Tief "Leonardo" auf Iberischer Halbinsel:Unwetter in Spanien und Portugal: Leichte Entwarnung
Tief "Leonardo" hat mit Starkregen auf der Iberischen Halbinsel für Chaos gesorgt: In Portugal starb ein Mensch. Auch Spanien ist betroffen. Inzwischen gibt es leichte Entwarnung.
Sturmtief "Leonardo" sorgt im Süden von Spanien und Portugal für Chaos.
05.02.2026 | 0:18 minNach dem Durchzug von "außergewöhnlich" starken Unwettern haben die Behörden auf der Iberischen Halbinsel leichte Entwarnung gegeben. Im besonders heftig betroffenen Andalusien im Süden Spaniens wurde am Donnerstag die höchste Alarmstufe aufgehoben, trotzdem mahnten die Behörden noch zur Vorsicht.
Rettungskräfte suchten weiter nach einer Frau, die während des Unwetters in einen Fluss gestürzt war. Im benachbarten Portugal kam durch Sturmtief "Leonardo" ein Mann ums Leben.
Andalusien: Tausende Menschen in Sicherheit gebracht
Am Mittwoch waren in Andalusien teilweise bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, der Wetterdienst hatte zuvor vor "außergewöhnlichem" Starkregen gewarnt. Wegen "Leonardo" mussten Tausende Menschen evakuiert werden. Der Bahn- und Straßenverkehr kam zum Erliegen, Schulen blieben geschlossen.
Der Zivilschutz teilte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit, dass eine Frau in der andalusischen Gemeinde Sayalonga in den Fluss Turvilla gestürzt sei. Man suche nach ihr.
Dauerregen und drei Stürme in zehn Tagen sorgen für Überschwemmungen in Portugal.
03.02.2026 | 1:30 minWetterdienst in Spanien senkt Alarmstufe
Spaniens nationaler Wetterdienst senkte am Donnerstag die Alarmstufen, warnte aber zugleich: Es werde zwar weniger stark regnen, aber in bereits Regen-gesättigten Gebieten werde sich das Wasser noch ansammeln, es könne zu Überschwemmungen kommen.
In den meisten Teilen Andalusiens wurde der Unterricht am Donnerstag wieder aufgenommen, in den am stärksten betroffenen Gebieten blieb er jedoch ausgesetzt. Mehrere Straßen und Bahnstrecken waren weiter nicht befahrbar.
Portugal: Strömung reißt Auto mit - ein Toter
Auch im Nachbarland Portugal war nach Angaben der Behörden am Donnerstag das Schlimmste überstanden. Am Mittwoch war ein etwa 60-jähriger Mann im Südosten des Landes ums Leben gekommen. Er wurde von einer Strömung mitgerissen, als er mit dem Auto ein überschwemmtes Gebiet durchqueren wollte.
André Ventura von der Chega-Partei schaffte es als erster Rechtspopulist in eine Stichwahl. Am Sonntag tritt er gegen den Sozialisten António José Seguro an. Portugal vor einer Richtungswahl.
06.02.2026 | 2:13 minBereits in der vergangenen Woche waren durch den Sturm "Kristin" in Portugal fünf Menschen durch Unwetter ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden. Starke Winde und Niederschläge sollen noch bis Samstag über die Iberische Halbinsel ziehen.
Auch Marokko erlebte am Mittwoch extreme Niederschläge, dort wurden seit dem vergangenen Freitag mehr als 100.000 Menschen evakuiert.
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