Super Bowl: Seattle Seahawks bezwingen die New England Patriots

Super Bowl in Santa Clara:Seattle Seahawks gewinnen - Trump schimpft über Halbzeitshow

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Mit 29:13 gewinnen die Seattle Seahawks die 60. Super Bowl klar gegen die New England Patriots. In der Halbzeitshow tritt Bad Bunny auf - und erzürnt US-Präsident Trump.

Die Seattle Seahawks gewinnen den Super Bowl mit 29:13 gegen die New England Patriots. Für die Seahawks ist es der zweite Super Bowl-Titel. Am 2. Februar 2014 gewannen sie mit 43:8 gegen die Denver Broncos.

Für die Patriots war es die erste Super-Bowl-Teilnahme seit dem Abschied von Superstar Tom Brady. Quarterback des Teams ist jetzt der junge Drake Maye. Ausgetragen wurde das Football-Spiel im Levi's Stadium im US-Bundesstaat Kalifornien, etwa eine Autostunde südlich von San Francisco.

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Auftakt mit Green Day, Charlie Puth und Coco Jones

Vor dem Kickoff zum Football-Finale trat am Sonntagabend als Hauptact der Eröffnungszeremonie die US-Punkrock-Band Green Day auf. Die Gruppe performte ihren als politische Protesthymne bekannten Anti-Kriegs-Song "Holiday" sowie die Hits "Boulevard of Broken Dreams" und "American Idiot".

Die zum Auftakt der Super-Bowl-Zeremonie übliche US-Nationalhymne sang dieses Mal US-Popstar und Songwriter Charlie Puth ("See You Again").

Zu den weiteren Klassikern des Musikprogramms gehörten "Lift Every Voice and Sing", interpretiert von der US-R&B-Sängerin und Schauspielerin Coco Jones, sowie "America the Beautiful", gesungen von der mehrfach preisgekrönten Singer-Songwriterin Brandi Carlile.





Halbzeitshow: Bad Bunny mit politischem Auftritt

In der Halbzeitshow sendete der Reggaeton-Musiker Bad Bunny politische Signale. Der Auftritt des Superstars hatte im Vorfeld für eine Kontroverse in den USA gesorgt - auch aufgrund seiner Kritik an der Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump und an den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE.

Bad Bunny bei seiner Halbzeitshow im weißen Anzug, steht auf dem Dach eines Autos und singt.

Latin-Superstar Bad Bunny gab mit seinem spanischsprachigen Auftritt bei der Super-Bowl-Halbzeitshow auch ein politisches Statement. US-Präsident Trump gefiel das gar nicht.

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Am Sonntag (Ortszeit) betrat er die Bühne in einem ganz in Weiß gehaltenen Football-Trikot mit seinem echten Nachnamen Ocasio. Er begann den Auftritt in einem Zuckerrohrfeld, wo er an Essensständen und Feldarbeitern vorbeiging.

Bad Bunny, mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio, hatte angekündigt, ausschließlich auf Spanisch zu singen. Am Ende des Sets änderte sich das, als er sagte: "God Bless America", "Gott segne Amerika" und dann Länder aus der Karibik sowie Zentral- und Südamerika aufzählte. "Und mein Mutterland, Puerto Rico."

Das einzige Lied auf Englisch kam von Lady Gaga. Als Gastauftritt holte Bad Bunny die Popsängerin auf die Bühne, die sich als Musikbegleitung bei einer Hochzeit inszenierte. Das scheinbar heiratende Paar trat schließlich zur Seite, und die Sängerin tanzte gemeinsam mit Bad Bunny zu "Baile Inolvidable". Lady Gaga hatte ihre eigene Super-Bowl-Halbzeitshow im Jahr 2017.

Super Bowl-Werbeclips mit Staraufgebot

Kein Super Bowl ohne teure Werbung: Zahlreiche Promis werden bei den Werbeclips um das Sportereignis herum zu sehen sein. Unter anderem sind dieses Jahr Kendall Jenner und George Clooney dabei.

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Trump nennt Show "absolut schrecklich"

Bad Bunny hatte seine jüngste Rede bei den Grammys auch für Kritik am radikalen Kurs von Präsident Donald Trump genutzt. Wie politisch aufgeladen sein Auftritt in der Super-Bowl-Pause war, zeigte sich auch darin, dass Trump die Show auf seiner Plattform Truth Social umgehend als "absolut schrecklich" und eine der schlimmsten aller Zeiten bezeichnete.

Man verstehe kein Wort, die Tanzeinlagen seien "ekelhaft" und überhaupt werde die Show der "Großartigkeit Amerikas" nicht gerecht, schrieb der Republikaner.

Seattle Seahawks Wide Receiver Jaxon Smith-Njigba (11) wird von Cheftrainer Mike Macdonald während der ersten Halbzeit eines NFL-Footballspiels gegen die San Francisco 49ers in Santa Clara, Kalifornien, am Samstag, dem 3. Januar 2026, beglückwünscht.

Elf Jahre nach der verpassten NFL-Titelverteidigung sinnt Favorit Seattle auf Revanche gegen die New England Patriots. Auch der wichtigste Seahawk hätte noch eine Rechnung offen.

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Inszenierung als nationales Ereignis

Das mehrteilige Bühnenprogramm vor dem Anpfiff gilt als eigenständiger Programmhöhepunkt und ist für viele Fans ebenso Teil des Super-Bowl-Rituals wie das Spiel selbst. Die Eröffnungssequenz vereint in jedem Jahr Musik und Zeremonien, die das Finale als nationales Kultur- und Sportereignis inszenieren.

Während des Spektakels wurde mehrfach die 332nd Air Expeditionary Wing eingeblendet, ein im Nahen Osten eingesetzter Luftwaffenverband der USA. Anschließend flogen Kampfjets in Formation über das Stadion.

Stars wie Roger Federer, Travis Scott, Jon Bon Jovi, Jay-Z und seine Tochter Blue Ivy waren für das Finale der National Football League ins Stadion gekommen. US-Präsident Donald Trump war nach seiner Teilnahme im vergangenen Jahr dieses Mal nicht dabei.

Quelle: AP, SID, dpa
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 09.02.2026 ab 05:30 Uhr und ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Trump über Halbzeitshow von Bad Bunny empört" um 08:10 Uhr.
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