Vorstoß von Friedrich Merz:GdP: Zurückweisung an Grenzen nicht umsetzbar
Flächendeckende Kontrollen und Zurückweisungen an den deutschen Grenzen - die Gewerkschaft der Polizei hält die Pläne von Friedrich Merz für "nicht umsetzbar". Woran das liegt.
Nach dem Angriff mit zwei Toten in Aschaffenburg fordert CDU-Chef Merz weitreichende Asyl-Verschärfungen (Symbolbild)
Quelle: pa/dpa-BildfunkDie Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält flächendeckende Kontrollen und Zurückweisungen an den deutschen Grenzen für "nicht durchsetzbar". Der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, sagte im MDR-Radio:
"Wir haben eine Länge von 3.800 Kilometern Binnengrenzen.
Wir sind mit der Art und Weise der Grenzkontrollen, die wir jetzt schon betreiben, am Rande des Machbaren.
Andreas Roßkopf, GdP-Vorsitzender für den Bereich Bundespolizei
Für die Pläne von Merz seien "nicht nur hunderte, sondern tausende Kollegen mehr" nötig.
Merz-Plan "nicht umsetzbar"
Dass Merz alle Flüchtlinge ohne gültige Dokumente zurückweisen wolle, sei deshalb "nicht umsetzbar", sagte Roßkopf. Neue Beamtinnen und Beamte müssten auch erst ausgebildet werden, was zwischen zweieinhalb und drei Jahren dauere. Nötig seien aus seiner Sicht auch Investitionen in moderne Hilfsmittel wie Drohnen- und Kennzeichenerfassungs-Technik.
Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) hatte nach dem Messerangriff von Aschaffenburg mit zwei Toten weitreichende Verschärfungen in der Asylpolitik angekündigt, sollte er zum Kanzler gewählt werden.
Demnach will er am ersten Tag im Amt das Innenministerium anweisen, alle Grenzen dauerhaft zu kontrollieren und ein "faktisches Einreiseverbot" für alle Menschen ohne gültige Papiere durchzusetzen - auch solche mit Schutzanspruch.
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