Finanzen und Sparen: Mit Routine fit ins neue Budgetjahr starten

Finanzfrust im Januar?:Mit der richtigen Planung ins neue Jahr starten

von Svetlana Leitz und Juana Guschl

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Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, um die Finanzplanung in die Hand zu nehmen. Tipps, um den Überblick zu bekommen.

Eine Frau zeigt mit einem Donut, wie die 50-30-20-Regel funktioniert und warum sie hilft, Ausgaben einfach und anschaulich zu steuern.

Im neuen Jahr die Ausgaben besser kontrollieren, ohne auf wichtige Dinge zu verzichten? Mit der 50-30-20-Regel zeigen wir einen einfachen Weg zu klarem Überblick.

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Weihnachten ist zwar das Lieblingsfest der Deutschen - aber auch ein sehr teures. Einer Umfrage der FOM München zufolge, geben wir Deutschen durchschnittlich 500 Euro allein für Geschenke aus. So hinterlässt Weihnachten ein kräftiges Minus auf unseren Konten und im Geldbeutel.

Und im neuen Jahr kommen direkt die nächsten Ausgaben auf uns zu. Die Kfz-Versicherung wird im Januar fällig. Je nach Fahrzeug, Anbieter und Tarif kann dieser Jahresbeitrag zwischen 200 und 4.000 Euro betragen. Wer auch andere Versicherungsverträge mit einer jährlichen Zahlung abgeschlossen hat, bei dem können im Januar auch Haftpflicht- oder Hausratversicherung fällig werden; genau wie Vereinsmitgliedschaften oder der Rundfunkbeitrag.

Kurzum: Der Januar kann ein finanzielles Nadelöhr sein und Verbraucherinnen und Verbraucher in Engpässe führen. Um das zu vermeiden, empfehlen Finanzexperten eine vorausschauende Finanzplanung. Und was wäre ein passenderer Vorsatz als genau jetzt, strukturiert und sortiert ins neue Finanzjahr zu starten?

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Finanzplanung: Bewusster Umgang mit den eigenen Finanzen

Sylvia Groh ist Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie rät zum bewussten Umgang mit Geld und Finanzen. Das bedeutet: Die eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen, Einnahmen und Ausgaben erfassen, das Ergebnis bewerten und Ausgaben entsprechend planen.

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Der erste Schritt dieser Planung ist ein Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Wie viel verdiene ich? Und wie viel davon muss - und möchte - ich wofür ausgeben? Dazu zählen regelmäßig oder monatlich anfallende Fixkosten wie Miete, Kreditraten, Versicherungen, Lebensmittel, Abos. Und natürlich Urlaub, Reparaturen, Restaurantbesuche, Kleidung, Geschenke - und auch einen gewissen Teil zum Sparen und Anlegen.

Diese Ausgaben gilt es dann zu priorisieren. Sylvia Groh empfiehlt zu entscheiden, was einem zu welcher Zeit besonders wichtig ist und dann einen Plan aufzustellen: "Das können Budgets für einzelne Kategorien sein wie Kleidung, Freizeit oder eine Festlegung, wieviel Euro pro Woche für persönliche Bedürfnisse zur Verfügung stehen."

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Die 50-30-20-Regel

In diesem Zusammenhang wird immer wieder zur 50-30-20-Regel geraten. Dabei handelt es sich um eine Faustformel, wie man sich das eigene Einkommen geschickt aufteilen kann. So können gleichermaßen die Fixkosten beglichen werden; es bleibt aber auch genügend Geld für Freizeitausgaben und fürs Sparen übrig.

Bei der Finanz-Faustregel geht es darum, das eigene Einkommen in drei Teile aufzuteilen: Fixkosten, Freizeitausgaben und Sparen. Der größte Teil, 50 Prozent des Geldes, wandert in einen Topf für notwendige Ausgaben wie Miete, Strom, Lebensmittel und Versicherungen.

Maximal 30 Prozent sind für all die Dinge, die nicht unbedingt notwendig sind: etwa Cafébesuche, Streamingabos oder Kleidung.

Für die Zukunft, also zum Sparen oder Anlegen, sind 20 Prozent des Monatsbudgets bestimmt; z.B. als Dauerauftrag auf ein Tagesgeldkonto oder ein ETF-Depot.


Finanzexpertin Groh meint: "Die 50-30-20-Regel kann man machen, sollte aber nicht als starrer Grundsatz angesehen werden." Finanzplanung sei individuell. Groh findet es wichtig, dass kein zu großer Teil des Einkommens für die Fixkosten verplant sei.

Das ist aber nicht immer möglich. In manchen Großstädten werden allein 50 Prozent des Einkommens von der Miete geschluckt, sodass kaum mehr 20 Prozent zum Anlegen übrigbleiben.

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Konkrete Ziele setzen und Routinen finden

"Für manchen wird es einfacher zu erreichen sein, wenn man sich ein konkretes Ziel setzt, auf das zugespart wird", schätzt Sylvia Groh. Wenn beispielsweise ein neues Auto oder ein Urlaub geplant ist, sollte auch hierfür monatlich Geld zur Seite gelegt werden.

Ziel ist, eine langfristige Routine zu finden. So wird der nächste Jahreswechsel nicht mehr zum finanziellen Nadelöhr, sondern bewusst als Sonderausgabe eingeplant.

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "Neues Jahr, neues Budget: So nutzt man die 50-30-20-Regel" am 07.01.2026 um 06:14 Uhr.

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