Hantavirus ausgebrochen? Deutscher Kreuzfahrtgast stirbt

Kreuzfahrt-Passagiere sitzen fest:Hantavirus ausgebrochen? Deutscher und zwei Niederländer tot

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Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind drei Menschen mutmaßlich nach einer Hantavirus-Infektion gestorben. Einer von ihnen kam aus Deutschland. Die Gäste sitzen an Bord fest.

Kreuzfahrtschiff im Meer bei Sonnenschein

Auf einer Atlantik-Kreuzfahrt sind nach Angaben der WHO drei Menschen ums Leben gekommen - mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus. Weitere drei Personen seien infiziert.

04.05.2026 | 0:18 min

Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff vor den Kapverdischen Inseln ist nach Angaben des Schiffsbetreibers auch ein deutscher Passagier gestorben. Am Sonntag sei die Person an noch ungeklärter Ursache an Bord der "Hondius" gestorben, teilte der niederländische Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions mit.

Weitere Einzelheiten wie Geschlecht oder Alter waren zunächst unbekannt. Das Auswärtige Amt bestätigte die Nationalität auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Hantavirus bei einem Passagier nachgewiesen

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass zwei Niederländer – ein älteres Ehepaar – gestorben waren. Der Mann war nach Angaben des Betreibers bereits am 11. April an Bord gestorben und eine Frau am 27. April, als sie bereits auf der Heimreise war. Wie bei dem deutschen Passagier sei auch bei diesen beiden Todesfällen unbestätigt, ob sie mit dem möglichen Ausbruch des Hantavirus an Bord zusammenhängen. 

Zweifelsfrei bestätigt ist das Virus demnach nur in einem Fall: Am 27. April war ein weiterer Passagier an Bord schwer erkrankt. Der 69-Jährige werde zur Zeit auf der Intensivstation in Johannesburg behandelt. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil.

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Kreuzfahrt-Passagiere sitzen vor Kanaren fest

149 Passagiere und Besatzungsmitglieder sitzen derzeit auf dem Kreuzfahrtschiff fest, weil die kapverdischen Behörden sie nicht an Land lassen. "Zum Schutz der kapverdischen Bevölkerung" dürften die Passagiere der "MV Hondius" nicht von Bord gehen, sagte die Leiterin der nationalen Gesundheitsbehörden, Maria da Luz Lima, in einem Radiointerview.

Oceanwide Expeditions bestätigte am Montag eine "ernste medizinische Notlage" an Bord der "MV Hondius". Das Kreuzfahrtunternehmen erklärte, das Schiff könne voraussichtlich zu den Kanarischen Inseln weiterfahren. Es werde geprüft, ob die Passagiere auf Las Palmas oder Teneriffa von Bord gehen könnten. Auf dem Schiff gälten strikte Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die Erkrankten würden isoliert und medizinisch betreut.

Niederlande wollen Erkrankte ausfliegen

Das Kreuzfahrtunternehmen bat die örtlichen Behörden um eine rasche medizinische Versorgung von zwei schwer erkrankten Besatzungsmitgliedern. Auch eine der drei Leichen war immer noch an Bord des Schiffes.

Die niederländischen Behörden bemühten sich nach eigenen Angaben am Montag gemeinsam mit dem Unternehmen um eine medizinische Evakuierung. Dazu müssen die Betroffenen allerdings zunächst an Land gebracht werden. Für drei Personen sei eine medizinische Evakuierung über Kap Verde geplant, eine Inselgruppe vor der Westküste Afrikas.

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WHO: Epidemiologische Untersuchung läuft

Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization) über drei mutmaßliche Todesfälle nach einer Infektion mit dem Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff berichtet. Die Passagiere und die Crew erhielten medizinische Unterstützung, hieß es von der WHO. Eine detaillierte epidemiologische Untersuchung sei im Gange. 

X-Post der WHO

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Hantavirus kann zu schweren Atemwegserkrankungen führen

Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Infektionen können bei Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren passieren. In seltenen Fällen wird der Erreger auch von Mensch zu Mensch übertragen, hieß es von der WHO.

Das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten führt laut der Nachrichtenagentur AP derzeit in Südafrika Kontaktverfolgungen im Raum Johannesburg durch, um mögliche weitere Ansteckungen zu prüfen.

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Quelle: dpa, AP, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 04.05.2026 ab 9 Uhr.

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