Stuttgarter Autobauer:Porsche baut bis 2035 weitere 5.000 Stellen ab
5.000 weitere Stellen will Porsche bis 2035 abbauen. Ein "Zukunftspaket" sieht gleichzeitig eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung sowie Milliarden-Investitionen vor.
Der Sportwagenbauer Porsche will mit einem "Zukunftspaket" zurück in die Spur finden.
Quelle: dpaDer Sportwagenbauer Porsche baut in der Region Stuttgart bis 2035 weitere 5.000 Stellen ab. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in nahen Weissach. Die Beschäftigungssicherung wird im Gegenzug bis Ende 2035 verlängert, wie Unternehmen und Gesamtbetriebsrat mitteilten.
Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall werden damit rund 8.900 Stellen gestrichen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde.
Gewerkschaften an Verhandlungen beteiligt
Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen - vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. An den Verhandlungen waren auch die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall beteiligt. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern.
Porsche im Krisenmodus: Der Gewinn des Sportwagenbauers brach im vergangenen Jahr um 91,4 Prozent ein. Grund seien das China-Geschäft und Belastungen durch US-Zölle.
11.03.2026 | 0:44 minDas sogenannte Zukunftspaket sieht deshalb auch Investitionen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro vor. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass die zweitürigen Sportwagen weiterhin in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleibt. Finanziert wird das demnach durch ein umfassendes Maßnahmenpaket. "Es soll die Personalkosten deutlich senken und die Arbeit an den Standorten flexibler und produktiver machen", hieß es in der Mitteilung.
Weihnachtsgeld sinkt, Homeoffice-Regeln verschärft
Konkret bedeutet das unter anderem: Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg.
Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein.
Die Zahl der Autos in Deutschland steigt weiter. 2026 kamen auf 1.000 Einwohner durchschnittlich 593 Autos, so das Statistische Bundesamt. Die höchste Pkw-Dichte hat das Saarland.
22.07.2026 | 0:33 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Mehr zur Krise der Autobauer
- Interview
VW-Chef spricht über Konzernlage:Müssen Sie die VW-Zahlen schönreden, Herr Blume?
mit Video8:20 "Druck und Angst sind keine Strategie":Sparpläne bei Mercedes: Zehntausende protestieren
Laura Ozdoba und Pablo Silalahi, Stuttgartmit Video1:27Produktion soll hochgefahren werden:Tesla plant 3.500 neue Arbeitsplätze in Grünheide
mit Video0:34- Interview
Automesse in Peking:Was Chinas Autobauer unternehmen, um in Europa Fuß zu fassen
mit Video1:41