Am Jahrestag des Hamas-Angriffs:Greta Thunberg protestiert bei Palästina-Demo in Berlin
Drei Jahre nach dem 7. Oktober protestierten Hunderte Menschen bei einer Palästina-Demo in Kreuzberg. Mit dabei: Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Die Polizei löste den Protest auf.
Greta Thunberg bei der Palästina-Demo in Berlin.
Quelle: Annette Riedl / dpaDrei Jahre nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel haben Menschen weltweit der Opfer gedacht. Auch in Berlin gab es große Gedenkveranstaltungen. In Kreuzberg demonstrierten allerdings auch einige hundert Menschen für Palästina und gegen den Krieg im Gazastreifen.
Die überwiegend jungen Frauen und Männer versammelten sich am Abend in Kreuzberg auf dem Oranienplatz und zeigten palästinensische Fahnen und Transparente. Polizeisprecher Florian Nath sprach zunächst von 700 Teilnehmern. Unter ihnen war auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg.
Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Überfalls am 7.10.2023. Etwa 1.200 Menschen wurden getötet, Hunderte verschleppt. Was hätte verhindert werden können, beschäftigt heute viele.
07.10.2026 | 2:32 minZahlreiche Verstöße bei Protesten in Berlin
Dann zogen die Demonstranten durch Kreuzberg - bis die Polizei die Demo "wegen wiederholt zahlreicher Verstöße gegen die Auflagen und erheblicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" beendete.
Bei der Demonstration riefen die Teilnehmer in Sprechchören etwa: "Viva, viva Palästina" oder "There is only one solution. Intifada Revolution". Intifada bezeichnet Aufstände von Palästinensern gegen die israelische Besatzung Ende der 1980er und Anfang der 2000er-Jahre mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen - mit vielen Toten auf beiden Seiten.
Am dritten Jahrestag des Hamas Angriffs sei eine Stimmungsveränderung in Israel spürbar. Die Bevölkerung stelle die Regierung stark in Frage, so Thomas Reichart in Tel Aviv.
07.10.2026 | 3:27 minPolizei stoppte Demonstration
Auf einem großen Plakat stand "One genocide does not justify another" (Deutsch: Ein Genozid rechtfertigt nicht den anderen). Die Polizei begleitete den Zug an allen Seiten. Am späteren Abend stoppte die Polizei die Demonstration. Nath erklärte, es habe aus dem Demonstrationszug Straftaten gegen Polizisten gegeben wie Schubsen und Tritte, vereinzelt auch Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Laut Polizei gab es über 30 Festnahmen - wegen des Verwendens verbotener Kennzeichen, etwa von Symbolen der Terrororganisation Hamas.
Zu Beginn der Demo stand auf der anderen Seite der Straße ein Dutzend Menschen mit israelischen Fahnen. Ein Demonstrant trug ein Transparent mit der Aufschrift "Schämt euch". Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot am Startpunkt der Demonstration, die zum Hermannplatz in Neukölln ziehen sollte, vertreten.
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