Nach Krebserkrankung:Hip-Hop-Legende Afrika Bambaataa mit 68 Jahren gestorben
US-Musiker Afrika Bambaataa ist am Donnerstag im Alter von 68 Jahren gestorben. Der Gründer der Musikgruppe Universal Zulu Nation gilt als einer der zentralen Pioniere des Hip-Hop.
Afrika Bambaataas Tod löst viele Beileidsmeldungen aus, die seinen Einfluss auf den Hip-Hop würdigen. Sein späteres Leben wurde von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs überschattet, die er bestritt.
10.04.2026 | 0:40 minDer US-Hip-Hop-Pionier und DJ Afrika Bambaataa ist nach Angaben seines ehemaligen Plattenlabels im Alter von 68 Jahren gestorben. "Mit seinem Tod denken wir über seine Beiträge zum Genre und zur breiteren Kultur nach, die bis heute nachwirken", erklärte Tommy Boy Records am Donnerstag in den sozialen Medien.
Der Rapper war vor allem für seinen Hit "Planet Rock" aus dem Jahr 1982 bekannt. Das Promi-Portal TMZ berichtete, Bambaataa sei am Donnerstag im US-Bundesstaat Pennsylvania an Komplikationen im Zusammenhang mit Krebs gestorben. Der Musiker war an Prostatakrebs erkrankt, wie sein Anwalt mitteilte. Sein Tod löste weltweit zahlreiche Beileidsbekundungen von Freunden, Familie und Fans aus. Seine Talentagentur Naf Management Entertainment teilte mit:
Hip-Hop wird ohne ihn nie mehr derselbe sein - aber alles, was Hip-Hop heute ist, ist ihm zu verdanken.
Mitteilung von Naf Management Entertainment
Tommy Boy Records zu Bambaataas Tod
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Bambaataa: Von Blockpartys in der Bronx bis an die Spitze des Hip-Hop
Bambaataa war als Lance Taylor in Sozialbauten im New Yorker Stadtteil Bronx in den USA geboren worden. Er begann seine Musikkarriere mit der Veranstaltung von Blockpartys. Früh ließ er sich von elektronischer Musik inspirieren. Bambaataa wuchs in einer Zeit in New York auf, die von Bandengewalt geprägt war. 1973 gründete er die Musikgruppe Universal Zulu Nation, die Hip-Hop nutzte, um friedliche Werte zu vermitteln.
Weggefährten drückten ihre Trauer über den Tod des Hip-Hop-Urgesteins aus. "Als Gründer der Universal Zulu Nation half Afrika Bambaataa dabei, die frühe Identität des Hip-Hop als globale Bewegung zu prägen, die in Frieden, Einheit, Liebe und Spaß verwurzelt ist", erklärte der Musiker Kurtis Blow, der die Arbeitsrechtsorganisation The Hip Hop Alliance leitet.
Seine Vision verwandelte die Bronx in den Geburtsort einer Kultur, die heute jeden Winkel der Welt erreicht.
Kurtis Blow, US-Rapper
Bambaataas Einfluss auf die Geschichte des Hip-Hop sei "unumstößlich". Zugleich erkannte Blow an, dass der verstorbene Künstler nicht unumstritten war. Bambaataas "Vermächtnis ist komplex und war Gegenstand ernsthafter Diskussionen innerhalb unserer Gemeinschaft". Bambaataa waren sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden.
Afrika Bambaataas Vermächtnis wurde in den vergangenen Jahren von Vorwürfen überschattet.
Quelle: APMissbrauchsvorwürfe gegen Bambaataa
Mehrere Männer, die Bambaataa als Jungen kannten, beschuldigten ihn des sexuellen Missbrauchs. Bambaataa hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Im Juni 2016 veröffentlichte Universal Zulu Nation einen offenen Brief, in dem die Gruppe sich bei "Überlebenden eines mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs durch Bambaataa" entschuldigte und erklärte, einige Mitglieder hätten von den Vorfällen gewusst, sie aber nicht offengelegt.
Die Betroffenen gaben an, zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorfälle in den 1980er- und 1990er-Jahren minderjährig gewesen zu sein. Bambaataa bestritt die Vorwürfe und wurde nie strafrechtlich verurteilt. Im Jahr 2025 verlor Bambaataa einen Zivilprozess wegen Missbrauchs, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.
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