ChatGPT: Florida verklagt KI-Unternehmen OpenAI

KI-Unternehmen OpenAI:"Gefährden unsere Kinder" - Florida verklagt ChatGPT-Firma

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Der Chatbot sei eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und insbesondere für Kinder und Jugendliche: Die Staatsanwaltschaft in Florida verklagt den ChatGPT-Entwickler OpenAI.

Auf einem Smartphone ist das ChatGPT-Logo zu sehen.

Der US-Bundesstaat Florida geht juristisch gegen OpenAI vor. In der Klageschrift heißt es, die Software ChatGPT sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit, da sie zu Gewalt ermutige.

02.06.2026 | 0:27 min

Der US-Bundesstaat Florida hat das KI-Unternehmen OpenAI und dessen Geschäftsführer Sam Altman verklagt. Generalstaatsanwalt James Uthmeier wirft dem Unternehmen vor, mit seinem Chatbot ChatGPT die Nutzer zu gefährden. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch. Uthmeier kritisierte:

Wir gefährden unsere Kinder und täuschen Eltern, indem wir ihnen vorgaukeln, die Anwendung sei sicher - was sie eindeutig nicht ist.

James Uthmeier, Generalstaatsanwalt Florida

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Kritik an ChatGPT: "Kinder einer großen Gefahr ausgesetzt"

Der Chatbot verursache Abhängigkeit und kognitive Schäden, fügte Uthmeier hinzu. "Wir wissen, dass ChatGPT süchtig machen kann. Die Anwendung imitiert Empathie und menschliche Eigenschaften, um Nutzer dazu zu bringen, ihr immer mehr Informationen zu geben." Auch sammle ChatGPT Daten von Minderjährigen, ohne dass es eine angemessene Aufsicht durch Eltern gebe.

Der Staatsanwalt kritisierte das Fehlen einer Altersverifizierung. "Obwohl die Nutzung von ChatGPT durch Minderjährige, darunter auch Kinder im vorpubertären Alter, öffentlich bekannt ist, haben die Beklagten keine Maßnahmen ergriffen, um deren Nutzung von ChatGPT zu verhindern." Für Kinder unter 13 ist die Nutzung verboten, für Jugendliche die Zustimmung der Eltern erforderlich. Eine formelle Altersverifikation ist aber nicht erforderlich.

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Auch seien wiederholte Warnungen von Experten ignoriert worden. OpenAI habe interne Sicherheitswarnungen unter Verschluss gehalten und Nutzerinnen und Nutzer über die Gefahren des Produkts getäuscht. Dadurch seien auch "Kinder einer großen Gefahr ausgesetzt" worden.

Staatsanwalt: Produkt ermutige zur Gewalt

Der Chatbot sei zudem eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit, heißt es in der Klage. Unter anderem soll ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen haben. Auch die tödlichen Schüsse auf einem Universitätsgelände im April 2025 werden genannt - der Schütze soll vor der Tat Ratschläge von dem KI-Chatbot eingeholt haben. Florida hatte seinerzeit schon Ermittlungen dazu aufgenommen. OpenAI beharrt darauf, dass ChatGPT nicht für die Tat verantwortlich sei.

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Uthmeier indes resümiert: OpenAI habe ein Produkt auf den Markt gebracht, das zur Gewalt ermutige.

Menschen werden verletzt, Eltern getäuscht, und sie müssen dafür bezahlen.

James Uthmeier, Generalstaatsanwalt Florida

Der Staatsanwalt forderte eine Strafe in Höhe von umgerechnet 8.600 Euro pro Verstoß.

OpenAI verwies in einer Reaktion auf Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Maßnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein.

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Quelle: dpa, AFP, AP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 02.06.2026 ab 09:00 Uhr.

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