Jemen: Huthis verstärken Angriffe gegen Saudi-Arabien

Nach Vormarsch im Jemen:Huthis weiten Angriffe auf Saudi-Arabien aus

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Die Huthi-Miliz hat nach ihrem Vormarsch im Jemen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Kronprinz bin Salman bittet Trump um Hilfe - doch die USA wollen sich zurückhalten.

Dieses von der Saudi Press Agency zur Verfügung gestellte Foto zeigt Schäden an einem Gebäude, nachdem an der südlichen Grenze zum Jemen ein Geschoss eingeschlagen war.

Nach ihrem Vormarsch im Jemen hat die proiranische Huthi-Miliz ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt. In Riad gab es Verletzte und Schäden an einer Moschee.

13.09.2026 | 0:19 min

Nach ihrem Vormarsch im Bürgerkriegsland Jemen haben die pro-iranischen Huthis auch ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt. Die mit Iran verbündete Miliz habe einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X.

Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen im Südwesten des Jemen. Rund 1.400 Menschen flohen vor den Kämpfen ins benachbarte Dschibuti. 

Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen einen groß angelegten Vorstoß unternommen und bei Kämpfen gegen Jemens Regierungstruppen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.  

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Die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen verschärfen sich weiter. Die islamistischen Rebellen haben eine Raffinerie angegriffen.

10.08.2026 | 2:41 min

Huthis greifen saudiarabische Öltanker an

Der Angriff auf den saudiarabischen Stützpunkt Scharurah habe "Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren" gegolten, erklärte Huthi-Sprecher Saree. Wann der Angriff genau erfolgte, teilte er zunächst nicht mit. 

Die Huthis kontrollieren bereits weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Die Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen. Saudi-Arabien unterstützt Jemens Regierung in ihrem Kampf gegen die Huthis. 

Der Golfstaat reagierte seinerseits mit zahlreichen Luftangriffen, wobei nach Huthi-Angaben der Flughafen der Hafenstadt Mocha getroffen wurde. Die Huthis hatten zuvor auch Mocha unter ihre Kontrolle gebracht. 

Zwei bewaffnete Kämpfer

Die Huthi-Miliz in Jemen hat mithilfe des Irans im Bürgerkrieg 2014 einen Teil des Landes erobert und erhält weiterhin Waffen. Im roten Meer drohen die Huthi-Rebellen nun mit einer Seeblockade.

22.07.2026 | 6:20 min

Trump: Huthis wollen keine Einmischung der USA im Jemen

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass die Huthis die USA gebeten hätten, sich aus ihren Kämpfen gegen die Regierungstruppen im Jemen herauszuhalten. "Die Huthis haben uns angerufen, und sie wollen nicht gegen uns kämpfen", sagte Trump bei einem Besuch in Irland am Samstag.

Sie wollen nicht, dass wir sie verfolgen.

Donald Trump, US-Präsident

In der Region werde "alles gut und schön laufen", fügte er hinzu. Trump erklärte auch, er habe mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gesprochen, den er als "Freund" bezeichnete.

Huthi-Soldat im Jemen mit Gewehr über der Schulter schaut in Kamera, daneben auslandsjournal-Logo

Die Huthis haben im Nord-Jemen eine totalitäre Herrschaft errichtet. Wer sind die Milizen, die mit Angriffen auf dem Roten Meer den Welthandel lahmlegen?

29.02.2024 | 29:30 min

Saudi-Arabien bittet USA um Hilfe

Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte berichtet, bin Salman habe Trump am Donnerstag angesichts des schnellen Vormarschs der Huthis in Mocha zweimal angerufen und um militärische Unterstützung gebeten. Die USA hätten die Bitte jedoch abgelehnt.

Die US-Regierung werde Saudi-Arabien weiterhin nachrichtendienstliche Informationen liefern, zitierte das Medienportal einen Regierungsvertreter. Ein direktes militärisches Eingreifen werde zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht in Betracht gezogen.

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Quelle: AFP
Über das Thema berichtete das heute journal am 13.09.2026 ab 21:45 Uhr.

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