Mirko Drotschmann erklärt:Deutsche Bahn-Krise: Wird jetzt alles besser?
Die Deutsche Bahn ist zum Sinnbild für Unpünktlichkeit geworden. @MrWissen2Go Mirko Drotschmann erklärt, wie es dazu kommen konnte und was jetzt helfen soll, das zu ändern.
Verspätungen, ausgefallene Züge und kaputte Klimaanlagen. Für viele Fahrgäste der Deutschen Bahn gehört das mittlerweile zum Alltag. Sogar die DB selbst macht sich in einer Werbekampagne mit Anke Engelke darüber lustig. Doch die Gründe für die Misere liegen tief.
Wie kam es zu dem Zustand bei der Deutschen Bahn?
Die Wurzeln reichen bis in die Bahnreform 1994 zurück, als Bundesbahn und Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG fusionierten. Die Ziele lagen darin, gleichzeitig Gewinne zu erwirtschaften und dem Gemeinwohl zu dienen. Unter Bahnchef Hartmut Mehdorn wurden ab 1999 unwirtschaftliche Strecken stillgelegt, insgesamt über 5.400 Kilometer seit 1994. Gleichzeitig floss zwischen 1995 und 2018 mehr als doppelt so viel Geld in die Straße wie in die Schiene.
Wird es jetzt besser?
Bis 2029 sollen rund 107 Milliarden Euro zusätzlich in die Schiene fließen, über 40 zentrale Strecken werden bis 2036 grundlegend saniert. Seit September 2025 hat mit Evelyn Palla erstmals eine Frau die Konzernspitze übernommen. Laut ihr sind die Sanierungsarbeiten aber kein Sprint. Sie führt ebenfalls harte Einschnitte im eigenen Konzern ein, bis zu 500 Millionen Euro will sie in der Führungsebene einsparen.
Was zeigt der Blick nach Italien?
Ein Blick ins Ausland zeigt, dass andere Bahnunternehmen es aus der Misere herausgeschafft haben. Trenitalia galt in den 90ern als hoffnungsloser Fall. Durch massive Investitionen ins Hochgeschwindigkeitsnetz und echten Wettbewerb, etwa durch den privaten Anbieter Italo seit 2012, sanken die Preise und die Qualität stieg.
Wichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.