Ozonloch so klein wie selten – warum Europas UV-Strahlung dennoch steigt

So klein wie selten seit 1990:Ozonloch über der Arktis geschrumpft – warum Europas UV-Strahlung trotzdem steigt

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Das Ozonloch über der Antarktis ist 2025 so klein gewesen wie selten seit den 90er Jahre. Das berichtet die Weltwetterorganisation (WMO). Dagegen hat die UV-Strahlung zugenommen.

Ozonloch über dem Südpol

Das Ozonloch über der Antarktis ist in diesem Jahr so klein wie selten seit Anfang der 90er Jahre. Trotzdem steigt die UV-Strahlung in Europa. Der Grund: weniger Wolken und längere Sonnenzeiten.

16.09.2026 | 0:34 min

Das Ozonloch über der Antarktis ist im Jahr 2025 so klein gewesen wie selten seit Anfang der 90er Jahre. Es sei das zweite Jahr in Folge, dass sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen, berichtet die Weltwetterorganisation (WMO).

WMO-Chefin Celeste Saulo sagte zum Weltozontag (16. September):

Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz. Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird.

Celeste Saulo, WMO-Chefin

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FCKW-Verbot als Erfolg

Die WMO führt den Erfolg auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Auf dieser Basis wurden schädliche Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. Diese hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt.

Ultraviolette Strahlung, kurz UV-Strahlung, ist ein Teil des Sonnenlichts, der für den Menschen nicht sichtbar ist. Man unterscheidet zwischen UV-A, UV-B und UV-C-Strahlen, die unterschiedliche Wellenlängen haben. Während UV-C vollständig von der Erdatmosphäre gefiltert wird und die Erdoberfläche nicht mehr erreicht, treffen UV-B und UV-A Strahlen auf die Erde. UV-Strahlen sind deshalb gefährlich, weil sie ungefiltert eine hohe Energie besitzen und dadurch in der Lage sind, Zellen und Gewebe zu schädigen.

Wie stark die UV-Strahlung ist, hängt vom Stand der Sonne ab. Dieser variiert nach Jahres- und Tageszeit sowie geografischer Breite - je näher am Äquator, desto stärker. Wasser, Schnee und Sand reflektieren UV-Strahlen, was sie zusätzlich verstärkt. Sowohl natürliche als auch künstliche UV-Strahlung aus dem Solarium erhöhen das Risiko für Erkrankungen der Haut und Augen.


Die Ozonschicht ist wichtig, weil sie Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Diese können zum Beispiel Hautkrebs verursachen.

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UV-Strahlung in Europa gestiegen

Auch über der Arktis deute der langfristige Trend auf eine Erholung der Ozonschicht hin, sagte Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen, der dpa. 2025 seien die Ozonwerte wegen anderer meteorologischer Phänomene über einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre gesunken. Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis - vielmehr gebe es dort vorübergehend eine Art Verdünnungseffekt.

In Teilen Europas habe die UV-Strahlung seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent zugenommen, heißt es in dem jährlichen WMO-Ozonbulletin. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe und die Sonnenscheindauer damit steige. "Angesichts dieser Entwicklung sind gezielte und wirksame Maßnahmen zum UV-Schutz von größter Bedeutung", heißt es weiter.

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02.09.2026

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Ozonloch über Antarktis klein wie selten seit 1990" am 16.09.2026 ab 9:22 Uhr.

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