Todesfall nach Malaria-Infektion nahe Flughafen Frankfurt

Stadtteil nahe Flughafen:Todesfall nach Malaria-Infektion in Frankfurt

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Nahe des Frankfurter Flughafens ist ein Mensch an Malaria gestorben. Es ist bereits der dritte Malaria-Tote dieses Jahr in diesem Kontext. Eigentlich kommen solche Fälle selten vor.

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Nach zwei Infektionen mit Malaria nahe dem Flughafen von Frankfurt am Main ist ein Mensch an den Folgen gestorben. Die betroffene Person wohnte in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der im Juli bekannt gewordenen Flughafenmalaria stieg damit auf drei.

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Nach Infektionen mit Malaria sind zwei Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens gestorben. Vermutet wird, dass sie sich durch eine infizierte Mücke angesteckt haben, die in einem Flugzeug mitreiste.

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Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt und die behandelnde Universitätsmedizin Frankfurt bestätigten an diesem Donnerstag, dass eine der aktuell gemeldeten Personen mit Malaria tropica verstorben ist. Beide sprachen den Angehörigen ihr aufrichtiges Mitgefühl aus.

Der Verstorbene gehörte zu den beiden Anfang der Woche gemeldeten Fällen aus dem Stadtteil Schwanheim, die in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Frankfurt wohnen. Beide Personen haben sich mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infiziert, obwohl sie zuvor kein Malaria-Endemiegebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet hatten.

Malaria wird durch parasitäre Einzeller verursacht, die vor allem durch Mücken übertragen werden. Reisende aus Deutschland infizieren sich weit überwiegend in tropischen und subtropischen Ländern. Die schwerste Form, Malaria tropica, kann bei fehlender oder zu spät erfolgter Behandlung tödlich verlaufen. Malaria tropica ist laut Bernhard-Nocht-Institut für über 95 Prozent der Todesfälle durch Malaria weltweit verantwortlich.

Todesfälle hierzulande kommen nach RKI-Angaben immer wieder vor, weil nicht an diese Diagnose gedacht werde. Malaria beginne mit uncharakteristischen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeinem Krankheitsgefühl. "Häufig werden solche Anzeichen daher als grippaler Infekt oder Magen-Darm-Infektion fehlinterpretiert."


Anwohner sollen bei Beschwerden Malaria-Erkrankung in Betracht ziehen

Seit Anfang der Woche seien dem Gesundheitsamt keine weiteren Malariafälle gemeldet worden. Die Behörde bat Ärztinnen und Ärzte erneut, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine mögliche Malaria-Erkrankung in Betracht zu ziehen, wenn keine Reise in ein Malaria-Gebiet stattgefunden hat.

Dies gilt insbesondere für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiten, sich dort aufhalten oder in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen.

Gesundheitsamt Frankfurt

Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder dort arbeiten, wurden gebeten, bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen und auf den Wohnort im Umfeld des Flughafens hinzuweisen. Malaria sei nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, hieß es auch.

Stadt: Gefahr für Bevölkerung gering

Die Stadt riet zudem zu Mückenschutz, etwa mit Sprays, Kleidung und Fliegengittern. Die Gefahr, mit Malaria infiziert zu werden, sei für die Bevölkerung in der Stadt aber als sehr gering anzusehen:

Die klimatischen Bedingungen sind für den Zyklus von Mücke und Erreger in Deutschland ungünstig.

Stadt Frankfurt am Main

Fälle von Flughafen-Malaria, also Malaria durch Übertragung im Umfeld eines Flughafens, sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland sehr selten.

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Malaria ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine lebensbedrohliche Erkrankung. "Besonders bei Risikogruppen kann die Krankheit zu Koma und Tod führen. Schutz vor Mückenstichen und die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten können die Erkrankung verhindern."

Zusammenhang zwischen Fällen wird untersucht

Ob die Frankfurter Fälle zusammenhängen, wird nach Angaben des Gesundheitsamts noch untersucht:

Spezialuntersuchungen im Labor können Hinweise darauf liefern, ob die Infektionen auf eine Erregerquelle zurückzuführen sind. Die Untersuchungen laufen und eine abschließende Bewertung ist voraussichtlich erst in mehreren Wochen möglich.

Gesundheitsamt Frankfurt

Am Flughafen sind den Angaben zufolge Mückenfallen aufgestellt, um mögliche Vorkommen übertragungsfähiger Anopheles-Mücken zu erfassen. Dies werde auf das Wohnumfeld der beiden Fälle in Schwanheim ausgeweitet, kündigte das Amt an.

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Quelle: AFP, ZDF
Über Malaria-Infektionen berichtete Volle Kanne am 02.09.2026 ab 09:05 Uhr. Die heute Nachrichten am 17.09.2026 berichteten um 19:00 Uhr über den jüngsten Fall.

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