Sparen für alle Lebensphasen:Finanzplanung für die Zukunft
Von der Ausbildung über die Familiengründung bis zum Ruhestand - jede Lebensphase bringt ihre eigenen finanziellen Bedürfnisse mit sich. Was das für Ihre Finanzplanung bedeutet.
Hauskauf, Kinder, Rente oder Weltreise: Um für jede Lebensphase finanziell gewappnet zu sein, hilft eine gute Finanzplanung.
Quelle: MEVJede Lebensphase bietet die Chance, eigene Ziele zu setzen, zum Beispiel die Ausbildung abschließen, ein Haus kaufen oder eine Weltreise machen. Für jedes der gesetzten Ziele sollten Sie sich Gedanken über die nötigen Finanzen machen: Wie viel Geld brauche ich in dieser Zeit?
Lebensabschnitte und Bedürfnisse
Als klassische Lebensphasen sieht Thomas Buckard vom Verband unabhängiger Vermögensverwalter unter anderem Jugend, Ausbildung oder Studium, die Erwerbsphase und den Ruhestand. Manche Lebensentwürfe funktionieren aber auch ganz anders. Wichtig ist, eine individuelle Anlagestrategie zu entwickeln, die zu den eigenen Bedürfnissen passt.
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30.10.2024 | 4:41 min"Das hat natürlich damit zu tun, wie viel man für seinen Lebensunterhalt braucht und was man plant", sagt Buckard. Daher lohne es sich, zu Beginn jeder Lebensphase seine eigene Finanzstrategie zu hinterfragen. Zu manchen Zeiten, zum Beispiel im Job und vor der Familienplanung, fällt es möglicherweise leichter, Geld zurückzulegen.
Das Zwei-Töpfe-Modell: Finanzsicherheit für heute und morgen
Als einfaches Modell empfiehlt Buckard, sich zwei Finanztöpfe vorzustellen. Der erste Topf ist für alle anfallenden Kosten. Das umfasst zum Beispiel Miete, Einkaufen, Reparaturen, ein Haus abbezahlen und so weiter. "Auch wenn die Heizung ausfällt oder das Auto kaputt geht, sollte genug Geld dafür im ersten Topf sein", rät Buckard.
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06.05.2024 | 7:28 minIn den zweiten Topf kommt all das Kapital, auf das Sie für längere Zeit verzichten können. Dieses Geld sollte nach und nach für die Altersvorsorge angelegt werden. Wichtig: Soweit möglich, sollten Sie es erst im Ruhestand entnehmen - nicht vorher.
Der Topf ist wirklich ausschließlich fürs Alter gedacht und man sollte vorher nicht drangehen.
Thomas Buckard, Verband unabhängiger Vermögensverwalter
Erst planen, dann anlegen
Der erste Schritt ist also, sich Gedanken darüber zu machen, welche finanziellen Bedürfnisse die eigene Lebensplanung erfordert. Dieser Part ist Ihr langfristiger Finanzplan. Wie viel Geld muss verfügbar sein und wie viel bleibt dann noch zum Anlegen für den Ruhestand übrig?
Bei der Umsetzung dagegen geht es um konkrete Anlageentscheidungen, um den Plan zu erfüllen. Um alle anfallenden Ausgaben begleichen zu können, empfiehlt sich für den ersten Topf zusätzlich zum Girokonto zum Beispiel ein Tagesgeldkonto. Auf das Geld können Anleger jederzeit zugreifen. Zudem ist das Geld sicher und bei vielen Anbietern gibt es Zinsen.
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07.10.2024 | 11:09 minMit Zeit und Strategie zur sicheren Altersvorsorge
Für den Ruhestand sollten Sie nur das Geld anlegen, auf das Sie langfristig verzichten können. Bei dieser Anlage ist Zeit Ihr Verbündeter: Bei einem ETF etwa sollten Sie Ihrem Geld mindestens zehn Jahre geben, um im Wert zu steigen. Mögliche Wertschwankungen können Sie so aussitzen. Je früher Anleger mit dem Investieren starten, desto besser, sagt Buckard.
Je jünger ich bin, desto größer sollte der Risikoanteil sein.
Thomas Buckard, Verband unabhängiger Vermögensverwalter
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, etwa einen ETF-Sparplan, Anleihen oder Edelmetalle - gerne auch in Kombination. Ihre Finanzentscheidungen können so individuell sein wie Ihr persönliches Lebensmodell.
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