Wintersport: FIS-Chef Eliasch abgewählt

Alexander Ospelt wird Nachfolger:"Albtraum ist vorbei": FIS-Chef Eliasch abgewählt

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Die Ära des umstrittenen FIS-Präsidenten Johan Eliasch ist nach fünf Jahren Geschichte. Alexander Ospelt wird denkbar knapp gewählt. Beim DSV regiert Erleichterung.

Der neu gewählte FIS-Präsident Alexander Ospelt (R) neben Ex-Präsident Johan Eliasch nach der Wahl beim 57. FIS-Kongress 2026 in Belgrad.

Der umstrittene Präsident des Ski-Weltverbands FIS, Johan Eliasch, ist abgewählt worden. Beim FIS-Kongress setzte sich Alexander Ospelt mit einer Stimme Vorsprung durch.

11.06.2026 | 1:40 min

Als Ski-Fürst Johan Eliasch mit dem denkbar knappsten Ergebnis vom Hof gejagt worden war, atmeten sie beim Deutschen Skiverband einmal tief durch. "Dieser jahrelange Albtraum ist vorbei", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach nach dem wegweisenden Ergebnis vom FIS-Kongress in Belgrad.

Mit 64:65 Stimmen ist Eliasch, der umstrittene Präsident des Ski- und Snowboardweltverbandes FIS, mit seiner angestrebten Wiederwahl gescheitert. Die fünf Jahre lange Ära des schwedisch-britischen Unternehmers war plötzlich Geschichte.

Hoffnung auf Nachfolger Ospelt

Der DSV verbindet mit der Wahl des Liechtensteiners Alexander Ospelt "vor allem die Hoffnung, dass die FIS nun wieder zu dem wird, was sie einmal war: ein Vorzeigeverband, der seinen Mitgliedern dient, ihre Interessen ernst nimmt und den Sport in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt", wie Schwarzbach betonte.

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Das war unter Eliasch für viele längst nicht mehr der Fall gewesen. Dem Unternehmer wurde von Verbänden und Athleten Misswirtschaft vorgeworfen und ihre Interessen nicht entschieden genug vertreten zu haben.

Vorwurf der Misswirtschaft an Eliasch

Wegen seiner Amtsführung und strittiger Vermarktungsideen geriet Eliasch in die Schusslinie. Auch die mutmaßlich schlechte Finanzlage des Verbandes lasteten ihm seine Gegner an. 2021 war er an die Spitze der FIS gekommen als Nachfolger von Gian Franco Kasper, der den wichtigsten Wintersportverband mehr als zwei Jahrzehnte lang geführt hatte.

Eliasch war mit dem Versprechen von Reformen angetreten, die der FIS und auch den nationalen Verbänden viel Geld einbringen sollten. Aber schnell wurde Kritik an seinem Gebaren laut. Dennoch war er 2022 ohne Gegenkandidat wiedergewählt worden. Damals waren wichtige Ski-Nationen wie Österreich, die Schweiz und Deutschland mit einer versuchten Abwahl noch gescheitert.

DSV sieht "Chance auf Neuanfang"

"Wir haben heute die Chance auf einen Neuanfang bekommen", sagte Schwarzbach nun. "Jetzt liegt es an uns allen, diese Chance verantwortungsvoll zu nutzen".

Nachfolger von Eliasch wird Ospelt. Der 58-Jährige ist seit 1997 als selbstständiger Rechtsanwalt tätig und arbeitete auch schon als Mitarbeiter bei der Ständigen Vertretung Liechtensteins bei den Vereinten Nationen in New York. Von 2016 bis 2023 war er Präsident des Liechtensteinischen Skiverbandes. "Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst - wir alle sind FIS", sagte Ospelt und versprach:

Ich werde der Präsident für euch alle sein.

Der neue FIS-Chef Alexander Ospelt

Auch Eliasch, der nach der verlorenen Unterstützung aus seinen Heimatländern Schweden und Großbritannien als Kandidat Georgiens angetreten war, gratulierte seinem Nachfolger zur Wahl - jedoch nicht ohne dem Internationalen Olympischen Komitee vorzuwerfen, es habe versucht, die Wahl zu beeinflussen. "Dagegen", sagte Eliasch, "müssen wir standhaft bleiben, weil wir unabhängig sind". Für ihn kam das Aus trotz aller Beschwörungen.

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Quelle: Reuters

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Quelle: SID, dpa
Das ZDF berichtete über dieses Thema in dem Beitrag "FIS: Ospelt folgt auf Eliasch" am 11.06.2026 um 18:17 Uhr.

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