AKW Cernavoda: Rumänien sprengt Donau-Felsen wegen Dürre

Wettlauf gegen die Dürre:AKW in Gefahr: Rumänien sprengt Donau-Felsen

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Wegen der Dürre sprengt Rumäniens Armee einen Felsen in der Donau, um Kühlwasser zum AKW Cernavoda zu leiten. Sinkt der Pegel weiter, muss das Kraftwerk schon Donnerstag vom Netz.

Rumänien, Izvoarele: Die rumänische Marine zündet Unterwassersprengstoff im Rahmen einer kontrollierten Sprengung von unter Wasser liegenden Felsen, um angesichts des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands der Donau die Wasserzufuhr zum Kernkraftwerk Cernavoda zu verbessern.

Rumäniens Armee sprengt einen Felsen im Flussbett, um Kühlwasser zum AKW Cernavoda umzuleiten.

Quelle: dpa

Um mehr Wasser zum Kernkraftwerk Cernavoda zu leiten, hat Rumäniens Armee im Bett eines Donau-Arms einen Felsen gesprengt. Das AKW bezieht sein gesamtes Kühlwasser aus der Donau, deren Wasserstand dramatisch gesunken ist. Das Kraftwerk droht in Ermangelung von Kühlwasser abgeschaltet werden zu müssen.

Im Bett eines Donau-Arms bei Izvoarele, etwa 50 Kilometer flussaufwärts von Cernavoda sprengten Soldaten den durch die Dürre freigelegten Felsen. Dessen Trümmer sollen binnen zwei Tagen mit Lastkähnen an eine bestimmte Stelle in einem Donau-Arm gebracht und versenkt werden, um dort den Wasserstand zu erhöhen, so dass mehr Wasser zum AKW Cernavoda im Osten des Landes gelangt.

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Vollständige Abschaltung des AKW droht

Verteidigungsminister Radu Miruta bezeichnete die Sprengung als Erfolg. Man hoffe, dass diese dem AKW genügend Wasser bringen werde. Sicher sei in jedem Fall, dass dadurch die Donau-Schifffahrt erleichtert werde. Seit 30 Jahren habe die Armee erfolglos versucht, diesen Felsen in der Donau zu beseitigen. Sollte diese teilweise Fluss-Umleitung scheitern, müsse das AKW spätestens an diesem Donnerstag ganz abgeschaltet werden, sagte der Minister weiter.

Bereits vergangene Woche war einer der zwei Reaktoren in Cernavoda wegen Kühlwassermangels heruntergefahren worden. Zunächst hatten die Behörden auch die Abschaltung des zweiten Reaktorblocks erwogen, dies aber schlussendlich unterlassen und die Umleitung von Donauwasser beschlossen.

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Doch nicht nur Rumänien schlägt Alarm. Mehrere Länder in Ost- und Zentraleuropa stehen angesichts eines Wassermangels in der Donau kurz vor einer Energiekrise. In der ungarischen Hauptstadt Budapest betrug der Wasserstand wegen andauernder Dürre und extremer Hitzewellen am Montag nur etwa zehn Zentimeter - so niedrig wie noch nie. Deshalb muss das einzige Atomkraftwerk Ungarns, die Anlage Paks, womöglich erstmals seit 44 Jahren komplett abgeschaltet werden.

Wasserstand dürfte weiter sinken

Die Donau führt derzeit nur ein Drittel der Wassermenge, die durchschnittlich in dieser Jahreszeit gemessen wurde. Es wird erwartet, dass der Wasserstand in den nächsten Tagen weiter sinkt.

Das AKW Cernavoda produziert jährlich etwa 10 Millionen Megawattstunden Strom und somit 20 Prozent des rumänischen Bedarfs. Der erste Reaktor vom kanadischen Typ CANDU ging 1996 ans Netz, der zweite im Jahr 2007.

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Quelle: dpa
Über die drohende Energiekrise in Ost- und Zentraleuropa berichtete die ZDF-Sendung "heute in Europa" am 03.08.2026 ab 16:00 Uhr.

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