Wetterdienst warnt vor Unwettern mit Orkanböen und Tornados

"Wetterlage hat es in sich":Orkanböen und Tornados möglich: DWD warnt vor Unwettern

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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Unwettern. Sturmböen werden erwartet, Tornados seien nicht ausgeschlossen. "Die Wetterlage hat es in sich", fasst ein Experte zusammen.

Starke Gewitter während einer starken Gewitterlage und laufender Warnung mit kräftigen Regenfällen am 02.06.2026 bei Essen, Nordrhein-Westfalen.

Es braut sich etwas zusammen: Der Wetterdienst empfiehlt, die Warnlage zu beobachten.

Quelle: Imago

Der Wetterdienst sieht schwere Gewitter kommen. Theoretisch seien sogar Orkanböen und Tornados möglich, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Es sei "dringend geboten, die Warnlage im Blick zu behalten".

Die heutige Wetterlage hat es in sich.

Thorsten Kaluza, DWD-Meteorologe

DWD-Meteorologe Thorsten Kaluza erklärt: "Ab dem Mittag entwickeln sich von Westen her teils kräftige Gewitter, die aufgrund der Windverhältnisse eine markante Eigendynamik entwickeln können". Was ist der Unterschied? Anders als bei einem normalen Sommergewitter seien diese Gewitter "dynamischer, organisierter und langlebiger", sagt der Meteorologe.

Hier warnt der DWD vor Sturm

ZDFheute Infografik

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Sturmböen bis zu 90 Stundenkilometern

Der Unterschied zeige sich vor allem bei den Windstärken: In Gewitternähe rechnet der DWD verbreitet mit Sturmböen bis zu 80 oder 90 Kilometern in der Stunde. "Prinzipiell ist auch die Voraussetzung für vereinzelte orkanartige Böen gegeben, sowie die Entwicklung von einzelnen kurzlebigen Tornados", teilt der DWD mit.

Özden Terli, Leonie Imhäuser, Dr. Katja Horneffer, Christa Orben

Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung.

03.06.2026 | 1:15 min

Wetterdienst: Warn-Apps im Blick behalten

"Dementsprechend ist dringend geboten, die Warnlage im Blick zu behalten", so der Meteorologe - etwa auf der Website des DWD sowie in den Warn-Apps. Dieser Rat gelte nicht nur, aber besonders bei Aktivitäten im Freien. "Beachten Sie auch die angegebenen Handlungsempfehlungen, um im Zweifelsfall ein besseres Gefühl für das Gefahrenpotenzial zu bekommen."

Schwere Gewitter über Deutschland

Nach einer Woche mit Temperaturen über 30 Grad sind bereits am vergangenen Wochenende Unwetter über Deutschland gezogen - mit Folgen auch für den ZDF-Fernsehgarten.

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Eine weitere Gefahrenquelle neben dem starken Wind ist Starkregen: Laut DWD können um die 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit vom Himmel kommen. Auch kleinkörniger Hagel mit rund zwei Zentimetern Durchmesser ist demnach möglich.

Hier warnt der DWD vor Gewittern

ZDFheute Infografik

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Unwetter werden zum Abend schwächer

Am Abend und in der ersten Nachthälfte werden die Gewitter den Angaben zufolge schwächer und ziehen nach Osten ab. An den Alpen sind Mengen um 30 Liter pro Quadratmeter bis Freitagmorgen möglich. Das sei zwar "potenziell warnwürdig", so der Meteorologe, "jedoch sind solche Mengen in dieser Region nicht so außergewöhnlich."

In Lagen über 2.000 Metern könne sogar noch etwas Schnee fallen. Der Wind lässt in der Nacht nach, nur im Bergland hält er länger an. Am Brocken gilt bis Freitag eine Sturmwarnung.

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Am Freitag soll es neben Schauern nur noch einzelne kurze Gewitter geben, insbesondere im Norden. Das Wochenende beginnt mit einer vorübergehenden Wetterberuhigung. Die Sonne zeigt sich häufiger und es wird wärmer.

Quelle: dpa
Über das Wetter berichteten die heute-Nachrichten am 03.06.2026 ab 19:00 Uhr sowie die heute-Nachrichten am 03.06.2026 ab 17:00 Uhr.

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