Hubert Aiwanger: Wirtschaftsminister in Bayern tot aufgefunden

Wirtschaftsminister in Bayern:Hubert Aiwanger tot in Berlin aufgefunden

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Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist gestorben. Er wurde in einem Berliner Hotel tot aufgefunden. Das erfuhr das ZDF aus der bayrischen Staatsregierung.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei einer Pressekonferenz der Bayerischen Staatsregierung nach Kabinettssitzung am 01.09.2026 im Prinz Carl Palais in Muenchen.

Hubert Aiwanger (Freie Wähler) war bayerischer Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident.

Quelle: ddp | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist gestorben. Der 55-jährige Politiker der Freien Wähler (FW) wurde in einem Berliner Hotel tot aufgefunden. Das erfuhr das ZDF aus der bayrischen Staatsregierung. FW-Generalsekretärin Susann Enders bestätigte Aiwangers Tod.

Nach ZDF-Informationen sollte heute die Hauptstadt-Parteizentrale der FW in Berlin eröffnet werden. Redner Aiwanger sei nicht erschienen, stattdessen der Digitalminister, hieß es. Laut "Bild"-Zeitung soll Aiwanger im Hotel "Neuer Fritz" unweit der Spree und der Friedrichstraße in Berlin-Mitte geblieben sein. Später sei Aiwanger dann nicht mehr erreichbar gewesen und sei schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.

Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte den Fundort von Aiwangers Leiche in einem Berliner Hotel. Nach ZDF-Informationen ermittelt inzwischen auch die Kriminalpolizei. Dies passiert in der Regel, nachdem eine Person tot aufgefunden wurde und zum Beispiel der Notarzt eine ungeklärte Todesursache festgestellt hat.

Aiwanger sollte als Redner auftreten

Die Eröffnung der Parteizentrale sollte nach ZDF-Informationen im Restaurant Il Punto in Berlin-Mitte gefeiert werden. Es liegt nur rund sieben Gehminuten vom Hotel "Neuer Fritz" entfernt. Dort sollte von 15 bis 17 Uhr der Start der FW als Bundespartei gefeiert werden.

Der neue Büroleiter der FW soll bei der Veranstaltung gesagt haben, Aiwanger könne nicht auftreten, weil er an Magen-Darm leide. Der stellvertretende Generalsekretär Manfred Petry sagte nach Informationen des ZDF später zu einem Gast, Aiwanger gehe es richtig dreckig, berichtete dieser.

Söder-Stellvertreter hinterlässt zwei Kinder

Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen.

Aiwanger war seit November 2018 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Außerdem war er Stellvertreter von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder sprach Aiwangers Familie sein Mitgefühl aus. "Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie", schrieb er auf X.

X-Post von Söder

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Geboren wurde er am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach. Aiwanger wuchs in Rahstorf im niederbayerischen Landkreis Landshut auf. Nach dem Abitur 1990 und seinem Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte er Agrarwissenschaften an der FH Weihenstephan.

Aiwangers politische Karriere

Seine politische Karriere startete er 2006, als er Landesvorsitzender der Freien Wähler Bayern wurde. 2008 war er mit den Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef.

Mit ihm verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf. 2024 löste ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" die sogenannte Flugblattaffäre um Aiwanger aus. Er soll als Schüler ein antisemitisches Flugblatt verfasst haben. Aiwanger distanzierte sich, er sei nicht der Verfasser gewesen. Später sagte Aiwangers Bruder Helmut, er habe den Text verfasst. Söder beließ Aiwanger trotz Kritik an dessen Umgang mit der Affäre im Amt.

Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und der CSU viele Landrats-Posten abgejagt. Im Gegensatz zu seinen politischen Erfolgen in Bayern blieb Aiwanger aber ein großes politisches Ziel verwehrt: der Einzug seiner Partei in den Bundestag.

Quelle: ZDF, dpa

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