Die Wissens-Kolumne von NANO und Terra X:Mission zum Mars: Was wir für die Erde lernen
von Carmen Köhler
Was Analog-Missionen über Überleben im Extremen lehren - und warum der Mars uns zeigt, wie kostbar die Erde ist.
Quelle: Torsten Zimmermann
Wir sind nach über 50 Jahren mit der "Artemis-2"-Mission zum Mond zurückgekehrt - und die Raumfahrtpläne von SpaceX, NASA und ESA der nächsten Jahrzehnte sind ambitioniert. Weitere astronautische Missionen zum Mond sind schon geplant und technologisch macht die Menschheit aktuell riesige Schritte.
In der Wissens-Kolumne von NANO und Terra X auf ZDFheute beschäftigen sich ZDF-Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten wie Harald Lesch, Mirko Drotschmann und Jasmina Neudecker sowie Gastexpertinnen und Gastexperten jeden Sonntag mit großen Fragen der Wissenschaft - und welche Antworten die Forschung auf die Herausforderungen unserer Zeit bietet.
Starship soll rund 100 Passagiere in den Weltraum befördern können - ein Meilenstein, der auch bemannte Missionen zum Mars realistischer erscheinen lässt als je zuvor.
Denn Menschen waren schon immer neugierig und abenteuerlustig. Die Seefahrer des 15. Jahrhunderts brachen oft jahrelang in das Unbekannte auf, ohne zu wissen, was sie erwartet - ohne GPS oder Internet. Sie folgten dem menschlichen Entdeckerdrang, um die Grenzen des Bekannten zu verschieben.
Ein historischer Flug zum Mond: Die Artemis-2-Crew blickt auf eine außergewöhnliche Mission zurück. Nie waren Menschen weiter von der Erde entfernt.
10.04.2026 | 2:36 minZurück in die Höhle: Marsforschung unter der Erde
Das Überleben auf dem Mars stellt Menschen jedoch vor extreme Herausforderungen: mit durchschnittlich minus 70 Grad, kosmischer Strahlung ohne schützendes Magnetfeld, geringer Atmosphäre und Sandstürmen.
Eine der vielversprechendsten Ideen für das Überleben dort ist das unterirdische Leben in Lavakanälen. Dort schirmen die Gesteinsschichten die Strahlung ab und stabilisieren die Temperatur. Genau das simuliert die Ares-Station von Astroland in Kantabrien in Spanien - das weltweit erste permanente unterirdische Habitat.
Könnte der Mensch auf dem Mars eine neue Heimat finden, wenn "mit der Erde Schluss" ist? Uli Kunz und die Welt starten eine Paartherapie der besonderen Art - um die Erde zu retten.
19.03.2026 | 24:44 minUnbekanntes könnte den Tod bedeuten
Bei sogenannten Analog-Missionen simulieren Wissenschaftler*innen auf der Erde verschiedene Bedingungen anderer Planeten - in Wüsten, auf Vulkanfeldern oder eben in Höhlen. Sie testen wie Menschen, Technologien und Systeme unter extremen Bedingungen funktionieren, bevor echte Missionen stattfinden. Eine Reise zum Mars dauert ungefähr sechs Monate und so versucht man, alle Fehler bereits auf der Erde zu machen.
Jedes Signal nach draußen wird um zehn Minuten verzögert - so lange würde eine echte Nachricht zwischen Erde und Mars im Durchschnitt zur Übertragung brauchen. Somit ist man auf sich selbst und sein Team gestellt. In der Ares-Station können bis zu acht Forscher*innen tagelang in vollständiger Isolation leben und testen, wie Menschen unter Ressourcenmangel funktionieren - physisch wie psychologisch.
Was gestern noch Science-Fiction war, könnte bald Wirklichkeit werden. Noch in diesem Jahrhundert will der Mensch zum Mars aufbrechen. In der Wüste des Oman forschen Wissenschaftler unter marsähnlichen Bedingungen.
08.03.2018 | 4:59 minFortpflanzung im All: die offene Frage
Können Menschen auf dem Mars überhaupt eine Zukunft aufbauen, die über eine Generation hinausgeht? Bislang gibt es noch keine Weltall-Babys und Tests auf der Erde sind nicht möglich. Erhöhte Strahlung im All kann DNA schädigen, Schwerelosigkeit beeinflusst Spermienmotilität und Eizellentwicklung.
Es gibt aber bereits Unternehmen, wie SpaceBorn United, das an einem Embryo-Inkubator für den Einsatz im All arbeitet, der Zeugung unter partieller Schwerkraft ermöglichen soll. Dies liest sich wie ein Science-Fiction-Roman, ist aber ernstzunehmende Wissenschaft und wirft zudem wichtige ethische Fragen auf.
Gibt es Leben auf dem Mars? Suzanna Randall und Harald Lesch werfen einen Blick auf die Mission von Marsrover Perseverence – und seine vielen Vorgänger.
21.09.2022 | 17:59 minMarsforschung für die Erde: Lösungen aus Extremlaboren
Das Weltall ist ein extremer Ort für irdisches Leben und erfordert Technologien, die uns auch auf der Erde helfen. In Marslaboren entstehen geschlossene Wasserkreisläufe, autarke Energieversorgung sowie bodenlose Lebensmittelproduktion, um mit minimalen Ressourcen zu leben.
Analog-Missionen bieten somit eine Innovationsplattform für das Leben auf anderen Himmelskörpern und zeigen, wie wir heute schon ressourcenschonender auf der Erde leben können - lange bevor wir den Mars erreichen.
Der Mars ist das nächste große Ziel der Raumfahrt und schon in zehn bis 15 Jahren könnte der Mensch den Mars betreten: Ein Planet der Superlative mit dem größten Canyon und dem höchsten Vulkan des Sonnensystems.
21.07.2019 | 43:39 min...hat nach einer Ausbildung zur Friseurin Mathematik studiert und in Physik promoviert. Als Analog-Astronautin beim Österreichischen Weltraum Forum (OeWF) forscht sie in marsähnlichen Regionen der Erde für zukünftige Marsmissionen und leitet dort die KI Space Gruppe. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der P3R GmbH, die auf meteorologische Software und Dienstleistungen rund um Wetter- und Erdbeobachtung spezialisiert ist. Am CTFC (Zentrum für Forstwissenschaft und -technologie Kataloniens) leitet sie die Gruppe für Atmosphärische Modellierung und Waldbrände.
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