Würzburg: Messerangreifer attackiert Männer in Hauptbahnhof

Vorfall in Hauptbahnhof:Messerangreifer attackiert Männer in Würzburg

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Bei einem Messerangriff im Würzburger Hauptbahnhof sind drei Männer leicht verletzt worden. Passanten überwältigen den 35-jährigen Angreifer, das Motiv ist noch unklar.

Bayern, Würzburg: Das Still aus einem Video zeigt, wie die Polizei nach einem Messerangriff im Hauptbahnhof ermittelt.

Am Würzburger Hauptbahnhof hat ein Mann drei Menschen mit einem Messer angegriffen. Die Opfer wurden leicht verletzt, der Täter konnte vor Ort überwältigt und festgenommen werden.

23.02.2026 | 0:26 min

Ein Mann hat im Würzburger Hauptbahnhof drei ihm offensichtlich unbekannte Menschen mit einem Messer angegriffen. Die Männer im Alter von 51, 55 und 68 Jahren wurden in dem Gerangel leicht verletzt. Sie erlitten jedoch keine Stich- oder Schnittverletzungen, wie die Polizei mitteilte.

Passanten, darunter ein Polizist in Zivil, überwältigten den 35 Jahre alten Angreifer. Er wurde festgenommen. Sein Motiv war zunächst unklar.

Angriff auf Stand der Zeugen Jehovas

Nach der Attacke am Morgen im Hauptbahnhof wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Der Zugverkehr sei durch die Attacke nicht beeinträchtigt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Neben Spuren sicherten die Beamten auch Videoaufzeichnungen. Zudem soll die Wohnung des 35-Jährigen untersucht werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Verdächtige gegen 7:50 Uhr im Bereich der Eingangshalle an einen Stand der Zeugen Jehovas herangetreten und hatte plötzlich mehrere Stichbewegungen in Richtung des 68-Jährigen ausgeführt. Auch den 55-Jährigen und den 51-Jährigen soll der Mann körperlich angegriffen haben.

Die Zeugen Jehovas sind eine christliche Gemeinschaft mit eigener Bibel-Auslegung. Die Anhänger glauben an Jehova als "allmächtigen Gott und Schöpfer" und sollen sich strengen Vorschriften unterwerfen. Sie sind davon überzeugt, dass eine neue Welt bevorsteht und sie als auserwählte Gemeinde gerettet werden.

Die streng organisierte Gruppe wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von dem Geschäftsmann Charles Taze Russell (1852-1916) in den USA gegründet und finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unter dem Nazi-Regime war die Glaubensgemeinschaft verboten und wurde verfolgt. Weltweit haben die Zeugen Jehovas etwa acht Millionen Mitglieder. (Quelle: dpa)


Die Spur: Geld, Gott und Gehorsam

Die Zeugen Jehovas fordern ihren Mitgliedern sehr viel ab: unbedingten Gehorsam, ihre Arbeitskraft - und ihr Geld.

23.08.2023 | 29:20 min

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof" am 23.02.2026 um 14:32 Uhr.

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