Mallorca: Warnung wegen Starkregens und Sturm

Tief "Adam":Dringende Warnung vor Starkregen auf Mallorca

|

Bäume umgestürzt, Straßen unter Wasser: Auf Spaniens Festland und den Balearen tobt ein Sturmtief. Für die Urlaubsinsel Mallorca wurde eine Warnung vor Starkregen herausgegeben.

Ein Spaziergänger geht bei stürmischem Wetter und hohem Seegang am Strand von Mallorca entlang. Am Rettungsturm weht die rote Flagge (absolutes Badeverbot) aufgrund von starkem Wind, hohem Wellengang und Unwettergefahr.

Sturmtief über Mallorca: Hohe Wellen und Badeverbot am Strand.

Quelle: IMAGO / Ingo Kutsche

Für Mallorca als liebste Ferieninsel der Deutschen haben die Behörden eine dringende Sturmwarnung herausgegeben. Das Sturmtief "Adam", das am Wochenende mit extremen Niederschlägen schon für Chaos auf dem spanischen Festland gesorgt hat, könne auch Mallorca mit voller Wucht treffen, hieß es in der Warnung mit der höchsten Warnstufe Rot für die vergangene Nacht.

"Es ist ein Tag voller Ungewissheit", zitierte die spanische Nachrichtenagentur EFE die Regierung der Balearen am Montagvormittag.

Auf alle Handys in der Region war am Abend zuvor eine Sonderwarnung verbunden mit einem schrillen Warnton gesendet worden. "Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien und in Kellern", lautete die vom Zivilschutz wegen befürchteter heftiger Niederschläge gesendete Nachricht.

Schulunterricht vorsorglich abgesagt

Auch für die anderen Baleareninseln Ibiza und Formentera galt am Montagvormittag die Warnstufe Rot, für Menorca die zweithöchste Warnstufe Orange. Aufgrund der möglichen "außergewöhnlichen Gefahr" am Montagmorgen rief die spanische Wetterbehörde Aemet auch für Küstenabschnitte in der östlichen Region Valencia die höchste Warnstufe aus. Dort wurden auch einige Zugverbindungen gestrichen.

Auf Mallorca, Ibiza und Formentera setzten die Behörden für Montag den Schulunterricht aus. Am Flughafen Mallorca kam es bereits durch die ersten Vorboten des Unwetters zu stundenlangen Verspätungen und Flugausfällen.

Die Polizei sperrt die Promenade „Passeig Sagrera“ in Palma für den Verkehr.

Sturmwarnung auf Mallorca: Die Polizei sperrt die Promenade Passeig de Sagrera in Palma für den Verkehr.

Quelle: Clara Margais / dpa

Bäume umgestürzt, Straßen unter Wasser: Hunderte Einsätze

Schon am Sonntag hatten Rettungsdienste in den Regionen Valencia, Katalonien, Andalusien und auf den Balearen wegen stürmischen Wetters Hunderte Einsätze gemeldet. Bäume stürzten um, Straßen standen unter Wasser, auch Häuser waren von Hochwasser betroffen.

X-Post der Regierung der Balearen

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Auf Ibiza trieben Müllcontainer im Wasser. Die wichtigste Straßenverbindung zum Flughafen wurde gesperrt. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, umgeleitet oder verspäteten sich. Auch auf Mallorca wurden Dutzende Flugverbindungen gestrichen, wie der Flughafenbetreiber Aena mitteilte. Die Armee verlegte wegen der angespannten Lage Soldaten vom spanischen Festland auf die Inseln.

Frau tot im Meer gefunden

Laut der katalanischen Feuerwehr wurde eine Frau tot im Meer gefunden, nachdem sie am Samstag in Cabrera de Mar nordöstlich von Barcelona in einen Bach gestürzt war. In Andalusien waren am Wochenende nahe Málaga zehn Menschen aus einem überfluteten Tunnel einer Strandpromenade gerettet worden.

Der fortschreitende Klimawandel führt Experten zufolge auch in Spanien zu häufigeren und heftigeren Extremwetter-Ereignissen wie Starkregen. Der September war laut Aemet der heißeste auf dem spanischen Festland seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem erlebte Spanien laut Aemet dieses Jahr den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.

Überfüllter Strand in Barcelona

Die weltweiten Touristenzahlen steigen jährlich. Doch an immer mehr Orten wird Protest laut. Die lokale Bevölkerung wehrt sich. Das Phänomen hat einen Namen: Overtourism. 

09.09.2025 | 44:00 min

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.


Quelle: dpa, AFP
Über das Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 19.10.2026 ab 05:30 Uhr.
Thema

Mehr zu Unwettern im Oktober

  1. Menschen gehen über eien überflutete Straße in der spanischen Stadt L'Hospitalet de Llobregat.

    Heftiger Regen am Mittelmeer:Spanien: Mehrere Tote bei Unwettern und Überschwemmungen

    mit Video0:50

  2. Überschwemmungen in Istanbul

    Weiterer Starkregen in Türkei erwartet:Tote nach Überschwemmungen in Istanbul

    mit Video2:10

  3. Massai mit seiner Herde in Kenia

    Kampf gegen Hunger:Wie Kenias Bäuerinnen Wetterextremen trotzen

    David Ammon, Nairobi
    mit Video1:36

  4. Gewitter mit einem einschlagenden Blitz über einem Feld mit Bäumen, darüber eine Karte mit den Landkreisen Deutschlands ohne Einfärbung der Warnstufe

    Karten zu Extremwetter:In diesen Regionen wird vor Unwettern gewarnt

    von Robert Meyer
    mit Video0:13