Gewaltserie vor Wahl:Bombenanschlag in Kolumbien: Mehrere Tote und Verletzte
Bei einem Bombenanschlag in Kolumbien sind mehrere Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Laut Berichten fiel ein Sprengsatz auf einen Kleinbus und explodierte.
Bei einem Bombenanschlag im Westen Kolumbiens sind mindestens 14 Menschen getötet worden, weitere wurden verletzt. Präsident Petro macht Terroristen für den Anschlag verantwortlich.
26.04.2026 | 0:21 minGut einen Monat vor der Präsidentenwahl in Kolumbien sind Behördenangaben zufolge bei einem Bombenanschlag mindestens 14 Menschen getötet und 38 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien fünf Minderjährige, führte der Gouverneur der Region Cauca, Octavio Guzmán, am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst X aus.
Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu beschreiben, den wir heute empfinden.
Octavio Guzmán, Gouverneur der Region Cauca
Der Angriff ereignete sich Guzmán zufolge im Ort Cajibío im Südwesten Kolumbiens. Medienberichten zufolge fiel ein Sprengstoffzylinder auf einen Kleinbus und explodierte.
Angehörige von Opfern umarmen sich vor dem zerstörten Bus.
Quelle: dpaPräsident Petro spricht von Terrorismus und macht Farc-Dissidenten verantwortlich
Der Gouverneur sprach von einer "Tragödie", warnte vor einer "terroristischen Eskalation" und forderte entschlossene Maßnahmen der Regierung. Die Zeitung "El Tiempo" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bewaffnete Männer hätten zuvor Fahrzeuge auf der Straße gestoppt und blockiert. Offizielle Angaben zu möglichen Verdächtigen gab es von den Ermittlungsbehörden zunächst nicht.
Präsident Gustavo Petro sprach im Zusammenhang mit dem Vorfall von Terrorismus. Die Täter bezeichnete er als "Terroristen, Faschisten und Drogenhändler" und machte Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich, die das Friedensabkommen von 2016 nicht anerkannt haben.
Bei dem Bombenanschlag wurden mehrere Fahrzeuge zerstört.
Quelle: APGewaltserie vor Wahl: Regierung kündigt Sicherheitsoffensive an
Der Anschlag trifft Kolumbien in einer angespannten Sicherheitslage wenige Wochen vor der Präsidentenwahl am 31. Mai. Bereits am Freitag gab es eine Serie koordinierter Angriffe im Westen des Landes. Nach übereinstimmenden Berichten explodierte in der touristischen Stadt Cali ein Fahrzeug nahe einer Militärbasis, während es in der benachbarten Stadt Palmira zu weiteren Detonationen in der Nähe einer militärischen Einrichtung kam. Todesopfer wurden nicht gemeldet.
Die Behörden machen auch dafür Dissidenten der früheren Farc-Guerilla verantwortlich. Verteidigungsminister Pedro Sánchez kündigte angesichts der jüngsten Anschläge eine verstärkte Offensive der Sicherheitskräfte an - zudem wurde ein Kopfgeld auf führende mutmaßliche Verantwortliche ausgesetzt. Die Gruppen zählen weiterhin zu den wichtigsten Akteuren der Gewalt in der Region. Die Sicherheitslage ist eines der zentralen Themen im Wahlkampf.
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