Rassistische Beiträge: Uniklinikum Rostock stellt Oberarzt frei

Gewaltfantasien geäußert:Rassistische Posts: Uniklinik Rostock stellt Oberarzt frei

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In Rostock fällt ein Oberarzt des Universitätsklinikums mit menschenverachtenden Beiträgen auf Social Media auf. Sein Arbeitgeber reagiert umgehend.

Der Eingang zur Universitätsmedizin Rostock

Das Universitätsklinikum in Rostock hat einen Oberarzt wegen mutmaßlicher menschenverachtender und rassistischer Beiträge freigestellt. Das teilte eine Sprecherin der Universitätsmedizin mit.

26.08.2026 | 0:33 min

Wegen mutmaßlicher menschenverachtender und rassistischer Beiträge in sozialen Medien hat das Universitätsklinikum Rostock einen Oberarzt freigestellt. Das teilte eine Sprecherin der Universitätsmedizin in Stadt nach einem entsprechenden Vorstandsbeschluss mit. Eine auf die Bekämpfung von Hass und Rechtsextremismus im digitalen Raum spezialisierte Initiative hatte den Fall zuvor publik gemacht und Bilder der mutmaßlichen Posts des Mediziners veröffentlicht.

Der Initiative zufolge soll der unter anderem mit Transplantationen befasste Arzt Kommentare wie "Remigrieren oder kremieren" verbreitet haben. Er sehe "nur Heizmasse", soll er in einem anderen öffentlichen Beitrag geschrieben haben - gefolgt von dem Zusatz "Remigrieren oder Lager". Auch mit Verweis auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte er demnach Gewaltfantasien. "Eine Stirn, die man nicht verfehlen kann", zitierte die Initiative im Netzwerk Instagram aus einem Beitrag.

Unimedizin verspricht "umfassende Aufarbeitung"

Remigration ist ein von Rechtsextremen und Anhängern der sogenannten Neuen Rechten genutzter Kampfbegriff. Er dient als eine beschönigende Umschreibung für eine Strategie, die auf die massenhafte Vertreibung von Migranten und Ausländern abzielt. "Kremieren" und "Lager" wecken Assoziationen mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, bei der in Lagern wie Auschwitz-Birkenau Millionen Menschen ermordet wurden.

"Der Vorstand der Universitätsmedizin Rostock hat nach Bekanntwerden der Vorfälle unverzüglich gehandelt: Der betreffende Mitarbeiter wurde mit den Vorwürfen konfrontiert und im Anschluss direkt freigestellt", teilte die Sprecherin mit. Die "umfassende Aufarbeitung" der Vorgänge sei aber ein "umfangreicher Prozess", der Zeit in Anspruch nehmen werde.

Ministerin: Aussagen "erschütternd"

Mecklenburg-Vorpommerns Hochschulministerin Bettina Martin (SPD) bezeichnete die Äußerungen als zutiefst menschenverachtend und absolut inakzeptabel. "Dass ausgerechnet ein Arzt, der sich mit seinem Eid dem Wohlergehen und dem Leben der Menschen verschrieben hat, solche brutalen, rassistischen Aussagen tätigt, ist erschütternd und erfordert harte Konsequenzen", sagte die Ministerin.

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Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Universitätsklinikum Rostock stellt Oberarzt frei" am 26.08.2026 um 23:27 Uhr.

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