluss auf Wirtschaft, Social Media, Politik und sogar das All?

17.06.2025 | 43:53 min

Musk liebäugelt mit eigener Partei

Mit dem jüngsten Schlagabtausch setzte sich die Entfremdung zwischen Musk und Trump fort. Musk hatte Trumps Wahlkampf mit fast 300 Millionen Dollar unterstützt und leitete für die Regierung die neue und umstrittene Behörde für Regierungseffizienz Doge, eine Initiative zum Abbau von Bundesausgaben.

Musk hatte seine Kritik an Trumps Steuergesetzespaket am Montag verschärft und geschworen, jene Abgeordneten bei den Vorwahlen im kommenden Jahr zu Fall zu bringen, die das Paket unterstützen. Diese sollten sich "in Grund und Boden schämen", schrieb Musk.

Er argumentiert, das Gesetz erhöhe die Staatsverschuldung massiv. Die Auseinandersetzung hat bereits zu Kursschwankungen bei der Tesla-Aktie geführt und bei den Republikanern die Sorge geweckt, der Streit könne ihre Mehrheit bei den Kongresswahlen 2026 gefährden. Musk deutete an, selbst eine neue Partei gründen zu wollen, "die sich tatsächlich um die Menschen kümmert", wie er auf X schrieb.

Mehrheiten für Gesetz noch nicht sicher

Im US-Senat zeichnete sich weiterhin nicht ab, wann über Trumps Steuer- und Ausgabengesetz abgestimmt wird. Auch nach mehr als 18 Stunden war in der Nacht zu Dienstag (US-Ortszeit) in der Kongresskammer noch nicht absehbar, wann die vorangestellte Marathonsitzung über etliche Änderungsanträge ein Ende finden würde. Trump will eine Verabschiedung vor dem Nationalfeiertag am 4. Juli. Ob Trumps umstrittene Haushaltspläne die nötige Mehrheit erhalten, blieb unklar.

In dem Entwurf vorgesehen ist eine Verlängerung von Steuersenkungen aus Trumps erster Amtszeit. Darüber hinaus sollen zusätzliche Milliardenbeträge für das Militär, den Grenzschutz und Trumps Kampf gegen die Einwanderung sowie die Umsetzung anderer Wahlversprechen freigegeben werden. Im Gegenzug soll unter anderem bei der staatlichen Krankenversicherung für Ältere und Einkommensschwache sowie bei Lebensmittelhilfen und Klimaschutzmaßnahmen gespart werden.

Quelle: Reuters

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