Virusausbruch auf Kreuzfahrt:Hantavirus: Kontaktperson am Klinikum Düsseldorf angekommen
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist die symptomfreie Kontaktperson in Düsseldorf angekommen. Zuvor war das Flugzeug mit der Deutschen in Amsterdam gelandet.
Nach mehreren Todesfällen auf einem Kreuzfahrtschiff dürfen die rund 150 Menschen an Bord nun einen Hafen auf den Kanaren anlaufen. Der Ausbruch des Hantavirus hatte das Schiff zuvor festgesetzt.
06.05.2026 | 1:15 minEine Person, die auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" Kontakt zu einer Hantavirus-Infizierten hatte, ist am späten Abend zur vorsorglichen Untersuchung am Uniklinikum Düsseldorf eingetroffen. Ein dpa-Reporter berichtete, der spezielle Transport-Konvoi sei im Bereich der Infektionsstation angekommen.
Die Aufnahme der Person aus Deutschland erfolge vorsorglich zur medizinischen Abklärung. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Auf der Infektionsstation stehen demnach eine klinische Ersteinschätzung sowie infektiologische Untersuchungen an.
Einsatzkräfte in Spezialanzügen
Zuvor hatte die Düsseldorfer Feuerwehr die Person, die sich möglicherweise auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" mit dem Hantavirus infiziert haben könnte, nach deren Evakuierung vom Flughafen Schiphol bei Amsterdam in den Niederlanden abgeholt.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff sind drei Passagiere verstorben, darunter ein Deutscher.
05.05.2026 | 2:31 minEin Sprecher der Feuerwehr sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend, ein Konvoi von sechs Fahrzeugen sei mit der Person in Richtung Düsseldorf unterwegs. Die Einsatzkräfte trügen Spezialanzüge, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.
Krankenwagen und Feuerwehrautos aus Deutschland hatten am Flughafen gewartet. Die Feuerwehr hatte erklärt, sie wolle eine "Kontaktperson mit möglichem Hantavirus-Bezug" von Amsterdam aus mit einem "Hochrisikotransport" zur Universitätsklinik Düsseldorf bringen. Der Zustand der Person sei "stabil, derzeit zeigt sie keine Symptome einer Infektion", erklärte die Feuerwehr dann am Abend nach der Übergabe am Flughafen Schiphol.
Medizinisches Personal in Schutzanzügen hatte am Flughafen in Amsterdam gewartet.
Quelle: dpa | Peter DejongZweiter Flieger muss zwischenlanden
Am Vormittag waren drei Menschen wegen Hantavirus-Verdachts im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" geholt worden.
Dabei handelte es sich um zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden, die nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions schwer erkrankt sind, sowie nach Angaben des niederländischen Außenministeriums um die 65-jährige Deutsche. Diese war offenbar eine Kontaktperson einer am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen gewesen.
Das vom Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff darf einen Hafen auf den Kanarischen Inseln anlaufen. Dort sollen Passagiere und Besatzung medizinisch versorgt werden.
06.05.2026 | 0:24 minDie beiden erkrankten Hantavirus-Patienten wurden mit einem anderen Flugzeug von den Kap Verden ausgeflogen. Sie mussten am Mittwochabend auf den Kanaren wegen eines technischen Problems an Bord zwischenlanden, wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte.
Kreuzfahrtschiff in Richtung Kanaren unterwegs
Das Kreuzfahrtschiff "Hondius" lag seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Drei Menschen, darunter die Deutsche, starben bisher an den Folgen.
Am Mittwochabend legte das Schiff dort ab Richtung Kanarische Inseln. Spanien erteilte dem Schiff die Erlaubnis, einen Hafen auf der Urlaubsinsel Teneriffa anzulaufen. Dort gibt es mit dem Hospital Candelaria eine auf Epidemien spezialisierte Klinik.
An Bord befanden sich nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide zuletzt insgesamt 149 Menschen: 88 Passagiere (darunter ein Todesfall) und 61 Crewmitglieder. Die größten Nationalitätsgruppen stellen Briten (19) und US-Amerikaner (17), gefolgt von Spaniern (14).
Die an Bord der "Hondius" verbliebenen Passagiere und Crewmitglieder weisen keine Symptome auf, wie das südafrikanische Gesundheitsministerium mitteilte.
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- FAQ
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