Kinder unter den Opfern: Mann in Pennsylvania löscht Familie aus

Zwei Kleinkinder unter den Opfern:"Tragödie": Mann in Pennsylvania löscht ganze Familie aus

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Im US-Bundesstaat Pennsylvania soll ein Mann acht Menschen, darunter zwei Kleinkinder und eine hochschwangere Frau, erschossen haben. Das Motiv ist unklar.

Feuerwehrleute entfernen Blutspuren vor dem Haus in Erie, Pennsylvania in dem am 10.10.2026 neun Mitglieder einer Familie bei einem mutmaßlichen Familienstreit ums Leben kamen.

In der Kleinstadt Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania soll ein Mann acht Menschen und anschließend sich selbst erschossen haben. Unter den Opfern sind zwei Kinder und eine schwangere Frau.

11.10.2026 | 0:29 min

Bei einer Gewalttat im US-Bundesstaat Pennsylvania sind acht Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter soll sich selbst erschossen haben. Zu den acht Opfern zählen auch zwei Kinder und eine hochschwangere Frau. "Es war schrecklich", sagte Polizeichef Rick Lorah.

Es war der schlimmste Tatort, den ich jemals miterlebt habe.

Polizeichef Rick Lorah

Die Tat spielte sich in der Kleinstadt Erie im Bundesstaat Pennsylvania ab. Die Stadt zählt etwas mehr als 90.000 Einwohner. Sie liegt an dem gleichnamigen See, durch den die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft.

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Sieben Opfer waren mit Täter verwandt

Wie die Polizei mitteilte, wurde sie am Freitagnachmittag wegen zweier abgegebener Schüsse verständigt. Vor Ort fanden die Beamten dann zwei erschossene Frauen außerhalb eines Wohnhauses vor. Mithilfe von Drohnen und einem Roboter entdeckte die Polizei weitere Opfer innerhalb des Hauses, woraufhin Spezialkräfte die Räumlichkeiten stürmten.

USA, Erie, Pennsylvania: Polizisten stehen vor dem Haus in Erie, Pennsylvania, wo am 10. Oktober 2026 neun Familienmitglieder bei einem mutmaßlichen Familienstreit ums Leben kamen.

Polizisten sichern in Erie, im US-Bundesstaat Pennsylvania, das Haus, in dem sich die Familientragödie abgespielt haben soll.

Quelle: Jeff Swensen / AFP

Dort fanden sie sechs weitere Opfer sowie den 45-jährigen Täter, der mutmaßlich durch eine selbst zugefügte Schusswunde starb.

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Die Hintergründe der Tat sowie das Motiv bleiben unklar. Polizeichef Lorah hob allerdings hervor, dass sieben der acht Opfer mit dem Täter verwandt waren. "Ich glaube, dass hier psychische Probleme eine Rolle spielen, aber ich halte es zum jetzigen Zeitpunkt noch für verfrüht, näher auf das Motiv einzugehen", sagte Lorah.

Es gibt keine Worte, die das Ausmaß des Verlusts an Menschenleben hier angemessen beschreiben könnten.

Polizeichef Rick Lorah

Kleinkinder unter den Toten

Unter den Opfern im Haus waren auch zwei Kinder: ein fünfjähriger Junge und ein einjähriges Mädchen. Zudem wurden in dem Haus neben dem Täter zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren geborgen. Eine der beiden Frauen war im achten Monat schwanger. Die Frauen, die außerhalb des Hauses gefunden wurden, waren 37 und 51 Jahre alt.

Am späten Nachmittag deutscher Zeit, rund 18 Stunden nach der Tat, hatte Pennsylvanias Gouverneur Josh Shapiro die Zahl der Todesopfer bekanntgegeben. Er habe mit der Bürgermeisterin der Stadt Erie, Daria Devlin, gesprochen und ihr nach dem tragischen Vorfall die volle Unterstützung zugesichert, teilte Shapiro auf der Plattform X mit.

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Die Stadtverwaltung hatte die Tat zuvor als "entsetzliche Tragödie" bezeichnet und zugleich Entwarnung gegeben. "Wir sind uns bewusst, dass diese Nachricht bei unseren Einwohnern große Bestürzung und Trauer auslöst." Der Schütze sei aber tot und es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit.

Frauen baten Nachbarn um Hilfe

Wie Polizeichef Lorah weiter mitteilte, zeigen Kameraaufnahmen, wie die zwei Frauen außerhalb des Hauses "verzweifelt" an die Tür klopfen und Nachbarn um Hilfe bitten. Auf den Aufnahmen erscheine es so, als seien aus dem Haus gedämpfte Schussgeräusche zu hören. Dann sei der Täter herausgekommen und habe die Frauen erschossen. Kein Polizist habe seine Waffe abgefeuert, sagte Lorah.

Waffengewalt ist ein alltägliches Problem in den USA, wo es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. Striktere Waffengesetze scheitern regelmäßig am Widerstand der konservativen Republikaner von US-Präsident Donald Trump und der mächtigen Waffenlobby.

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Quelle: dap, AFP
Über dieses Thema berichte die ZDFheuteXpress am 11.10. 2026 ab 14:30 Uhr.
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