"Hells Angels": Großrazzia gegen Rockergruppe in NRW

Rockergruppe:Großrazzia gegen "Hells Angels" in NRW

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Durchsuchungen in etlichen Städten, 1.200 Beamte im Einsatz: In NRW geht die Polizei mit einer Großrazzia gegen die "Hells Angels" vor.

Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe Hells Angels vor.

Bei einer Großrazzia ging die Polizei Nordrhein-Westfalen mit 1200 Beamten in 28 Städten gegen die Hells Angels vor.

28.04.2026 | 1:19 min

Mit einer groß angelegten Razzia ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe "Hells Angels" vorgegangen. 1.200 Beamte stürmten ab dem frühen Morgen Wohnungen, Lagerhallen und eine Werkstatt.

Durchsucht wurden insgesamt mehr als 50 Objekte in 28 Städten. Im Fokus stand der noch junge "Hells Angels"-Ableger in Leverkusen. Die Ermittler nahmen den Präsidenten des sogenannten Chapters fest. Der Club wurde verboten, sein Vermögen beschlagnahmt.

Minister Reul: Einer der bislang größten Einsätze dieser Art in NRW

"Es handelt sich um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der organisierten Rockerkriminalität in der Geschichte Nordrhein-Westfalens", erklärte Landes-Innenminister Herbert Reul. "Mehr Rechtsstaat geht kaum." Neben der Suche nach Beweisen ging es der Polizei auch um die Sicherung von Vermögenswerten - Reul sprach von 2,5 Millionen Euro.

In der Werkstatt des festgenommenen Chapter-Präsidenten entdeckte die Polizei zahlreiche Motorräder, auch vom Typ Harley-Davidson. Wem die Maschinen gehören, muss Reul zufolge noch geklärt werden. Ansonsten habe man bei den Razzien auch Waffen gefunden, ein Bankschließfach durchsucht und Hinweise auf professionellen Drogenanbau entdeckt. Insgesamt, so Reul, gebe es 44 Beschuldigte.

Rockerkriminalität sei "eine Gefahr für die Sicherheit unseres Landes", erklärte der CDU Politiker - es gehe unter anderem um organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Waffen, Schutzgelderpressung und "Auseinandersetzungen mitten in unseren Städten".

Hier fahren eben nicht ein paar Leute Motorrad.

Herbert Reul, Innenminister NRW

"Hells Angels" sind größter Rocker-Club in NRW

Federführend sind die Polizei Düsseldorf und die Spezial-Staatsanwaltschaft der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten. In dem Ermittlungsverfahren geht es unter anderem um den Verdacht der Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

In NRW waren in den vergangenen Jahren bereits andere "Hells Angels"-Ableger - sogenannte Chapter - verboten worden. Wie die "Neue Westfälische" vor wenigen Tagen unter Berufung auf das Landeskriminalamt berichtete, sollen die "Hells Angels" zuletzt 29 Chapter in NRW gehabt haben. Mit 469 Mitgliedern sei der Club zuletzt stark gewachsen - unter anderem durch Überläufer der verfeindeten "Bandidos".

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten die ZDF heute Nachrichten am 28.04.2026 ab 17:00 Uhr.

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