Rücktritt von Bärbel Bas: Reaktionen und Folgen

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Reaktionen auf überraschenden Schritt:Der Rücktritt von Bärbel Bas und seine Folgen

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Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück. Das belastet auch die Regierungskoalition. Alles Wichtige zum Rücktritt und seinen Folgen im Blog.

Über das Thema berichtet ZDFheute Xpress am 12.10.2026 um 08:30 Uhr.
Wichtige Meldungen

Publizist: "Schweitzer ist ein absolut gestandener Politiker"

Publizist Albrecht von Lucke hält den SPD-Politiker Alexander Schweitzer für eine geeignete Nachfolge für das Amt des Bundesarbeitsministers. Schweitzer sei ein "Realo" und Konservativer, kein "Fundi". Schweitzer zähle zum Seeheimer Kreis der SPD, dem konservativen Flügel der Sozialdemokraten. Er stärke in diesem Amt die Regierung und die SPD. Er werde sehr solide und recht bald ein Rentenkonzept vorlegen, schätzt von Lucke. Schweitzer werde kein einfacher Verhandlungspartner für die Union sein.


Von Lucke zu möglichen Nachfolgerinnen als SPD-Chefin

Die SPD-Politikerinnen Manuela Schwesig oder Anke Rehlinger könnten laut Publizist Albrecht von Lucke Bärbel Bas an der SPD-Spitze nachfolgen. Rehlinger müsse erst noch eine Landtagswahl im Frühjahr 2027 im Saarland gewinnen, daher tippt von Lucke bei ZDFheute live auf Manuela Schwesig als künftige SPD-Co-Chefin: "Die ist frei, die ist machtbewusst."


Publizist von Lucke: "Ablenkungsmanöver" durch Klingbeil

Der Publizist Albrecht von Lucke sagt bei ZDFheute live, Bärbel Bas sei heftig attackiert worden von Unionspolitikern. Allerdings sehe er in der Argumentation von Lars Klingbeil auch ein "Ablenkungsmanöver". Denn Bas sei auch in den eigenen Reihen sehr umstritten gewesen, genauso wie Klingbeil selbst. "Wir erleben so etwas wie eine Flucht nach vorn." Von Lucke hält Bas' Rücktritt für einen möglichen Befreiungsschlag - für Klingbeil höchstpersönlich, weil innerhalb der SPD ein Ende der Parteispitze gefordert wurde. Klingbeil gehe nun eher gestärkt in den angekündigten Bundesparteitag der SPD zum Jahreswechsel.


Klingbeil verteidigt Bas-Nachbesetzung mit einem Mann

Mit dem Rücktritt von Bärbel Bas verringert sich auch der Frauen-Anteil der SPD-besetzten Regierungsposten. Darauf angesprochen, sagte Klingbeil, man habe bisher im Kabinett sechs Frauen und drei Männer gehabt. "Jetzt musste eine schnelle Entscheidung getroffen werden." Er habe daher heute Morgen Bas-Nachfolger Alexander Schweitzer vorgeschlagen. Das Präsidium sei ihm einstimmig gefolgt.


Wichtige Meldung

Klingbeil kündigt Neuwahl des SPD-Präsidiums an

Laut Lars Klingbeil wird die SPD "um den Jahreswechsel rum", im Dezember oder Januar, einen Bundesparteitag durchführen. Dort werde die gesamte Führungsriege der SPD zur Wahl stehen. Man brauche Klarheit über die personelle Aufstellung und Klarheit über den programmatischen Kurs der SPD.

Wichtige Meldung

Klingbeil: "Die SPD steht zu dieser Regierung"

Lars Klingbeil nominiert offizell Alexander Schweitzer als Bas-Nachfolger. Die Regierungsarbeit gehe weiter: "Die SPD ist handlungsfähig, die SPD steht zu dieser Regierung."

Klingbeil kritisiert Verbal-Attacken insbesondere auf Frauen

SPD-Chef Klingbeil kritisiert die verbalen Attacken gegen Bärbel Bas. Insbesondere Frauen in Spitzenämtern seien zuletzt harscher Kritik ausgesetzt gewesen. "Das vergiftet den politischen Diskurs", sagt Klingbeil. 


Klingbeil: "Schwerer Tag"

Lars Klingbeil äußert sich auf einer SPD-Pressekonferenz zu Bas' Rücktritt. Er und Bas hätten in den vergangene Wochen mehrfach miteinander gesprochen. Er sei über den Schritt sehr traurig, könne ihn aber "zu 100 Prozent" nachvollziehen. 


ZDF-Korrespondentin: "Es hat heute Morgen alle ziemlich unerwartet erwischt"

Der Rücktritt von Bärbel Bas ist nach Einschätzung von ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann nicht vorhersehbar gewesen: "Es hat heute Morgen alle ziemlich unerwartet erwischt." Bas habe die vergangenen Wochen gefehlt, heute sei ihre Rückkehr erwartet worden. Ganz offenkundig habe sie sich am Wochenende dazu entschieden, dass sie das nicht könne. 


