Darmstadt: Großbrand in Forschungsinstitut - "Schwarzer Tag"

"Schwarzer Tag für Forschungsstandort":Großbrand in Darmstädter Forschungsinstitut unter Kontrolle

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Auf dem Gelände des Helmholtzzentrums in Darmstadt hat es einen schweren Brand gegeben - der Rauch war kilometerweit sichtbar. Ein Großprojekt könnte sich nun verzögern.

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Nach mehrstündigen Löscharbeiten auf dem Gelände einer Darmstädter Forschungseinrichtung hat die Feuerwehr den Großbrand nach eigenen Angaben unter Kontrolle bekommen. Die Löscharbeiten dauerten aber weiter an, sagte eine Sprecherin am Abend. Es werde voraussichtlich die ganze Nacht zum Freitag eine Brandwache geben.

Bis zu 160 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz gewesen, um die Flammen auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung zu bekämpfen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, ein milliardenschweres Forschungsprojekt wird sich aber durch das Feuer verzögern. Verletzt wurde niemand.

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Das Feuer betraf die Stromversorgung einer bereits bestehenden Anlage zur Teilchenbeschleunigung. Auf dem Gelände entsteht derzeit zudem eine neue Anlage, in die mehrere Milliarden investiert werden. Der neue Beschleuniger soll helfen, Fragen etwa der Raumfahrt und der Medizin zu erforschen.

Probelauf für Milliarden-Projekt verschiebt sich

Der Termin für einen Probelauf des neuen Teilchenbeschleunigers, der für Dezember geplant war, sei nach jetzigem Kenntnisstand nicht mehr zu halten, sagte der Forschungsminister von Hessen, Timon Gremmels (SPD). Welche Auswirkungen das Feuer auf das internationale Großprojekt in Gänze habe, müsse abgewartet werden.

Insofern ist das heute auch ein schwarzer Tag für den Forschungsstandort.

Timon Gremmels (SPD), hessischer Forschungsminister

Man gebe alles, dass das Großprojekt höchstens zeitlich etwas verzögert werde. Bisherigen Angaben nach sollte Ende 2027 mit ersten Experimenten und Ende 2028 auch mit dem neuen 1,1 Kilometer langen Beschleunigerring geforscht werden.

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Der neue Teilchenbeschleuniger trägt den Namen "Fair" (Facility for Antiproton and Ion Research - Anlage zur Forschung mit Antiprotonen und Ionen). 2024 war der Kostenrahmen mit rund 3,3 Milliarden Euro angegeben worden.

Kurzschluss bei Stromversorgung

Über den Brandort und die Auswirkungen des Feuers hatte es am Vormittag unterschiedliche Angaben gegeben. Einem Sprecher des Forschungszentrums zufolge wurde das Feuer von einem Kurzschluss ausgelöst. Dieser sei bei der Vorbereitung auf ein Hochfahren der bestehenden Anlage zur Teilchenbeschleunigung in deren Hochspannungsversorgung aufgetreten.

Zu Schäden konnte der Sprecher keine Angaben machen. Die neue Anlage sei nicht betroffen. Der Werkschutz habe das Gelände geräumt. Die Mitarbeiter hätten den Ort verlassen.

Die Feuerwehr sprach von einem erheblichen Sachschaden. Die Bevölkerung wurde zeitweise in einem größeren Umkreis bis nach Frankfurt vor Brandgasen gewarnt. Man solle Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abstellen.

Quelle: dpa
Über das Thema berichtete hallo Deutschland am 05.02.2026 um 12:49 Uhr in dem Beitrag "Riesige Rauchwolke über Darmstadt".
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