Institut der Deutschen Wirtschaft:IW-Studie warnt vor dem Einbau von neuen Gasheizungen
Forscher des Instituts der Deutschen Wirtschaft sehen das neue Heizungsgesetz kritisch. Laut einer aktuellen Studie wird auch vor dem Einbau neuer Gasheizungen gewarnt.
Der Bundestag hat das neue Heizungsgesetz verabschiedet. Künftig sollen Eigentümer frei darüber entscheiden können, ob sie sich eine Wärmepumpe, Gas- oder Ölheizung einbauen lassen.
10.07.2026 | 1:51 minEine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) warnt vor dem Einbau neuer Gasheizungen. Die jährlichen Heizkosten bei einer neuen Gasheizung könnten sich bis 2040 fast verdoppeln, berichtete die "Rheinische Post" (Samstag) unter Verweis auf die bislang unveröffentlichte IW-Untersuchung.
Der Einbau einer Wärmepumpe dagegen würde das Kostenrisiko in den kommenden Jahren demnach drastisch und spürbar reduzieren. Beim Einbau einer Wärmepumpe würden die Heizkosten über viele Jahre weitgehend stabil bleiben. In teilsanierten Altbauwohnungen würde dies im Vergleich zur Gasheizung 1.000 Euro oder mehr im Jahr sparen.
„Es ist günstiger, auf eine Wärmepumpe zu setzen.“ Mit einer Gasheizung werde es für Mieter und Vermieter teurer, sagt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, zum Heizungsgesetz.
15.05.2026 | 6:40 minIW-Forscher: Heizungsgesetz schafft neue Unsicherheit
Vor diesem Hintergrund sieht das Institut das neue Heizungsgesetz kritisch. Die Vorgaben für den Heizungstausch wurden damit abgeschafft, der Einbau von Gas- und Ölheizungen ist weiterhin möglich.
Dies steht in einem unmittelbaren Spannungsverhältnis zum gesetzlichen Ziel, spätestens 2045 Klimaneutralität zu erreichen.
Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln)
Zugleich sollen Gas- und Ölheizungen aber zu steigenden Anteilen mit alternativen Brennstoffen betrieben werden, was die Kosten weiter in die Höhe treiben dürfte.
Das neue Heizungsgesetz schaffe neue Unsicherheit, erklärten die IW-Forscher. "Haushalte könnten dadurch zu Investitionen verleitet werden, die zwar kurzfristig zulässig erscheinen, sich langfristig jedoch als unwirtschaftlich oder regulatorisch nicht tragfähig erweisen."
Einst war das sogenannte Heizungsgesetz der Zankapfel der Koalition. Nun soll es überarbeitet werden und zukünftig Gebäudemodernisierungsgesetz heißen. Was ändert sich?
13.05.2026 | 2:46 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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