Ex-Fußball-Weltmeister:Özil in Vorstand der Erdogan-Partei gewählt
Der deutsche Ex--Nationalspieler Mesut Özil pflegt eine enge Beziehung zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Nun treten sie auch politisch gemeinsam auf.
Dieses Foto führte zu einer großen Debatte: Recep Tayyip Erdogan (r.) und Mesut Özil.
Quelle: dpaDer frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat seine ersten Schritte in der Politik gemacht - und engagiert sich künftig in der Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.
Wie die regierende AKP mitteilte, wurde der Weltmeister von 2014 am Sonntag auf dem Kongress in der Hauptstadt Ankara in den Vorstand der islamisch-konservativen Partei gewählt.
Die Debatte über den sogenannten Wolfsgruß bei der Fußball-EM reißt nicht ab. Man müsse das Problem des Rechtsextremismus wahrnehmen, sagt Türkei- und Islamexperte Eren Güvercin.
08.07.2024 | 5:42 minÖzil tritt seit Jahren in der Öffentlichkeit als Unterstützer von Erdogans Politik auf und rief zu dessen Wahl auf, bei der Hochzeit des früheren Fußballstars war der türkische Staatschef 2019 als Trauzeuge zu Gast.
Seine sportliche Karriere hatte der 92-malige Nationalspieler Özil 2023 bei Istanbul Basaksehir beendet.
Die erste Folge unseres neuen Formats: Traumberuf Profi Spezial! Hier begleiten wir deutsch sprachige Fußballer, die im Ausland spielen. An der heutigen Folge nehmen Basaksehir-Star Berkay Özcan und Górnik Zabrze-Star Lawrence Ennali teil.
30.04.2024 | 22:53 minFoto sorgte für Aufsehen
Im Jahr 2018 hatte ein Foto von Özil und dem früheren Nationalspieler Ilkay Gündogan an der Seite Erdogans kurz vor der WM in Russland für einen Eklat gesorgt. In der Folge trat Özil, der einst als Symbol für ein multikulturelles Deutschland galt, geräuschvoll aus dem Nationalteam zurück. Dabei beklagte der frühere Mittelfeldspieler unter anderem Rassismus und kritisierte die damalige DFB-Spitze scharf.
Ex-Nationalspieler Gündogan (links) posierte 2018 mit dem türkischen Präsidenten Erdogan.
Quelle: dpaKritiker werfen Erdogan Rückschritte bei der rechtsstaatlichen und demokratischen Entwicklung des Landes vor. Im Juni 2018 wurde durch eine Verfassungsänderung ein Präsidialsystem eingeführt, das die Macht des Staatschefs stark erweitert.
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