WHO: Der Austritt der USA ist nicht das einzige Problem

Trumps Ankündigung wird wirksam:WHO: Der Austritt der USA ist nicht das einzige Problem

von Delia Thomas

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Es war eine der ersten Amtshandlungen von Donald Trump: der Austritt der USA aus der WHO. Heute wird er wirksam - mit Folgen für die Organisation.

polioimpfung eines kindes

WHO und Unicef warnen vor Rückschritten beim Impfschutz vor allem in den Krisenregionen, nachdem einige Hilfsgelder gekürzt wurden.

15.07.2025 | 3:04 min

Die USA waren einer der Hauptunterstützer der 1948 gegründeten Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, kurz WHO). Die Unterorganisation der Vereinten Nationen hat sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen eine Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Wie die Finanzierung der WHO funktioniert

Die Mitgliedsstaaten zahlen - je nach ihrer wirtschaftlichen Situation - einen Pflichtanteil. Dieser ist aber vergleichsweise gering. Die Arbeit der WHO wird maßgeblich durch freiwillige Beiträge finanziert. Im vergangenen Jahr waren mehr als drei Viertel der Einnahmen freiwillige Beiträge.

Die WHO finanziert sich zum Großteil aus zweckgebundenen, freiwilligen Beiträgen.

Der Austritt der USA zum 22. Januar 2026 hinterlässt eine finanzielle Lücke bei den Pflichtbeiträgen und bei den freiwilligen Zahlungen.

Das Weiße Haus in Washington D.C.

Die USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen und Verträgen zurück.

08.01.2026 | 0:20 min

Zweckgebundene Finanzierung zu unflexibel

Ein weiteres Problem: Der größte Teil der freiwilligen Beiträge ist eng zweckgebunden, also mit bestimmten Projekten und Programmen der WHO verknüpft. Das schränkt den Handlungsspielraum der WHO stark ein. Langfristig hofft sie auf einen größeren Anteil der Beiträge mit flexibleren Einsatzmöglichkeiten, um ihren Aufgaben gerecht zu werden.

Die Arbeit der WHO ist vielschichtig. Sie koordiniert zum Beispiel den Kampf gegen ansteckende Krankheiten, fördert die medizinische Forschung, unterstützt den Aufbau von Gesundheitssystemen in ärmeren Ländern und soll ein System aufbauen, um in gesundheitlichen Krisen- oder Katastrophenfällen besser vorbereitet zu sein als bei der Covid-19-Pandemie.

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Quelle: dpa

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 08.01.2026 ab 09:00 Uhr.

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