Superfood selbst gemacht: Nachhaltige Lebensmittel
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Wer sich gesund ernähren möchte, greift gerne zu den sogenannten Superfoods. Diese sollen allerdings eine schlechte Ökobilanz haben – allen voran die Avocado. Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein klärt auf, worauf bei Lebensmitteln zu achten ist.
Alternativen zu Avocado
Für den Anbau von einem Kilo Avocados werden 1000 Liter Wasser verbraucht. Dies ist vor allem in trockenen Anbaugebieten ein großes Problem. Auch die hektarweise Rodung von Wäldern, um Avocado-Bäume anzupflanzen, hat für das Ökosystem fatale Folgen. „Das bedeutet nicht, dass man nie wieder Avocados kaufen soll. Grundsätzlich ist es nur wichtig, zu hinterfragen, woher die Lebensmittel kommen. Dieses Bewusstsein hilft, den Lebensmittelkonsum zu überdenken und einzuschränken“, erläutert Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein. Mit diesen Nahrungsmitteln können die Inhaltsstoffe einer Avocado abgedeckt beziehungsweise ersetzt werden: Champignons für eine Vitamin-D-Versorgung, Möhren für die Zufuhr von Beta-Carotin, Babyspinat enthält Folsäure und Leinöl die in Avocado enthaltenen guten Fette.
Brokkoli-Aufstrich anstelle eines Avocado-Dips
Zutaten
1 Brokkoli
1/2 rote Zwiebel
etwas Chilipulver
etwas Paprikapulver
etwas weißen Pfeffer
1 Becher Crème fraîche
1 - 2 Spritzer Limette
Meersalz
Zubereitung
Den Brokkoli in kleine Röschen zerteilen und in etwas Salzwasser fünf bis zehn Minuten kochen, sodass die grüne Farbe noch bleibt. Anschließend etwas abkühlen lassen. Die Zwiebel klein würfeln. Den Brokkoli mit der Zwiebel und den Gewürzen in das Stabmixergefäß füllen und mit der Crème fraîche verrühren. Anschließend mit dem Stabmixer fein pürieren. Den Limettensaft und eventuell noch etwas Salz hinzufügen. Im Kühlschrank aufbewahren.
Kokosöl und Palmöl
Ökologische Probleme bringt die Gewinnung von Palmöl mit sich, das in vielen industriell gefertigten Lebensmitteln steckt. Hektarweise wird Regenwald gerodet. Auch der Hype um das Kokosöl wird durch großflächige Anbauflächen, erhöhten Dünger-Einsatz und steigenden Wasserverbrauch zu ökologischen Problemen führen.
Alternative zum Schokoladenaufstrich ohne Palmöl
Zutaten
200 g Bio-Haselnüsse
200 g Bio-Mandeln
7 EL Bio-Rapsöl
5 EL Bio-Kakaopulver
1/2 Teelöffel frische Vanille
1 Prise Zimt
8 EL Agavendicksaft
1 Prise Salz
Zubereitung
Die Mandeln und die Haselnüsse in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten. Diese dabei immer mit einem Spatel bewegen, bis die Nüsse und Mandeln anfangen zu duften. Anschließend die Nüsse und Mandeln abkühlen lassen. Beides in ein Küchentuch geben und solange reiben, bis sich die Häutchen gelöst haben. Tipp: Nüsse und Mandeln geschält kaufen, um sich das Häuten zu ersparen. Dann die Nüsse und Mandeln in einem kräftigen Mixer zu einer sehr feinen Paste malen, dazu immer wieder die Masse zwischendurch lockern. Die Paste mit allen anderen Zutaten vermengen, bis ein cremiger, streichfähiger Aufstrich entsteht. In einem Schraubglas hält sich der Aufstrich im Kühlschrank vier bis acht Wochen. Diesen immer mal wieder gut durchrühren.
Einkaufs-Tipps: Nachhaltige Lebensmittel
Bei Produkten mit einem Fairtrade-Siegel handelt es sich nicht zwingend um Bioware. Allerdings stammen die Produkte aus einer sozialverträglichen Situation. Mit Fairtrade soll garantiert werden, dass die Arbeiter beziehungsweise Bauern unter angemessenen Bedingungen arbeiten und einen fairen Arbeitslohn erhalten. Zudem setzt sich Fairtrade auch für den Umweltschutz ein.
Durch lange Transportwege müssen Produkte mit Pestiziden geschützt werden. Wertvolle Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) gehen zudem verloren. Deshalb sollte man beim Kauf auf saisonale Lebensmittel aus der Region achten; beispielsweise Leinsamen anstelle von mexikanischen Leinsamen oder heimische Beeren anstelle von Açai-Beeren aus Südamerika kaufen.
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