Ermittler: Flydubai-Pilot wollte Flughafen Tel Aviv treffen

Versuchter Anschlag:Ermittler: Flydubai-Pilot wollte Flughafen Tel Aviv treffen

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Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine wollte nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen in Tel Aviv verüben.

Die Flydubai-Ersatzmaschine, welche die Passagiere nach dem Vorfall im ursprünglichen Flydubai-Flugzeug an ihr Ziel gebracht hat

Gewaltsamer Vorfall im Cockpit eines Flydubai-Flugs nach Tel Aviv: Israels Regierung vermutet einen versuchten Terroranschlag. ZDFheute live ordnet ein, was über den Vorfall bekannt ist.

01.10.2026 | 23:36 min

Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte die Maschine laut den Ermittlern in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf den israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen.

Der aus dem Oman stammende Copilot habe geplant, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen und damit einen Selbstmordanschlag auf das Passagierterminal des Ben-Gurion-Flughafens zu verüben, sagte der Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad al-Shamsi, wie die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete.

Der 29-jährige Verdächtige habe im Rahmen seiner Vorbereitungen für die Tat zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt, um sich mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen. Er habe in den Ermittlungen gesagt, dass er allein gehandelt habe.

ZDF-Korrespondent Thomas Reichart aus Israel zugeschaltet ins Studio

"Es gibt Verwunderung in Israel", sagt Reichart über den Einsatz des omanischen Piloten auf dem Flug nach Tel Aviv. Die politische Deutung des Vorfalls habe längst begonnen.

01.10.2026 | 7:57 min

Flydubai-Fall: 11. September als Inspiration?

Der Flug war am 30. September von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf den Piloten kam. Nach emiratischen Erkenntnissen griff er ihn mit einer Rettungsaxt an. Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere eindrangen und den Angreifer überwältigten. Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk.

Dieses undatierte Foto, das auf den Social-Media-Kanälen des israelischen Außenministeriums veröffentlicht wurde, zeigt den indischen Kapitän Smit Machchhar im Cockpit eines Flugzeugs an einem unbekannten Ort.

Schwer verletzt öffnete Flydubai-Pilot Smit Machchhar die Cockpittür, damit Passagiere seinen Copiloten überwältigen konnten. Indiens Premier Modi feiert ihn nun als Helden.

02.10.2026 | 1:20 min

Laut al-Shamsi habe es bereits 2017 erste Anzeichen gegeben, dass sich der Mann während seines Studiums in Australien Extremismus und Terrorismus zuwandte. Demnach ließ er sich von den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA inspirieren. "Der Gedanke, eine ähnliche Aktion mit einem Flugzeug durchzuführen, verankerte sich fest in seinem Denken." Der Verdächtige, der im Januar dieses Jahres bei Flydubai einen Job angetreten hat, arbeitete laut den emiratischen Ermittlern zuvor für mehrere Fluggesellschaften in verschiedenen Ländern.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Flydubai-Pilot: "Ich habe um mein Leben gekämpft" am 02.10.2026 um 17:13 Uhr.

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