Unwetter: Mindestens 23 Tote bei Sturzfluten in Afghanistan

Unwetter und Wassermassen:Mindestens 23 Tote bei Sturzfluten in Afghanistan

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Schwere Sturzfluten haben im Osten Afghanistans mindestens 23 Menschen das Leben gekostet. Rettungskräfte suchten in der Provinz Nuristan nach mehr als 100 Vermissten.

Überschwemmungen in Afghanistan

Heftige Regenfälle lösen im Osten Afghanistans verheerende Fluten aus: Mindestens 23 Menschen sterben und über 100 gelten als vermisst. Anwohner suchen in den Trümmern nach Überlebenden.

21.07.2026 | 0:40 min

Nach heftigen Regenfällen sind in Afghanistan nach offiziellen Angaben mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, 80 Menschen seien durch die Fluten vom Montag verletzt worden.

Rettungskräfte suchten am Dienstag in den Trümmern von Siedlungen in der Provinz Nuristan nach mehr als 100 Vermissten. Demnach halten Rettungseinsätze weiterhin an. Es gebe weitreichende Sachschäden. 

Meteorologen warnen vor weiteren Unwettern

Sturzfluten hatten am Montag Gebiete in der Provinz Nuristan im Osten des Landes erfasst. Videos zeigen, wie Gebäude unter den Wassermassen einstürzen, unter anderem in der Provinzhauptstadt Parun. In der Region Nuristan spielt Tourismus eine wichtige Rolle. Sie wird wegen ihrer alpinen Landschaft häufig als die Schweiz Afghanistans bezeichnet.

Meteorologen des Ministeriums für Verkehr und Zivilluftfahrt sagten weiteren Starkregen, Gewitter, heftige Windböen und Sturzfluten in zehn der 34 Provinzen des Landes voraus. Das Ministerium forderte die Bevölkerung auf, Flussufer und andere hochwassergefährdete Gebiete zu meiden.

Krankenhauspersonal verteilt am Sonntag, den 15. Februar 2026, im Nationalen Kinderkrankenhaus Atatürk in Kabul, Afghanistan, Essen an Patienten und Angehörige.

Die Hungerkrise in Afghanistan spitzt sich zu. Laut dem UN-Welternährungsprogramm sind Kinder besonders schwer betroffen: Aktuell seien vier Millionen lebensbedrohlich unterernährt.

20.02.2026 | 0:22 min

Afghanistan besonders anfällig für Wetterereignisse

Afghanistan ist besonders anfällig für extreme Wetterereignisse: Schnee und Starkregen lösen Sturzfluten aus, bei denen oft Dutzende oder sogar Hunderte Menschen ums Leben kommen. Im Frühjahr 2024 starben mehr als 300 Menschen bei solchen Sturzfluten. Anfang dieses Jahres kamen mindestens 110 Menschen durch großflächige Überschwemmungen und Erdrutsche in mehreren Teilen des Landes ums Leben.

Das zentralasiatische Land gilt als besonders von den Auswirkungen vom Klimawandel betroffen. Wegen mangelnder Schutzvorrichtungen können Schäden von Starkwetterereignissen kaum abgefedert werden.

Karte: Pakistan, Islamabad

Karte: Pakistan, Islamabad

Quelle: ZDF

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Quelle: dpa, AP
Über das Thema berichtet heuteXpress in dem Beitrag "Sturzfluten in Ostafghanistan" am 21.07.2026 um 14:03 Uhr.

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