Sklaverei-Ausstellung: US-Richterin ordnet Wiederaufbau an

Nach Eingriff der Trump-Regierung:Sklaverei-Ausstellung: US-Richterin ordnet Wiederaufbau an

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Eine US-Richterin hat die Trump-Regierung angewiesen, eine Ausstellung über Sklaverei wieder aufzubauen. Die US-Regierung dürfe Geschichte nicht verfälschen.

Schilder und Poster mit der Aufschrift "learn all history".

Eine abgebaute Ausstellung in Philadelphia über die Geschichte der Sklaverei soll wiederhergestellt werden. Die US-Regierung dürfe historische Wahrheiten nicht verschleiern, so ein Urteil.

17.02.2026 | 0:41 min

Eine US-Richterin hat den Wiederaufbau einer vor einigen Wochen abgebauten Freiluftausstellung in Philadelphia über die Geschichte der Sklaverei in den USA angeordnet. Die US-Regierung habe nicht die Befugnis, "historische Wahrheiten zu verschleiern und zu verfälschen", hieß es im Urteil der US-Richterin Cynthia M. Rufe vom Montag. Die Großstadt im US-Bundesstaat Pennsylvania hatte gegen den Abbau der Ausstellung Klage eingereicht.

US-Richterin warnt: Vorgehen erinnere an totalitäres Regime

Rufe berief sich in ihrer Entscheidung auf den Roman "1984" des britischen Schriftstellers George Orwell über einen dystopischen, autoritären Staat. Es sei, "als gäbe es nun das Ministerium für Wahrheit aus George Orwells '1984' mit seinem Motto 'Unwissenheit ist Stärke'", schrieb die Richterin in ihrem Urteil.

Die US-Regierung behaupte, "sie allein habe die Macht, historische Darstellungen zu löschen, zu verändern, zu entfernen und zu verbergen", so Rufe.

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Abbau der Ausstellung wohl Folge eines Trump-Dekrets

Die Ausstellung war im Januar von der US-Nationalparkverwaltung (NPS) abgebaut worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Philadelphia war der Abbau der Ausstellung "vermutlich" eine Folge eines Dekrets, das US-Präsident Donald Trump im März vergangenen Jahres unterzeichnet hatte.

Darin forderte der US-Präsident, "die Wahrheit und den Verstand in der amerikanischen Geschichte wiederherzustellen" und die "Verbreitung von spaltender Ideologie" rückgängig zu machen. Der Anordnung zufolge dürfen keine Elemente ausgestellt werden, die Amerikanner "unangemessen" verunglimpfen. In dem Dekret wurde die Ausstellung in Philadelphia mit dem Titel "Freiheit und Sklaverei in der Entstehung einer neuen Nation" als Beispiel angeführt.

Die Ausstellung mit Dutzenden Informationstafeln und Videopräsentationen befand sich im Presidential House. Das Gebäude war die offizielle Residenz von George Washington, des ersten US-Präsidenten, als Philadelphia die provisorische Hauptstadt des neuen Landes war. In dem Haus lebten auch Washingtons neun Sklaven. Sie wurden in der im Jahr 2010 eröffneten Ausstellung gewürdigt.

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Die Demokraten in Philadelphia begrüßten das Urteil, das zunächst nur vorläufig gilt, bis weitere Gerichtsverfahren abgeschlossen sind. "Ich bin stolz auf unser Land und seine Gründungsideale. Das bedeutet, dass wir die ganze Wahrheit über unsere Geschichte erzählen, das Gute wie das Schlechte", erklärte der demokratische Abgeordnete Brendan Boyle, der Teile von Philadelphia im US-Repräsentantenhaus vertritt.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "Wiederherstellung von Sklaverei-Ausstellung" am 17.02.2026 um 12:20 Uhr.

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