Inkontinenz vermeiden: So bleibt die Blase stark

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Inkontinenz vermeiden: So bleibt die Blase stark

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Eine Frau fasst sich so zwischen die Beine, als müsste sie dringend auf Toilette.
Quelle: imago/Zoonar

Viele Menschen verlieren ungewollt Urin.

Das nennt man Inkontinenz.

Das kann das Leben sehr schwer machen.

Man muss sich dafür aber nicht schämen.

Es gibt Wege, wie man Inkontinenz vorbeugen kann.

Und wann man zum Arzt gehen sollte.

In Deutschland haben etwa 10 Millionen Menschen Inkontinenz.

Jede vierte Frau zwischen 30 und 39 Jahren verliert ungewollt Urin.

Bei Frauen zwischen 50 und 59 Jahren ist es fast jede zweite Frau.

Warum Frauen öfter von Inkontinenz betroffen sind

Frauen können Inkontinenz bekommen, wenn sie Kinder gebären oder in den Wechsel-Jahren sind.

Cordula Müller ist Ärztin für Frauen-Krankheiten.

Sie sagt: Wenn Frauen ein Kind gebären, können Bänder im Unter-Leib schwächer werden.

In den Wechsel-Jahren fehlt ein Stoff namens Östrogen.

Das macht das Gewebe schwächer.

Die Gebärmutter kann dann auf die Blase drücken.

Auch die kurze Harn-Röhre bei Frauen macht Inkontinenz wahrscheinlicher.

Doktor Cordula Müller sagt: Frauen haben ein höheres Risiko für Inkontinenz als Männer.

Verschiedene Arten von Inkontinenz

Bei der Belastungs-Inkontinenz hält der Schließ-Muskel der Blase dem Druck nicht stand.

Dieser Druck entsteht im Bauch, wenn man niest, hustet oder etwas Schweres hebt.

Bei der Drang-Inkontinenz ist die Blase zu aktiv.

Sie meldet dem Gehirn, dass sie voll ist.

Das passiert schon bei wenig Urin.

Dann entleert sie sich unkontrolliert.

Ärzte können herausfinden, welche Art von Inkontinenz man hat.

Untersuchungen bei Inkontinenz

Zuerst fragt der Arzt nach Folgendem:

  • wann und wie man Urin verliert
  • Lebensgewohnheiten
  • frühere Krankheiten
  • welche Medikamente man nimmt

Danach können weitere Untersuchungen helfen:

  • Blasen-Tagebuch: Man schreibt auf, wie viel man trinkt.

Man schreibt auch auf, wie oft man zur Toilette geht.

Und man schreibt auf, wann man ungewollt Urin verliert.

  • Ultraschall: Der Arzt schaut sich die Blase und die Nieren an.

Er sieht auch, ob die Gebärmutter oder Blase gesunken ist.

Er sieht auch, wie viel Urin in der Blase bleibt.

Das ist, nachdem man Wasser gelassen hat.

  • Urodynamische Untersuchung: Der Arzt füllt die Blase mit einem dünnen Schlauch.

Er fragt, wann man Harn-Drang spürt.

Er misst auch den Druck in der Blase, wenn man hustet.

  • Wenn der Arzt die Blase spiegelt, schaut er mit einem dünnen Schlauch direkt in die Blase.

So kann er sehen, ob etwas die Harn-Röhre verengt.

Beispiele dafür sind Tumore oder Steine.

Wie Inkontinenz behandelt wird

Frauen mit Belastungs-Inkontinenz können Silikon-Ringe oder Tampons in die Scheide einführen.

Diese stützen die Harn-Röhre und die Organe im Becken.

Bei Drang-Inkontinenz hilft ein Blasen-Training.

Die Blase lernt, mehr Urin zu speichern.

Wenn Sie abnehmen, entlastet das auch den Becken-Boden.

Man sollte auch Dinge meiden, die die Blase reizen.

Dazu gehören:

  • Wenn man raucht
  • Alkohol
  • zuckerhaltige Getränke
  • Getränke mit Kohlensäure
  • Kaffee

Medikamente bei Inkontinenz

Medikamente können eine überaktive Blase beruhigen.

Bei Belastungs-Inkontinenz stärken Medikamente mit Östrogen das Gewebe im Genitalbereich.

Wenn diese Behandlungen und Medikamente nicht helfen, gibt es Operationen.

Weitere Behandlungen bei Inkontinenz

Bei einer überaktiven Blase kann man Botox in den Blasen-Muskel spritzen.

Das ist ein Medikament, das den Muskel entspannt.

Ärzte können auch einen Blasen-Schrittmacher einsetzen.

Dieses kleine Gerät sendet elektrische Signale.

Es korrigiert falsche Signale zwischen Blase und Gehirn.

Bei Belastungs-Inkontinenz kann man gelartige Stoffe in die Harn-Röhre spritzen.

Das hilft dem Schließ-Muskel, besser abzudichten.

Eine Band-Operation kann auch helfen.

Dabei stützt man das gesunkene Gewebe mit einem Band unter der Harn-Röhre.

Doktor Cordula Müller sagt: Ärzte können jede Inkontinenz behandeln.

In mehr als 80 Prozent der Fälle wird es besser.

Vor allen Operationen und Medikamenten sollte man den Becken-Boden trainieren.

Ein starker Beckenboden schützt vor Inkontinenz

Den Becken-Boden zu trainieren, ist die wichtigste Behandlung bei Inkontinenz.

Die Beckenboden-Muskeln halten Stuhl und Urin zurück.

Das Training stärkt den Schließ-Muskel der Harn-Röhre.

Man muss lernen, wie man diese Muskeln richtig anspannt.

Stefanie Peters ist Physiotherapeutin.

Sie sagt: Wer früh mit dem Training beginnt, beugt Inkontinenz vor.

Stefanie Peters sagt: Es ist wichtig, mit dem Beckenboden-Training anzufangen, bevor das Problem da ist.

Es gibt Hilfen für das Beckenboden-Training im Alltag.

Hilfen für das Beckenboden-Training

  • Vaginal-Gewichte: Das sind kleine Gewichte, die man in die Scheide einführt.

Um sie nicht zu verlieren, spannt man den Becken-Boden an.

Das stärkt die Muskeln.

  • Biofeedback: Das ist eine Methode, bei der ein Gerät Töne oder Bilder ausgibt.

So sieht man, ob man den Becken-Boden richtig anspannt und ob man ihn richtig entspannt.

  • Nerven stimulieren: Ein Gerät sendet elektrische Impulse an einen Nerv im Becken.

Das führt dazu, dass sich der Becken-Boden anspannt.

Es stärkt den Schließ-Muskel und hilft, die Muskeln besser zu spüren.

  • Digitale Gesundheits-Anwendungen (DiGA): Das sind spezielle Programme für Smartphones oder Tablets, die man auf Rezept bekommt.

Die Kranken-Kassen bezahlen sie.

Sie bieten Trainings-Pläne für den Becken-Boden und die Blase.

Sie geben auch Tipps, wie man Trink- und Essgewohnheiten ändern kann.

Inkontinenz ist immer noch ein Thema, über das viele nicht sprechen wollen.

Aber man kann den Urin, den man ungewollt verliert, mit der richtigen Behandlung stark verringern.

Deshalb ist es wichtig, sich Hilfe zu suchen.

Die Deutsche Kontinenz-Gesellschaft hilft dabei, Experten zu finden.

Dieser Text ist eine Übersetzung durch eine KI. Der Originaltext lautet "Inkontinenz: Wie man sie behandeln und vermeiden kann" und ist von Caroline Beyer-Enke.