Finanzfrust im Januar?:Mit der richtigen Planung ins neue Jahr starten
von Svetlana Leitz und Juana Guschl
Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, um die Finanzplanung in die Hand zu nehmen. Tipps, um den Überblick zu bekommen.
Im neuen Jahr die Ausgaben besser kontrollieren, ohne auf wichtige Dinge zu verzichten? Mit der 50-30-20-Regel zeigen wir einen einfachen Weg zu klarem Überblick.
07.01.2026 | 1:13 minWeihnachten ist zwar das Lieblingsfest der Deutschen - aber auch ein sehr teures. Einer Umfrage der FOM München zufolge, geben wir Deutschen durchschnittlich 500 Euro allein für Geschenke aus. So hinterlässt Weihnachten ein kräftiges Minus auf unseren Konten und im Geldbeutel.
Und im neuen Jahr kommen direkt die nächsten Ausgaben auf uns zu. Die Kfz-Versicherung wird im Januar fällig. Je nach Fahrzeug, Anbieter und Tarif kann dieser Jahresbeitrag zwischen 200 und 4.000 Euro betragen. Wer auch andere Versicherungsverträge mit einer jährlichen Zahlung abgeschlossen hat, bei dem können im Januar auch Haftpflicht- oder Hausratversicherung fällig werden; genau wie Vereinsmitgliedschaften oder der Rundfunkbeitrag.
Kurzum: Der Januar kann ein finanzielles Nadelöhr sein und Verbraucherinnen und Verbraucher in Engpässe führen. Um das zu vermeiden, empfehlen Finanzexperten eine vorausschauende Finanzplanung. Und was wäre ein passenderer Vorsatz als genau jetzt, strukturiert und sortiert ins neue Finanzjahr zu starten?
In wirtschaftlich unsicheren Zeiten sparen viele lieber als das Geld auszugeben. Aber nicht zuletzt die Zurückhaltung beim privaten Konsum bremst die Konjunktur, sagen Experten.
26.02.2025 | 3:08 minFinanzplanung: Bewusster Umgang mit den eigenen Finanzen
Sylvia Groh ist Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie rät zum bewussten Umgang mit Geld und Finanzen. Das bedeutet: Die eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen, Einnahmen und Ausgaben erfassen, das Ergebnis bewerten und Ausgaben entsprechend planen.
Familie Andaloussi hat einen Traum – aber kein Geld. Pia Osterhaus und Experte Saidi Sulilatu verfolgen alle Ausgaben und geben Spartipps. Damit sich die Andaloussis ihren Traum erfüllen können.
26.12.2025 | 44:00 minDer erste Schritt dieser Planung ist ein Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Wie viel verdiene ich? Und wie viel davon muss - und möchte - ich wofür ausgeben? Dazu zählen regelmäßig oder monatlich anfallende Fixkosten wie Miete, Kreditraten, Versicherungen, Lebensmittel, Abos. Und natürlich Urlaub, Reparaturen, Restaurantbesuche, Kleidung, Geschenke - und auch einen gewissen Teil zum Sparen und Anlegen.
Diese Ausgaben gilt es dann zu priorisieren. Sylvia Groh empfiehlt zu entscheiden, was einem zu welcher Zeit besonders wichtig ist und dann einen Plan aufzustellen: "Das können Budgets für einzelne Kategorien sein wie Kleidung, Freizeit oder eine Festlegung, wieviel Euro pro Woche für persönliche Bedürfnisse zur Verfügung stehen."
ETF steht für exchange traded fund. Bislang waren das vor allem passive Indexfonds. Jetzt gibt es auch aktiv gehandelte ETFs. Hier entscheidet ein Manager, was im ETF landet.
30.05.2024 | 2:32 minDie 50-30-20-Regel
In diesem Zusammenhang wird immer wieder zur 50-30-20-Regel geraten. Dabei handelt es sich um eine Faustformel, wie man sich das eigene Einkommen geschickt aufteilen kann. So können gleichermaßen die Fixkosten beglichen werden; es bleibt aber auch genügend Geld für Freizeitausgaben und fürs Sparen übrig.
Bei der Finanz-Faustregel geht es darum, das eigene Einkommen in drei Teile aufzuteilen: Fixkosten, Freizeitausgaben und Sparen. Der größte Teil, 50 Prozent des Geldes, wandert in einen Topf für notwendige Ausgaben wie Miete, Strom, Lebensmittel und Versicherungen.
Maximal 30 Prozent sind für all die Dinge, die nicht unbedingt notwendig sind: etwa Cafébesuche, Streamingabos oder Kleidung.
Für die Zukunft, also zum Sparen oder Anlegen, sind 20 Prozent des Monatsbudgets bestimmt; z.B. als Dauerauftrag auf ein Tagesgeldkonto oder ein ETF-Depot.
Finanzexpertin Groh meint: "Die 50-30-20-Regel kann man machen, sollte aber nicht als starrer Grundsatz angesehen werden." Finanzplanung sei individuell. Groh findet es wichtig, dass kein zu großer Teil des Einkommens für die Fixkosten verplant sei.
Das ist aber nicht immer möglich. In manchen Großstädten werden allein 50 Prozent des Einkommens von der Miete geschluckt, sodass kaum mehr 20 Prozent zum Anlegen übrigbleiben.
Wer die eigenen Finanzen nicht im Blick hat, kann sich verschulden. Umso wichtiger zu wissen: Wie erkennst du Schuldenfallen und wieso solltest du Schulden überhaupt vermeiden?
08.10.2024 | 11:08 minKonkrete Ziele setzen und Routinen finden
"Für manchen wird es einfacher zu erreichen sein, wenn man sich ein konkretes Ziel setzt, auf das zugespart wird", schätzt Sylvia Groh. Wenn beispielsweise ein neues Auto oder ein Urlaub geplant ist, sollte auch hierfür monatlich Geld zur Seite gelegt werden.
Ziel ist, eine langfristige Routine zu finden. So wird der nächste Jahreswechsel nicht mehr zum finanziellen Nadelöhr, sondern bewusst als Sonderausgabe eingeplant.
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