Reaktionen auf Bas-Rücktritt

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas kritisieren SPD-Politiker den Umgang der Union mit der Ministerin in ihrer Trauerzeit. Bundeskanzler Friedrich Merz zollt Bas Respekt. Lesen Sie hier alle Reaktionen auf Bas' Rücktritt:


Schweitzer: Wahlniederlage in RLP, jetzt Sprung nach Berlin

Bei der Rheinland-Pfalz-Wahl kassierte Alexander Schweitzer eine Niederlage, nun geht es nach Berlin: Der frühere SPD-Ministerpräsident folgt Bas - als neuer Arbeitsminister. Ein Porträt:


ZDF-Korrespondent: "Vorwürfe haben Bas offenbar sehr getroffen"

ZDF-Korrespondent Lars Bohnsack erklärt die Hintergründe und spricht über Alexander Schweitzer als designierten Nachfolger im Ministeramt:

Videoplayer
12.10.2026 | 6:15 min

Wichtige Meldung

Merz: "Ihre Entscheidung verdient Respekt"

Bundeskanzler Friedrich Merz zollt Bärbel Bas seinen Respekt. Bas und er hätten in der Bundesregierung "vertrauensvoll zusammengearbeitet", schreibt der CDU-Chef auf X. Er danke ihr für ihr Engagement. "Ihre Entscheidung verdient Respekt."

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Wichtige Meldung

Die Rücktrittserklärung von Bärbel Bas im Wortlaut

"Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute wende ich mich mit einer sehr persönlichen Nachricht an Euch.
Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten. Diese möchte ich mir ausreichend nehmen. Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden.
Da ich momentan nicht die Kraft aufbringen kann, kurzfristig meine Regierungs- und Parteiarbeit vollumfänglich auszuüben, habe ich mich entschieden, beide Ämter aufzugeben. Deshalb habe ich meinen Co-Vorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil darüber informiert, dass ich mein Amt als Parteivorsitzende mit dem heutigen Tag niederlege. Gleichzeitig habe ich den Bundeskanzler gebeten, mich aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales zu entlassen.

Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen. Ich bin aber davon überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesministeriums jetzt eine starke Hausleitung verdient haben, die mit voller Kraft die anstehenden Gesetze und Reformvorhaben vorantreibt. Am Ende meiner Zeit als Ministerin möchte ich vor allem eines sagen: Danke für die Unterstützung, die ich im gesamten Haus erfahren habe.

Gleiches gilt für meine Partei. Die SPD wird die richtigen Schlüsse aus den zurückliegenden Wahlen ziehen und wieder eine politische Kraft werden, die unser Land in eine gute Zukunft führt. Die Weichen dafür sind u. a. mit dem Konvent und dem Grundsatzprogrammprozess gestellt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Lars Klingbeil und Matthias Miersch für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und bei Euch allen in Partei und Fraktion für die Unterstützung bedanken.

Heute endet für mich ein Kapitel, aber nicht die Geschichte. Denn was bleibt, sind nicht die Ämter, die wir getragen haben, sondern Spuren, die wir in den Herzen der Menschen hinterlassen. Danke, dass ich ein Stück dieses Weges mit Euch gehen durfte. Nicht jeder Schritt war einfach. Nicht jede Entscheidung war leicht. Und sicherlich ist nicht alles gelungen. Aber eines war für mich immer klar: Es lohnt sich, für das einzustehen, woran wir glauben.

Im Deutschen Bundestag werde ich weiterhin die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises Duisburg vertreten und hoffe sehr, bald wieder mit voller Kraft meine Arbeit erfüllen zu können.

Glück auf und Freundschaft, Eure Bärbel Bas"

Wichtige Meldung

Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden

Der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer soll neuer Bundesarbeitsminister werden. Der 53-jährige Jurist war von 2024 bis 2026 Ministerpräsident und hatte mit der SPD die Landtagswahl im März dieses Jahres verloren.

Schwesig: Attacken der CDU auf Bas "unmenschlich und rücksichtslos"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kritisiert nach dem Rücktritt von SPD-Chefin Bärbel Bas das Verhalten der Union scharf. "Mein Mitgefühl gilt Bärbel Bas", schreibt die SPD-Landeschefin am Morgen auf der Plattform X. "Ich wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Situation. Persönlich danke ich Bärbel Bas für die gute Zusammenarbeit! Die Attacken der CDU - trotz ihrer persönlichen schweren Situation - waren unmenschlich und rücksichtslos."

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Post von Bas auf Instagram

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Wichtige Meldung

Bärbel Bas beklagt öffentliche Angriffe

Bärbel Bas kritisiert in ihrer Rücktrittserklärung auch den Koalitionspartner CDU/CSU: "Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden", schreibt sie.

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12.10.2026 | 0:27 min

Bärbel Bas tritt als Parteichefin und Arbeitsministerin zurück

Bärbel Bas tritt als Arbeitsministerin und als SPD-Chefin zurück. Sie begründet den Schritt in einer öffentlichen Mitteilung mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen auf sich, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, der Union. "Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten", schreibt Bas in einem von der SPD-Spitze verbreiteten Schreiben.


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