Thailand: Schüsse an Schule nahe Bangkok - Mehrere Tote

Thailand:Schüsse an Schule nahe Bangkok: Mehrere Tote

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Entsetzen in Thailand: Ein Schüler hat an einer Schule bei Bangkok sechs Menschen erschossen, berichtet die Polizei. Anschließend habe er die Waffe gegen sich selbst gerichtet.

In Thailand in der Provinz Nonthaburi stehen Krankenwagen vor einer Schule bereit, nachdem hier Schüsse gefallen waren.

An einer Schule nahe Bangkok sind bei einem Schusswaffenangriff mehrere Menschen getötet worden. Unter den Toten sollen auch Schüler sein.

07.08.2026 | 0:24 min

Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule nördlich von Bangkok sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Ein Schüler habe sechs Menschen erschossen und anschließend die Waffe gegen sich selbst gerichtet, sagte der Sprecher der nationalen Polizei, Oberstleutnant Trirong Phophan.

Einer Liste der örtlichen Behörden zufolge wurden mehr als 20 Menschen verletzt, mehrere davon schwer. Bei den meisten handelt es sich um Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren.

Der Vorfall ereignete sich am Morgen an der Debsirin Nonthaburi School in der Provinz Nonthaburi. Laut den Sicherheitskräften soll der mutmaßliche Täter tot in einem Klassenzimmer aufgefunden worden sein - nach der Tat habe er sich offenbar selbst erschossen. In seiner Tasche entdeckten die Ermittler große Mengen Munition.

Mobbing als Motiv?

Ersten Ermittlungen zufolge besuchte der mutmaßliche Täter die 9. Klasse. Er soll zuvor möglicherweise gemobbt worden sein. Andere Schüler hätten ihn regelmäßig verspottet und auch körperlich angegriffen, zitierte die Zeitung "Khaosod" die Behörden. Der Vorfall ereignete sich am Morgen (Ortszeit) an der Debsirin Nonthaburi School in der Provinz Nonthaburi.

Nach dem Angriff spielten sich dramatische Szenen ab. Unter den Schülern und Lehrern in dem Gebäude brach den Schilderungen zufolge Panik aus. Polizei, Rettungskräfte und Notärzte rückten mit einem Großaufgebot an. Schüler strömten aus dem Gebäude, während Verletzte in Krankenwagen gelegt wurden und sich weinende Lehrer umarmten.

Ein Schulmädchen weint vor ihrer Schule, an der Schüsse gefallen waren.

Unter den Schülerinnen, Schülern und Lehrern in dem Gebäude brach den Schilderungen zufolge Panik aus.

Quelle: dpa

Ein 18-jähriger Schüler berichtete, er habe zunächst an Feuerwerkskörper gedacht. "Ich dachte zuerst nicht, dass es eine Waffe ist", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Es gab viele Schüsse: peng, peng, peng. Dann wurde es still. Dann fing es wieder an.

Schüler der Debsirin Nonthaburi School

Ein Rettungssanitäter schilderte, wie sein Team noch während der Schüsse Verletzte mit Schusswunden versorgte. Sie hätten einen toten Lehrer in einem oberen Stockwerk und in einem anderen Raum eine schwer verletzte Lehrerin gefunden, die trotz Wiederbelebungsversuchen starb.

Waffe des Großvaters gestohlen

In der Wohnung der Familie des Täters wurden derweil zwei weitere Todesopfer gefunden - Berichten zufolge die Großeltern des Jungen, bei denen er aufgewachsen war. Er soll diese ebenfalls erschossen haben, mit der zuvor gestohlenen Waffe seines Opas. Der Vater werde von der Polizei vernommen, hieß es.

Der thailändische Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zeigte sich tief betroffen. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und äußerte sich erschüttert darüber, "dass ein solcher Vorfall in unserem Land passieren konnte". Thailändische Politiker forderten umgehend, die Waffengesetze im Land zu verschärfen und Bildungseinrichtungen besser zu sichern.

Bereits im Februar hatte ein 17-Jähriger im Süden Thailands eine Waffe aus dem Besitz der Polizei gestohlen und an einer öffentlichen Schule das Feuer eröffnet. Bei dem zweistündigen Angriff, bei dem der Täter zeitweise Menschen als Geiseln nahm, wurde ein Mensch getötet und zwei weitere wurden verletzt.

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Quelle: dpa, Reuters, AP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Tote nach Schüssen an Schule nahe Bangkok" am 07.08.2026 um 08:30 Uhr.

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