Zahlreiche Menschen erkrankt:Behörden in Frankreich warnen vor Trinken aus Gebirgsflüssen
Auch, wenn die Gewässer klar erscheinen, soll daraus nicht getrunken werden. Darauf machen die französischen Behörden aufmerksam, nachdem zahlreiche Menschen erkrankt sind.
Frankreich warnt Wanderer vor Wasser aus Gebirgsflüssen. In den Pyrenäen erkrankten mehrere Menschen nach dem Trinken aus Bächen und Seen und mussten in Kliniken gebracht werden.
22.07.2026 | 0:32 minDie Behörden in Frankreich warnen Wanderer vor dem Trinken von Wasser aus Gebirgsflüssen, nachdem etliche erkrankte Touristen per Hubschrauber in Kliniken gebracht werden mussten.
Vor einigen Tagen seien in den Pyrenäen zwei Gruppen mit insgesamt neun Wanderern, die Wasser aus Bächen und Seen getrunken hatten, mit massivem Brechdurchfall in die Klinik nach Tarbes geflogen worden, berichtete die Zeitung "Sud-Ouest". Tags zuvor seien zwei weitere Wanderer betroffen gewesen.
Solche Notfälle seien keineswegs eine Ausnahme, sagte der Leiter der örtlichen Bergrettung, Sébastien Abbadie, dem Sender Ici. "Wir haben jeden Tag Einsätze." 2025 habe es über 50 Notfälle nach dem Trinken von Gebirgswasser gegeben.
Man sollte dieses Wasser nicht trinken, um solche Einsätze zu vermeiden.
Sébastien Abbadie, Bergrettung
Laut dem Bericht der europäischen Umweltagentur, ist die Wasserqualität bei über 90 Prozent aller untersuchten Badeseen exzellent. Deutschland liegt auf Platz Sieben in Europa.
16.06.2026 | 0:24 minGebirgswasser kann schwere gesundheitliche Probleme verursachen
Denn auch wenn das Wasser der Gebirgsbäche klar und frisch erscheint, sei es nicht unbedingt trinkbar und könne schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, betonte die Präfektur der Hautes-Pyrénées. Gründe könnten Fäkalien von Tieren und menschliche Abfälle sein, die in den Gewässern landeten. Stattdessen sollten Wanderer auf sichere Wasserquellen wie Leitungswasser oder Wasser aus Flaschen zurückgreifen.
Dabei macht den Rettungskräften ein neues Phänomen zu schaffen: Die immer beliebter werdenden Filterflaschen würden offenbar von etlichen Touristen inzwischen als Hauptlösung für die Wasserversorgung während einer Wanderung genutzt und es werde kein Wasservorrat mitgenommen.
Niederländische Wasserversorgungsunternehmen fordern Grenzwerte für die Einleitung von Ewigkeitschemikalien in den Rhein. Deutschland hält sich bislang nicht an Vereinbarungen.
10.09.2024 | 2:18 minFilterflaschen nur im Notfall verwenden
Die Präfektur aber warnt: Das Verwenden von Filterflaschen zum Trinken von Wasser aus Gebirgsbächen oder -flüssen reiche nicht aus, um das aus der Natur entnommene Wasser zu reinigen. Touristen sollten für jede Stunde einer Wanderung einen halben Liter Trinkwasser verfügbar haben. Zum Nachfüllen ihrer Flaschen könnten sie die Wasserversorgung in Berghütten nutzen.
Auch der französische Wanderverein warnte wegen möglicher mikrobiologischer Verunreinigungen vor dem Trinken von Wasser aus der Natur. Filterflaschen sollten nur im Notfall verwendet werden, hieß es.
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